Allergie

Verträglichkeit

Allergieaspekte aus der Perspektive der Antroposophischen Gesundheitsmedizin - Volltext - Swiss Journal of Integrative Medicine 2017, Vol. 29, No. 1

Die Betroffenen werden die Frühjahrsdüfte kaum als süß empfinden, wenn sie ihre meist stickige und/oder tropfende Schnauze zum Frühjahrshimmel strecken und statt entfernter Harpentöne niesende Attacken in ihren fassungslosen Ohrläppchen erzeugen. Heufieber " ist ohne Zweifel der klassische Begriff auf der Allergieebene, auch wenn er nicht mit den Heublüten im Frühling zu tun hat. Andere Allergieauslöser pflanzlicher und tierischer Herkunft - jeweils mit bestimmten Zeit- und Platzverhältnissen - gewährleisten schließlich ganzjährig eine Allergenpräsenz über das ganze Jahr in Deutschland.

Häufig sind es Haushaltsstaubmilben, Schimmel, Tierhaare, Feder und/oder Nahrung (auch als "Kreuzallergie"), die individuell, in Verbindung mit anderen oder wechselseitig zu Auslösen verschiedener, dem Allergenkreis zugeschriebener Krankheitsbilder, werden. Das geht bis hin zu Erscheinungsformen, deren Haupt- und Nebenursache kaum zu unterscheiden sind, die in einer nahezu unbegrenzten Auflistung möglicher Allergieauslöser verloren gehen und nach "wiederkehrenden Infektionen" greifen.

Der Grund für den unbestrittenen Anstieg der allergischen Krankheiten in den vergangenen 40-50 Jahren ist letztendlich ungeklärt. Aber unser Lifestyle beinhaltet auch andere Bedingungen: wechselnde Tages-, Jahres- und Ernährungsrhythmen sowie industrielle vorbereitete, vergällte (Fertig-)Lebensmittel mit einer Vielfalt von Zusätzen, die von einer rationalen, monotonen und mit Herbiziden und Insektiziden ausgestatteten und monotonen Ackerbau produziert werden. Untersuchungen zeigen korrespondierende allergiefördernde Wirkungen[1,2,3].

Dies sind Lebenskontexte, die für unsere Immunabwehr lebenswichtig sind und deren Veränderung auch für die Entstehung übermäßiger Allergien von großer Wichtigkeit sein dürfte. Die unterschiedliche Tier- und Pflanzenwelt an Schleimhaut und Schale wird sich verändern - auch an den bisher als kontaminationsfrei geltenden Luftwegen - und damit die vielfältig ausgewogenen Verhältnisse in den menschlichen Verhältnissen zum Mitleben.

Die Suche nach der einen Grundursache für die Allergie-Epidemie wird umsonst sein. Neben den bereits erwähnten Krankheiten, die sich in den vergangenen Dekaden drastisch gewandelt haben, an die sich der Mensch über Tausende von Jahren nicht gewöhnen konnte und von denen daher niemand behaupten kann, dass sie nicht krankheitserregend und mindestens "allergene Kofaktoren" werden können.

Eine groß angelegte Untersuchung fand beispielsweise einen Korrelation zwischen Bildung und Lebensweise in Beruf und Privatleben und dem Risiko von Allergien[4,5,6]. Das sind alles Erkrankungen, die sich in unterschiedlicher Weise in Leib und Geist einprägen können und wahrscheinlich für das deutlich erhöhte Atopierisiko in Allergikerfamilien zumindest so wichtig sind wie die vielfach genannten Gene[1].

Stellt man sich vor, die Zustände auf einen einheitlichen Wert zu setzen, sie auf eine grundlegende Ursache, auf ein grundlegendes Phänomen zu beschränken, dann kommt einem die folgende Annahme in den Sinn: Der Mensch entledigt sich immer mehr des Lebens, das ihn produziert und hält, je mehr wird sein eigenes Schicksal gegen das um ihn herumliegende ausrichten.

Unter diesem Gesichtspunkt wird die überempfindliche physische Wahrnehmung der Art durch den Allergiker zu einem Gegensatz, einem Gegensätzlichkeitsbild zur mentalen und spirituellen Empfindsamkeit gegenüber der Art, die sich in Mörike's anfangs zitiertem Poem wiederfindet. Der " Zurück zur Wildnis " eines Rousseau kann jedoch nicht existieren. Natürlichkeit statt Kunst - dieser Weg ist seit der "Vertreibung aus dem Paradies" blockiert.

