Anthroposophische Erziehung Kleinkind

Antroposophische Bildung Kleinkind

Die anthroposophische Anthropologie: Gaben des physischen Körpers). Im Bildungsalltag mit den Kindern erlebe ich immer wieder erstaunt, wie stark sie alles nachahmen, was in ihrer Umgebung geschieht. Man darf zu Recht von der Erziehungskunst Rudolf Steiners sprechen.

Vorschul- und Grundschuljahre bis ca. 10 Jahre alt

Abgestimmte Körperbewegung und Entdeckungsfreude - mit allen Sinnen - ist das Selbstverständnis von Kindern dieses Zeitalters ( "Anthroposophische Studie des Menschen: Gaben des leiblichen Körpers"). Es sind auch ausschliesslich evolutionär-physiologische und seelische Ursachen, die ein strenges Verbot von PCs und Multimedia für Kindergarten und Grundschule zum Leitbild der Waldorfpädagogik machen (vgl. Heute Kind sein: Medienkompetenz und Technik).

Nicht nur, weil die so genannte Entwicklungsregion frisches Trinkwasser, ärztliche Basisversorgung und "richtige Schulen" braucht, sondern weil jede hundertstelstündige Präsenz vor dem Fernseher den Aufstieg eigener, nicht veränderter Innenbilder erschwert und verhindert, dass sich die Kleinen in Bewegung setzen (siehe Anthroposophische Menschenkunde: Gaben des Körpers). Augenblicke der ungeteilten Zuwendung für das Kind: z.B. beim Stehen und Schlafengehen und dann hin und wieder am Tag, wenn eine Bekanntschaft, ein Bewusstsein stattfindet.

Eine " nonverbale " Erziehung: nicht das gesprochene Wort, sondern die Tat, das Modell, das verdeutlicht, um was es geht. Es ist der einzige Weg, wie sich das Baby wohlfühlen wird. Selbst wenn der Tag ansonsten mit vielen Aufgaben gespannt ist, hat das Kleinkind im Bewußtsein, es "trägt das Denken ein, nimmt es mit". Zeig uns Glück und Anerkennung. Legen Sie eindeutige Abgrenzungen fest und "leben" Sie.

Sie lernen, ihren Aktionsradius zu erfassen und mit ihnen umzugehen. Die mathematischen Gesetzmäßigkeiten haben auch ihre Schönheiten, weil sie "richtig" und konstitutiv sind, nicht nur in Technologie und Naturwissenschaften, sondern auch im Dasein. Lediglich das sollte an Geräte übertragen werden, die man im Grunde genommen auch meistert und durchsetzt ( "Heute ein Kind sein: Medienkompetenz und Technologie").

Mentales Rechnen, Schauspiel, Musik machen, Tanz, Reisen und Entdecken erleben, das Erlernen von "lebendigen" Zusammenhängen - das sollte jetzt im Mittelpunkt sein. Das, was zu Haus oft viel zu frühzeitig als Zugeständnisse an die Multimedia-Industrie zugegeben wird, sollte die Schulen noch mehr dazu bewegen, die Lebens- und Wirklichkeit an die Statt von Technologie und Virtualisierung zu stellen.

Konversationskultur - das Kleinkind, das die Jugend an spannenden Erwachsenengesprächen teilnehmen lässt. Wohnen mit innerlichen Fragen: Diejenigen, die aus ihren Irrtümern lernen, entwickeln sich dauerhaft - dementsprechend arbeitet ein gemeinsames Mitarbeiterteam. Sie sehen es an der Art und Weise, wie die jungen Menschen mit Bewegung gehen und spielen, in ihrer Haltung und ihrem Gesichtsausdruck, ob sie Überlegungen haben, die sie inspirieren, motivieren und "aufrecht" machen, oder ob sie Gedankenlosigkeit und damit Trägheit und Unachtsamkeit erfahren.

Im Gymnasium sind die pädagogischen Maximen der Imitation und des Vorbildes, der Kohärenz und des Schönen von sekundärer Wichtigkeit. Woher weißt du, dass du lehren musst, damit der junge Mensch selbst die in diesem Fach sinnvollen Erkenntnisse gewinnen kann? Es geht nicht darum, dass der junge Mensch nicht erzählt, was man sich selbst ausgedacht hat, sondern dass man ihm Standpunkte gibt, Rahmenbedingungen beschreibt, auf deren Grundlage er selbst die Antwort auf eine bestimmte Fragestellung finden kann?

Eine Kultur des Fragens aufbauen, das "Denken für sich selbst" fördern. Freunde und Weggefährten sein, sich dafür interessieren, was den jungen Menschen betrifft (vgl. Heute ein Elternteil sein: Die Rolle der Erziehungsberechtigten nach der Pubertät). Zu erlernen, sich über das "ganz Andere" zu erfreuen, zu begreifen, was den jungen Menschen anspricht. Wir stehen zu dir - ganz gleich, was passiert - und ich bin neugierig, wie sich dein eigenes Schicksal entwickelt.

Lehre als Prozess der Selbsterkenntnis zu betrachten, Bildung in allen Lebensphasen als Selbstbildung - es ist wichtig, sich selbst nachzuahmen, dann die Kohärenz selbst zu erfahren, wenn unterschiedliche Verbindungen und Verständigungsmöglichkeiten erklärt werden, und sich endlich zu erkennen, was nachgefragt wird - das ist der grundlegende Nerv einer auf Entwicklungsphysiologie basierenden Bildung. So wie das Kleinkind selbst ist, das sich entfaltet, so sollte es immer die Erfahrung haben, dies oder das, was ich selbst beobachtete, mich sah, mich selbst lernte.

"Das " Selbstmachen " bereitet dem kleinen Baby schon viel mehr Spaß, als alle möglichen Dinge von demjenigen entfernen zu lassen, der es "besser" machen kann. Entwicklungsphysiologische Bildung stimuliert die Selbstständigkeit, versteht den Bildungsauftrag, wie Rudolf Steiner ihn in seinem Basler Lehrerlehrgang charakterisiert: Jegliche Bildung ist Selbstbildung, und als Lehrkräfte und Pädagogen sind wir in Wirklichkeit nur die Umwelt des selbstlernenden Kinds.

Man muss das bestmögliche Umfeld aufgeben, damit das Kleinkind sich uns gegenüber bilden kann, während es sich durch sein innewohnendes Geschick bilden muss. Derjenige, der auf diese Weise zu sich kommt, ist dann in seinem späten Alter so weit tätig, dass er sich nicht langweilt. Sie hat die Möglichkeit, ein selbst bestimmtes Eigenleben zu führen.

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