Anatomie Definition

Definition der Anatomie

Anatomie unserer Zeit ist viel mehr als Dissektion. Die Anatomie w[aus dem Griechischen anatom? = Dissektion], die Wissenschaft vom Aufbau von Organismen.

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Anatomie ist die deskriptive Wissenschaft von der Struktur (Morphologie) des Menschen und seiner Organe (Histologie) und deren Entstehung (Embryologie). Anatomie lässt sich weiter in Bereiche unterteilen, die sich präziser mit unterschiedlichen Bereichen des Menschen befassen, z.B. krankhafte Anatomie und histopathologische Untersuchungen sind Unterbereiche, die sich eng mit der Anatomie überlagern.

Forschung, Darstellung und Lehre der Anatomie des Menschen erfolgen mit verschiedenen Verfahren und Ansätzen. Die Anatomie kann in der Praxis durch die Verbindung mehrerer Verfahren am besten verstanden werden. Die mesopotamische Keilschrift besagt, dass die sumerischen und babylonischen Menschen bereits um 3.500 v. Chr. über grundlegende Kenntnisse der Anatomie verfügen.

Zwar haben die einzelnen Kulturkreise - vor allem die Ägypter - eine verblüffende Kunst im Kampf mit dem Leichnam entwickelt, doch wurde die Anatomie in der Vergangenheit durch die Tatsache behindert, dass der Leichnam der Verstorbenen in vielen Staaten als unberührbar erachtet wurde. Das Einführen der Anatomie als Gebiet des medizinischen Wissens lässt sich im Grunde auf die griechischen Galenos von Pergamon (129-201) zurückführen.

Ausgehend von seinen Erkenntnissen aus der Anatomie entstand sein Lehrbuch "De anatomicis administrationibus". Galen's Ergebnisse beruhen jedoch hauptsächlich auf dem Schnitt der Tiere, so dass sie zahllose Irrtümer in Bezug auf die Anatomie des Menschen enthalten. Der Gründer der heutigen Anatomie ist Andreas Vesalius, kurz "Vesal" (1514-1564), der das 1543 veröffentlichte 7-bändige Kunstwerk "De humani corporis fabrica" schrieb.

Anatomie ist ein eigenständiger wissenschaftlicher Teilbereich der Humanmedizin und Teil der präklinischen Studien. In Deutschland sind die zu unterrichtenden Lerninhalte im Fachkatalog für den ersten Teil der medizinischen Untersuchung, die GK 1, festgelegt. Das Wissen wird durch Lehrveranstaltungen und Praxisübungen vermittelt, in denen Körper zerlegt werden, dem sogenannten Präparationskurs ("Vorbereitungskurs").

Es gibt etwa 40 hochschulanatomische Einrichtungen in Deutschland. Selbst wenn sich die Struktur des Menschen nicht wesentlich ändert, ist die Anatomie keinesfalls eine Statik. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die vollständige digitale Erfassung der Anatomie des Menschen, um der Klinik eine Form von "GPS" für den Menschen bei eingreifenden Interventionen zur Verfügung zu stellen.

Anatomie des Menschen kann nach systemischen Gesichtspunkten in miteinander verknüpfte Organismen oder nach topographischen Gesichtspunkten in Bereiche unterteilt werden. Die gebräuchlichen Lehrbücher der Anatomie enthalten eine Vielzahl unterschiedlicher Strukturierungsansätze, die im Kern auf diesen beiden Varianten basieren. Inhalt, der nicht einem spezifischen Organismus oder einer spezifischen Gliederung innerhalb eines Organismus zuzuordnen ist, ist Thema der allgemeinen Anatomie.

Die Anatomie in den einzelnen Gebieten ist aus praktisch-klinischer Perspektive besonders wichtig, da sie topographische Verhältnisse berücksichtigen. Die Fachanatomie ist im Flexicon nach dem Fachkatalog für den ersten Teil der medizinischen Untersuchung (GK1) des IMPP wie folgend gegliedert:

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