Aderlass

Blutvergießen

Aderlass reinigt und entlastet das Blut. Aderlass wird zur Reinigung und Entstauung verwendet. Aderlass war eine der wichtigsten therapeutischen Maßnahmen bei allen indigenen Völkern und findet langsam wieder Anerkennung. Aderlass ist die Entfernung einer bestimmten Menge Blut durch künstliche Öffnung einer Vene aus dem Körper. Dargestellt ist die Abnahme von Leber-Eisen und Serum-Ferritin bei einem Patienten in Phasen mit DFO-Therapie oder Aderlass.

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Aderlass, auch Aderlass genannt (mittelhochdeutsches Lazen, Lazen oder blaues Lazen; griechisches Aderlass; mittelateinische Venaesectio)[2] ist eine seit der Altertumskunde bekannte und bei Menschen und Tieren bis ins 19. Jahrhundert verbreitete Heilmethode[3]. Bei der Blutentnahme werden dem (erwachsenen) Patient etwa 50 bis 1000 ml des Blutes abgenommen, heute höchstens noch 500 ml.

Es ist heute erwiesen, dass Aderlass nur in sehr wenigen klinischen Bildern eine günstige Auswirkung hat, so dass er aus dem Medizinalltag weitestgehend verschwindet. Aderlass ist wie die Schröpfung eine der frühesten Formen der ärztlichen Behandlung. Im Volksmund wird die Blutentnahme auch als Aderlass oder Blutentnahme beschrieben. Es wurden zwei Verfahren zur Aderlassbehandlung unterschieden: Zu diesem Zweck wurde in der Umgebung der kranken Stelle ein Aderlass durchgeführt, indem große Mengen Blut abgeführt wurden.

In der " Abscheu " wurde die Aderlassbehandlung weit weg von der kranken Stelle durchgeführt, indem kleine Mengen Blut abgelassen wurden. Es galt, daraus die in der kranken Gegend angehäuften "schlechten Säfte" zu gewinnen und durch "mehr gemischte Säfte" zu substituieren mit Sternzeichen in Anlehnung an die Körperteile und mit Hinweisen zum Aderlass.

Kalendarium, Straßburg 1518. Jedes der 12 Sternzeichen dominiert eine Körperregion: Hier ging es vor allem darum, Aderlass zu verhindern, wenn der Vollmond im Sternzeichen steht, das den jeweiligen Teil des Körpers anordnet. Illustration von Messer für Aderlass auf der Vorderseite. Das ist Aderlassmann.

Illustration aus einer Manuskript aus dem XVI. Jh. Die Erklärungen im chirurgischen Teil des Atasrif des ortsansässigen andalusisch -arabischen Mediziners Abdulcasis (10.-11. Jh.) prägten die europ. Chirurgie und Aderlaßpraxis bis ins VIII. Jh. führten "Humanisten" und "Arabisten" eine Feudalherrschaft unter dem Namen "Aderlassstreit" durch.

In Anlehnung an den "ursprünglichen Hippokrates" verlangte der Franzose Pierre Brissot (1478-1522), dass Aderlass immer auf der Krankheitsseite, d.h. "derivativ", durchgeführt werden sollte. Das " abstoßende " Aderlass war nur von den Arabern eingeleitet worden. Obwohl einige Repräsentanten der Universität Paris die Lehre von Brissot unterstützten, konnten ihre Gegner trotzdem ein Erlass erreichen, der den Einsatz von derivativen Blutvergießen verbietet.

Das Ringen um Aderlass hat zu einer Teilung in der Medizin geführt. Dies war jedoch nicht das Ende der Aderlassbehandlung. Bei allem Fortschritt in der Anatomie und Physiologie seit dem XVI. Jh. prägten die praktischen Anweisungen der Aderlassbefürworter den Medizinalltag bis zur Hälfte des XIX.

Von Pierre Brissot (1478-1522), Leonardo Botallo ("König der Adern" 1530-1570), Jean Riolan der Ältere (1580-1657), Guy Patin (1601-1672), Thomas Sydenham (1624-1689), Lorenzo Bellini (1643-1704), Georg Ernst Stahl (1659-1734), Friedrich Hoffmann (1660-1742), Hermann Boerhaave (1668-1738), Nur wenige Mediziner haben sich offen gegen die Aderlassbehandlung ausgesprochen. Offensichtlich haben sie dieses für sie neue Therapieschema mit dem Aderlass, den sie aus Europa kennen, abgeglichen.

Im Jahre 1816 berichtet er in einem "Memorandum über die chronischen Leiden, Aderlass und Akupunktur" über seine Erlebnisse mit diesem Therapeutikum seit 1810. Zur gleichen Zeit führten François Broussais und seine Studenten übermäßiges Aderlass und Egelbehandlung durch. Bei einigen wenigen Krankheitsbildern kommt dem Aderlass heute eine große Bedeutung zu: In der alternativen Medizin ist das Aderlass (wie auch das Schröpfen) eines der Entwässerungsverfahren.

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Wirklich fröhlich und locker nach dem Aderlass.

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