Der Weg zu mehr Zivilisation im Umgangs mit der Umwelt ist noch frei. Dies könnte auch der ideale Weg zu einer supraindividuellen Vorbeugung der Allergie-Epidemie sein. Kenntnis der Lebensbedingungen. Die Erkenntnis der Geschlossenheit zwischen Mensch und Erde und den daraus resultierenden Wertvorstellungen in gut verstandenem Selbstinteresse an dem lebensfähigen Dasein: Das ist die Grundlage unseres Lebens:

Mit der Eingewöhnung in die Zeit, die Zeit, die Natur und ihre Lebensweise kann eine persönliche Vorbeugung und Behandlung einkehren. Die Betroffenen (für sich und ggf. die Kinder) werden es nicht vermeiden können, die Allergene und ihre Wechselbeziehungen zu verstehen und die Präventionsfaktoren zu beachten. Allergiker, die ihre Konzentration und (Natur-)Wahrnehmung trainiert haben, wissen, "ihre" Jahreszeit.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Beschwerden auch ohne Therapie bis hin zur völligen Einstellung nachlassen - z.B. im Rahmen geänderter Lebensumstände und/oder biographischer Einflüsse. Aber auch das Gegenteilige tritt ein: die unerwartete Wiederkehr einer Allergie, von der angenommen wurde, dass sie mit den gleichen oder unterschiedlichen Symptomen überstanden ist. Einige atopische Patienten müssen erfahren, dass ihr Leid von Jahr zu Jahr steigt, dass Arzneimittel immer weniger hilft und dass sich die Hypersensibilität - zunächst nur auf ein Allergieauslöser, z.B. auf ein Allergieauslöser - immer mehr ausweitet und/oder eine Symptomänderung auftritt, dass z.B. ein "Bodenwechsel" auftritt, ein zuvor saisonbedingtes Alltagsasthma zu einem Ganzjahres- oder/und zunehmenden Kopfschmerzanfall, häufige Atemwegsinfektionen oder/und gastrointestinale Symptomatiken führt.

Patientinnen und Patienten mit mehreren und/oder sich ändernden Beschwerden sind offensichtlich ein zunehmender Kundenkreis. Atemwegsinfektionen und Allergien (abwechselnd oder gleichzeitig) greifen nach außen und sind letztendlich nicht mehr zu unterscheiden. Unterschiedlich und in unterschiedlichen Formen und Ausprägungen findet man: Polyposenasi, Rezidive oder konjunkturelle Sinusitis, ungenügend kont. gesteuertes Neuronales Ekzem. Zugleich oder alternierend werden "Lebensmittelallergien" beklagt: Wetter, Spastik, Durchfall und/oder Verstopfung.

Verschiedene Fachbereiche (Allergologie, Lungenheilkunde, HNO- und Gastroenterologie), Heilmediziner und ebenso viele Diagnose- und Therapieansätze. Unverträglichkeiten (Laktose, Glucose, Fruktose), Pilzkrankheiten und verschiedene Allergieerkrankungen werden dem Betroffenen immer öfter als Ursachen gemeldet. Mit homöopathischen Mitteln und naturopathischen Maßnahmen können nahezu alle Formen von Allergie gelindert werden. Wenn sich die Wirkung zeigt, kann die Creme über einen Zeitraum von Jahren und in unterschiedlichen Dosierungen, wenn möglich präventiv, mehrmals angewendet werden: als Spritze z.B. über 7 HWK (Verbrennungen, wird nicht immer toleriert), über Zerstäuber (Nase und/oder Atemwege), als Nasensprüher oder als Tropfen am Auge.

Kieselerde (Quarz) ist eine Verbindung, die im Allgemeinen eine entzündungshemmende und abgrenzende Wirkung auf die Haut hat; daher können Hautblütenstände mit Quartz D10-D20-D30 injiziert werden. Entzündungsspezifischer sind oft "tierischer und pflanzlicher Quarz": Apis mellifica (D3(chronisch)-D20-D30 (letzteres bei hochakuten Allergieerkrankungen, z.B. Anaphylaxie)) und Arnika (Potenzen wie bei Apis).

Konjunktivitis kann in der Regel innerhalb weniger Stunden durch Quarzspritzen (D20) in die Lider beseitigt werden. Alternative: In die Bindehaut rieselnder Quartz oder als Tropfen (Fertigprodukt: Weleda). Allergie, asthmatische und autoimmune Erkrankungen. Bronchitis und (auch asthmatischer) Erkältungshusten werden durch Hitzequellen in der Brustdrüse (bis hin zur Entwicklung der Ingwerbrust) und/oder durch essentielle öle (antibakteriell, vergrößerter Abstand - z.B. Eukalyptus, auch für das Wohnzimmer) gemildert.

S3 Richtlinie Allergienprävention - Stand 2014 Richtlinie der DGAKI und der DGKJ (Deutsche Vereinigung für Kinder- und Jugendmedizin). Allergie J In 2014;23:186-199. von Mutius E, Pearce N, et al.: Antibiotikaeinsatz im Säuglingsalter und Symptome von Akupunktur, Rhinokonjunktivitis und Ekzemen bei Kindern im Alter von 6 und 7 Jahren:

Internationale Studie über Asthma und Allergie bei Kindern, Stufe III. Immunol J Allergie Klinik 2009;124:982-989. Steiner Schulkinder: Flöistrup H, Swartz J, Bergström A, et al.: Allergische Erkrankungen und Sensibilitäten bei Steiner Schülern. Immunol der J Allergie-Klinik 2006;117:59-66. Frieistrup H, Swartz J, Bergström A, et al: Allergie und Bewusstseinsbildung bei Waldschülern. Die Veröffentlichung darf ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers nicht in andere Sprachen übersetzt, reproduziert oder in irgendeiner Form oder mit irgendwelchen Mitteln, elektronisch oder mechanisch, einschließlich Fotokopie, Aufzeichnung, Mikrokopie oder durch ein Informationsspeicherungs- und -abrufsystem, verwendet werden.

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