Anna Selbdritt

Frau Anna Selbdritt

In der christlichen Ikonographie beschreibt Anna selbdritt eine Darstellung der heiligen Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind. Hinweis: In Museums- und Ausstellungskatalogen sowie in der kunsthistorischen Literatur taucht häufig die Großschreibung Anna Selbdritt auf. Jesukind Anna, die Mutter Mariens.

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In christlicher Ikonografie beschreibt Anna selbdritt eine Repräsentation der hl. Anna mit ihrer Tocher Maria und dem Kind Jesus. Die Bildart zählt zu den Devotionalien, die sich im Spätmittelalter und besonders oft und in vielen Formen in Deutschland und den Niederlanden, aber auch in Italien und Spanien entwickelt haben. Die Bezeichnung "Dritte" ist ein alter Begriff für "als Teil einer Dreiergruppe" oder "zu dritt".

Das älteste bekannte Bildnis der Maria ist die Wandgemälde in der so genannten "Drei-Mütter-Nische" aus dem achten Jh. in der Santa Maria Antiqua Kirchlein im römischen Forumsgebäude. Die Abbildung zeigt die Heilige Jungfrau mit dem Kind Jesus in einer Mandora, links Elisabeth mit Johannes dem Täufer und rechts die Heilige Anna mit ihrer Töchterchen Maria.

Charakteristisch für diese frühe Malerei ist die relativ kleine, mädchenhafte marianische Figur im Verhältnis zur Ana. Besonders berühmt ist ein Bild von Leonardo da Vincis, das zwischen 1500 und 1510 während seines Aufenthalts in Florenz entstand. Ausgehend von Sigmund Freud war Anna selbdritt von Leonardo da Vinci immer wieder der Startpunkt für psychologische Überlegungen.

Alles in allem sind viele von Annas Plastiken, Gemälden und Altarbildern in den europäischen Gemeinden überliefert. Auch auf verschiedenen Münze und Siegel ist das Bildmotiv zu sehen, die erzgebirgische Gemeinde Annaberg-Buchholz hat eine Anna im Stadtwappen. Zuweilen wurde die Repräsentation von St. Joachim und Joseph zu einem grösseren Bild der Familie, der so genannten Hl.

Manchmal wird auch Annas Mütterchen in den Entwurf einer solchen Malerei aufgenommen, Exemplare dieser Art findet man im Münster von Minden und im Limburgischen Dome. Im Dortmunder (Sammlung Cremer) gibt es ein Bild des Meister von 1473: St. Anna Selbdritt mit vielen Heiligtümern. Die Bildart Anna entstand aus dem mittelalterlichen Annen Kult.

Aber da es keine biblische Quelle über die Anwesenheit von Mariens Vater Anna und Pater Joachim gibt, die später von Annas Schwester Emerantia begleitet wurden, verwiesen die Maler auf die apokryphen Gospels und die beliebte Legende von Jakobus de Voragine in vielen Lebensthemen Mariens, darunter Anna Seldritt.

Das apokryphe Evangelium des Jakobs erzählt von einem älteren Tempelpfarrer namens Joachim, der nach einer langen Heirat mit seiner Ehefrau Anna noch keine Kinder hatte und dessen Opferung im Kloster aus diesem Anlaß von seinem Oberpriester zurückgewiesen worden war. In der Folge erschienen Joachim und Anna ein Engelsbild, das ihnen die Geburtsstunde einer Maria prophezeite.

Auch die Mariendarstellung im Gotteshaus, auch "Marientempelweg" oder "Marientempelweg" oder "Marienpfad" oder "Marienpfad" genannt, wurde in der westlichen Malerei ein beliebtes Motiv. Der Kult von Anna wurde durch die Aufnahme von Sixtus IV. in den romanischen Kalender der Heiligen und die Vorstellung des Festes der Heiligen Anna durch Gregor XIII. verstärkt Viele der vielen Brüderschaften, besonders in Deutschland, haben sie als Patronin gewählt und Kapelle und Altar gespendet, auf denen oft die Heiligenfiguren der Heiligen Anna selbst errichtet wurden.

Die große Zahl der Patronate der hl. Anna in West-, Mittel- und Osteuropa ist ein Hinweis auf den in Europa weit verbreitet. Bei Marlies Buchholz: Anna selbst. Darstellungen eines wirksamen Schutzheiligen. 2005, ISBN 3-7845-2113-4 Johannes H. Emminghaus: Anna Selbdritt. Bd. Volume 5, p. 185-190. Sigmund Freud: A childhood memory of Leonardo da Vinci an ( "Schriften zur angewandten Seelenkunde" Bd. Vol. 7, S. B. D. ID 846752-3).

Meyers Schapiro: Leonardo und Freud: Eine kunsthistorische Studie.

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