Anthroposophische Hebamme

Antroposophische Hebamme

Zweck des Vereins ist es, ein Netzwerk für anthroposophisch orientierte arbeitende und interessierte Hebammen zu schaffen. "Diese Sichtweise der Schwangerschaft ist ganzheitlich und umfassend: Körper, Seele und Geist werden berücksichtigt", erklärt Hebamme Christina Hinderlich. Guten Tag, ab August ziehen wir nach Frankfurt am Main (Nord) und ich suche dort eine anthroposophisch orientierte Hebamme und/oder einen Geburtsort.

Die anthroposophische Hebammenarbeit - Was ist das?

Der Tätigkeitsbereich einer antroposophischen Hebamme erstreckt sich auf die Gebiete Trächtigkeit, Entbindung, Puerperium und Laktation im Sinne der Hebammenverordnung, sowohl in klinischer als auch in außerklinischer Hinsicht. Das Werk ist nicht an eine anthroposophische Praxis oder Institution geknüpft. Das Werk der Hebamme ist in all ihren Aktivitäten in das Weltbild der Ethnosophie eingebunden, d.h. es ist auf der Basis von Rudolf Steiner anthropologisch orientier.

Gerade durch ihren Einflussbereich zu Lebensbeginn kann diese Weltsicht das Bewußtsein des gesamten Lebensweges beeinflussen. Die anthroposophischen Geburtshelferinnen sind an dieser Weltsicht interessiert und wollen sich im Umfang ihrer Fähigkeiten weiterbilden. Der anthroposophische Hebammenbetrieb setzt ihre Arbeiten in einen breiteren Kontext (Reinkarnation/Schicksalsdenken). Die anthroposophische Hebamme wird sich, soweit möglich/angegeben, bemühen, anthroposophische Mittel wie anthroposophische Arzneimittel, externe Verwendungen wie z. B. rhytmische Stiche und/oder Kompressen und Polster einzusetzen.

Die anthroposophische Hebamme macht alle Kenntnisse über das Tätigkeitsfeld einer Hebamme zum Erfahrungsaustausch zugänglich, um die weitere Entwicklung der antroposophischen Hebamme zu erleichtern. Die Bedingungen für die Anerkennung als anthroposophische Hebamme sind in der Vereinsordnung festgelegt.

Drei-jährige außerbetriebliche Fortbildung

Sehr geehrte Kollegen, sehr geehrte zukünftige Kollegen, wir laden Sie zu einer ganzheitlichen, teilzeitlichen Fortbildung in der Geburtshilfe der Menschen ein. Die Konzeption sorgt für einen fundierten Wissenstransfer, einen intensiven Austausch von Erfahrungen und einen möglichst hohen praktischen Nutzen. Der Fokus des ersten Jahres richtet sich auf alle Belange rund um die Mutterschaft, im zweiten Jahr auf die Entbindung und im dritten Jahr auf alle Belange rund um die Entbindung.

Es sind alle Geburtshelferinnen und studentischen Geburtshelferinnen mit dabei. Praktische Einblicke in anthroposophische Behandlungsformen. Das Zertifikat wird am vergangenen Wochende vom Vereins für Anthroposophische Hebetechnik e.V. und der Ärztlichen Abteilung am Gothanum vergeben.

Antroposophische Gynäkologie

Trächtigkeit und Entbindung sind etwas ganz Spezielles. Anthroposophische Mediziner betrachten Fortpflanzung und Entbindung als eine ganz normale Erscheinung - und nicht als risikoreiche Vorgänge, die ärztlich beobachtet und kontrolliert werden müssen. Der Schwerpunkt der Anthroposophischen Gesundheitsmedizin liegt vor allem auf der Stärkung des Selbstbewusstseins von Schwangerinnen. Sie werden ermutigt, sich ganz bewußt mit dem zu beschäftigen, was kommen wird - auch mit dem neuen Rhythmus des Lebens.

Anthroposophische Mediziner wollen die Mütter dabei helfen, "gute Hoffnung" in Frieden zu sein. Obwohl die Kindersterblichkeit und die Komplikationsraten auf einem historischen Tiefstand sind, haben viele Mütter heute Angst und Unsicherheit während der Trächtigkeit und der Geburtsvorbereitungen. Die Anthroposophische Medizinerin will dem mit mehr Besonnenheit entgegenwirken - und den zukünftigen Müttern wieder mehr Zuversicht in ihre eigene Stärke geben.

Eine antroposophisch ausgerichtete Gebärhilfe ist durchgängig auf die freie und selbstbestimmte Person der Schwangeren ausgerichtet - und nicht auf gut geplante Krankenhausverfahren. Die anthroposophischen Geburtshelferinnen und -helfer unterstützen die Mütter (und Väter) und Kinder nicht nur beruflich, sondern auch human. So geht die Anthroposophische Medizinerin davon aus, dass das Kleinkind bei der Bestimmung und Gestaltung von Geburtsdatum und -verlauf mitwirkt - und trägt auch diesen Aspekten Rechnung.

Geboren wird der Ort (und die Zeit), den sie einnimmt. Entsprechend liegen die Kaiserschnittraten in den antroposophischen Krankenhäusern mehr als halb so niedrig wie im Landesdurchschnitt. Die Anthroposophische FILDERKINIK ist Spitzenreiterin mit einer regulären Sectio-Rate von 12 bis 13 Prozentpunkten - der Landesdurchschnitt beträgt rund 30 Prozentpunkte.

Die Kaiserschnittuntersuchungen werden in den antroposophischen Gemeinschaftskliniken in Herdecke und Hügelhöhe ebenfalls in weniger als 20 Prozentpunkten durchlaufen.

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