Anthroposophische Weltanschauung

Antroposophische Weltsicht

diese Weltsicht tritt auch in der Lehre in den Vordergrund. Religionen für Anfänger: Wovon vertrauen anthroposophische Wissenschaftler? Sind sie der Erziehung und der religiösen Tradition Rudolf Steiners ihre Selbstdarstellung und Schaffenskraft schuldig? Schließlich scheine einer von Steiners großen Sätzen die Einzigartigkeit des Menschen aufzuschreiben: dieser Mensch ist ein Tröpfchen aus dem endlosen Ozean des Göttlich-Geistigen. Buchstäblich: "Wie sich der Drop auf das Wasser bezieht, so bezieht sich auch das "Ich" auf das Göttliche" (aus: Die geheime Wissenschaft im Überblick).

Was ist der Unterschied zwischen Christ und Anthroposoph? Es ist auch möglich, dass ein Christ eine persönliche Verbindung zu Gott eingeht. Schließlich weist die Antroposophie alle Merkmale ihrer eigenen Religionen auf, und sie beinhaltet viele urchristliche Grundbausteine (z.B. einen ganz besonderen Christusglauben ), aber auch viele, die indischer Herkunft sind (z.B. einen besonderen Menschenwiedergeburtstrieb).

Die religiösen Anthroposophien sind ohne sie undenkbar, auch wenn nicht alle Waldorfpädagogen anthroposophisch sind und die anthroposophische Lehre nicht als Unterrichtsfach erfolgt. Je nachdem, wie groß die Missionsbestrebungen der Lehrkräfte und ihre Hingabe an Rudolf Steiner sind, kommt diese Weltsicht auch im Schulunterricht zum Einsatz. Anthroposophische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler setzen auf die Reinkarnation des Menschen, d.h. die regelmässige Rückkehr des Einzelnen auf die Erdkugel.

Die Wiedergeburt, wie sie von den anthroposophischen Wissenschaftlern verstanden wird, ist kein qualvoller, schicksalhafter Prozess, der immer wieder dieselben Prüfungen durchläuft. Bei der Geburt eines Menschen tritt er aus der geistlichen in die körperliche Umgebung, ein bisher nicht erkennbares Lebewesen wird wiedergeboren. Aus Steiner's Sicht ist das heutige Wohnen vom früheren Wohnen geprägt und geprägt. Es gibt für den christlichen Glauben nur ein einziges irdisches Dasein, keine wiederholten Male desselben, bis der Mensch die Vollkommenheit erreicht hat.

Laut Steiner gibt es hinter der stofflichen Dimension eine höherwertige göttlich-seelische Funktion. Ausschlaggebend ist, welche Schlussfolgerungen sich aus Steiners Glaubensdogma ziehen lassen: Gut gemeinte Waldorfpädagogen werden es im zweiten Sinne nachvollziehen. Einige Dinge erscheinen den Gläubigen in Steiners Religionskosmos geheimnisvoll. Dennoch werden manchmal Wörter wie: "Die Seelen oder Seelenwelten der Erden erscheinen in den erkennbaren Erscheinungsformen und Formaten der Pflanzen" verwendet.

Mehr zum Thema