Agoraphobie

Platzangst vor Agoraphobie

Agoraphobie oder Klaustrophobie ist eine bestimmte Form der Angststörung. Die Bezeichnung "Agoraphobie" (Altgriechisch) kann wörtlich übersetzt werden mit "Klaustrophobie". Die Agoraphobie ist die übertriebene Angst vor bestimmten Situationen, in denen es zum Beispiel schwierig wäre, im Notfall Hilfe zu bekommen. Agoraphobie und Klaustrophobie können mit einer medizinischen Hypnotherapie behandelt werden. Agoraphobie beschreibt die Angst vor der Außenwelt und ist die häufigste Form der Angststörung.

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Agoraphobie oder Klaustrophobie ist eine gewisse Art von Angsterkrankung. Auslöser der Furcht sind gewisse Stellen und Gegebenheiten wie breite Felder oder Menschenmassen. Agoraphobie tritt auch auf, wenn Menschen große Entfernungen vermeiden oder allein oder aus Furcht allein oder im Allgemeinen unterwegs sind. In der Psyche wird die Furcht vor großen Freiräumen als Klaustrophobie beschrieben.

Im Umgangssprachlichen wird dieser Fachausdruck jedoch für den entgegengesetzten Zustand der Furcht benutzt, und zwar für Engstellen. In der Vergangenheit wurde der Ausdruck Agoraphobie ausschliesslich aus Furcht vor grossen gesellschaftlichen Orten benutzt. Es beinhaltet nun auch die Furcht vor anderen Zuständen, so dass nach ICD-10 zumindest zwei der nachfolgenden Furchtauslöser erkennbar sein müssen:

Der zuletzt geltende ICD-10 2006 macht keinen Unterschied zwischen dem Vorliegen oder Nichtvorliegen von Panikanfällen. Die nur in Deutschland geltende GM (German Modification) ICD-10 2010 legt das Vorliegen oder Nichtvorliegen von Angstzuständen innerhalb der Diagnostik Agoraphobie fest (F40. 0). Agoraphobie wird als überlegen angesehen und kann ohne Angststörung (F40. 00) oder Angststörung (F40. 01) eingestuft werden.

Im Gegensatz dazu ist die Agoraphobie bei DSM-IV einer panischen Störung unterworfen. Das Paniksyndrom ist eine primäre Störung und kann mit oder ohne Agoraphobie beschrieben werden. Der Befund "Agoraphobie" ohne Angststörung in der Urgeschichte existiert gesondert. Das ICD-10 umfasst auch die Bereiche Öchlophobie (aus dem Griechischen: Öchlos = "Menge" und Phobo ="Angst, Angst"), Öchlophobie (Griechisch: Ö-, "innerhalb") und Demoophobie (Griechisch: Önophobie ="Menschen") unter Agoraphobie.

Auf der Grundlage der National Comorbidity Survey Replication Survey in den USA wurden 2006 auch Daten über den Zusammenhang zwischen Agoraphobie, Angstzuständen und Panikstörungen (im Sinne des DSM-IV) publiziert. 2005 haben Kituchi et al. von der University of Kanazawa in Japan 233 Patientinnen mit Panikstörungen (99 Mann, 134 Frauen), 63 ohne und 170 mit Agoraphobie untersucht.

Die letztgenannte Kategorie ergab im Durchschnitt eine längere anhaltende panische Störung und eine erhöhte Häufigkeit einer verallgemeinerten Angsterkrankung. Es gab keine Differenzen in Bezug auf ausgeprägte depressive Ereignisse, Schwere der individuellen Angstzustände oder Geschlechterverteilung. Es wurde auch festgestellt, dass etwas mehr als 40 Prozent derjenigen, die eine panische Erkrankung hatten, innerhalb von 24 Schwangerschaftswochen auch Agoraphobie hatten und dass diese Personengruppe sich auch nicht in Bezug auf Lebensalter und Geschlecht unterschieden hat.

Wenn Agoraphobie ein Anzeichen einer Grunderkrankung ist, wird diese Krankheit angemessen aufbereitet. Bei einer eigenständigen Störung der Agoraphobie zählen sowohl Psychotherapie als auch psychotrope Medikamente zur Standardtherapie. Agoraphobie. Das Massachusetts Institute of Technology Press, 1996, ISBN 0-262-04158-8, S. 269 Katholiken A. Brehony: Frauen und Agoraphobie. Sigmund Freud: Hemmungen, Symptome und Angstzustände.

Teil 6: Hyssterie und Furcht. Frankfurt/Main 1970, S. 253 und 283 Gerda Lazarus-Mainka, Stephanie Siebeneick: Furcht und Anspannung. Heinz-Peter Schmiedebach: Agoraphobie. Die Gruyter, Berlin/ New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 17 f. Silvia Schneider, Jürgen Margraf: Agoraphobie und Kurzschluss. Göttingen 1998, ISBN 3-8017-1011-4 (= Fortschritt der Psychotherapie).

Capefhammer (Ed.): Psychologie, Physiotherapie, Psychosomatik, Physiotherapie. Deutsches Buchverlagshaus, München 2008, ISBN 978-3-423-34231-5. ? von Andrew Mathews, Michael G. Gelder, Derek W. Johnston: Agoraphobie. psychiatrische, psychosomatische Medizin, psychotherapeutische Behandlung. Springer, 83. Gökce Ipeklioglu: Angststörung und Agoraphobie. Nordstedt 2000. Frank Schneider: Fachkenntnisse in den Bereichen Orthopädie und Krankengymnastik. Springer, 2011/ L. McCabe, J. Cairney, S. Valdhuizen, N. Herrmann, D. L. Streiner: Prävalenz und Korrelate der Agoraphobie bei älteren Menschen.

Nina Heinrichs, Georg W. Alpers, Alexander L. Gerlach: Evidenzbasierter Leitfaden für die psychotherapeutische Behandlung von Panikstörungen und Agoraphobie. Göttingens 2009. 11 Signrun Schmidt-Traub: Überwindung der Angst: Hilfe zur Selbsterhaltung in Not und Agoraphobie. In der ISBN 3-437-00759-9. Thomas Lang, Sylvia Helbig-Lang, Deutschland: Expositionsbedingte Behandlung von Panikstörungen mit Agoraphobie: Ein Behandlungshandbuch.

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