Anthroposophisches Krankenhaus

Antroposophische Klinik

Anthroposophisches Krankenhaus der BRD (Archiv) In Witten-Herdecke wurde vor 35 Jahren die erste "Klinik ohne Chefarzt" eingeweiht, vor zehn Jahren lobte der damals tätige Gesundheitsminister Horst Seehofer das Gemeindekrankenhaus Witten-Herdecke. Mit der " Praxis ohne Chefarzt " wurde am 12. Oktober 1969 die erste Praxis nach der Vorgabe von Rudolf Steiner erbaut. Die Stifterinnen und Stifter haben ihr Mission Statement wie folgt formuliert: "Unterstützen Sie den Betroffenen bei der Realisierung seiner persönlichen Fähigkeiten und in der Konfrontation mit seinem Krankenkörper, seinem Ziel und seiner Umgebung, um neue Realisierungsmöglichkeiten zu erhalten.

Das anthroposophische Denkvermögen geht über die materiell-technisch fixierte Lebenssituation zwischen Kind und Kegel hinaus. Die Gemeinschaftsklinik Witten-Herdecke verfügt über knapp fünfhundert Pflegebetten in den wichtigen Fachbereichen, von der Unfallmedizin bis zur Psychiatrie, und ist auch bundesweit für alle gesetzlichen und privaten Patienten zugänglich. Die Klinik war auch die treibende Kraft bei der Neugründung der privaten Universität Witten-Herdecke und ist bis heute ihre medizinische Fakultät.

Konrad Schily zählt zum Gründungszirkel des Hauses: "Wir bemühen uns, Rationalmedizin zu machen, also bemühen wir uns, keine Glaubensprinzipien zu kultivieren, woher sie auch kommen. Es wird von den Patientinnen und Studenten gut angenommen. Neurologin Susanne Völlinger: "Es ist nicht so, dass die konventionelle Heilkunde in einer für den Betroffenen schädlichen Art und Weise beschneidet wird, sondern dass sie wirklich durch ein nützliches Zusatzangebot bereichert wird.

Zu diesen Zusatzangeboten gehören speziell abgestimmte Medikamente, spezielle Ernährungsweisen und Therapieformen aller Couleur, die an die schöpferischen Ressourcen der Patientinnen anknüpfen: Farben, Formen, Klänge, Bewegungen und Sprachen. Grundsätzlich geht es bei den Therapiemaßnahmen im Community Hospital darum, die Kausalforschung umzukehren. Es geht nicht darum: Was macht Menschen kränklich?

Ein anthroposophisches Pharmaunternehmen wird von Jürgen Schürholz vertreten: "Wenn es also eine Grippeepidemie gibt, warum gibt es dann Menschen, die immer leistungsfähig sind?

Schily: Wir haben diese Person bisher betreut, und jetzt werden wir Mediziner und Krankenschwestern ihn wäschen und auch auslegen. Ihr wart nur zusammen, ihr wart collegial, und das haben auch die Patientinnen und Studenten anders erlebt. Mit der Eröffnung des Gemeinschaftskrankenhauses Witten-Herdecke am 12. Oktober 1969 wurde eine Vorstellung des Mediziners Gerhard Kienle Wirklichkeit.

Konrad Schily hatte er in den Gründungskreis der Institution aufgenommen. Er hatte im Hinterkopf, dass eine Gemeinde ein solches Krankenhaus für die Allgemeinheit zuständig macht, das heisst, es ist eine Selbstverwaltung.

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