Antroposophische Klinik

Anthroposophische Klinik

Akut-Kliniken mit einem umfassenden Angebot an Diagnostik und Therapie. Therapie von Schlaferkrankungen in der Antroposophischen Klinik - Volltext - Swiss Journal of Integrative Medicine 2017, Vol. 29, No. 6

Im Anschluss an die bereits geschilderte Therapiegruppe "Nervosität"[1] möchte ich eine Einleitung in die Grundzüge des Schlafens und das antroposophische Verständnis des Schlafs sowie einen Bericht über Schlaferkrankungen und deren Therapie während eines Krankenhausaufenthaltes vorlegen. Fazit: Das Gesamtkonzept unserer Klinik fördert den gesünderen Schlafrhythmus unserer Patientinnen und Patientinnen.

Wenn jedoch ein Betroffener mit einer Schlafstörung im Mittelpunkt zu uns kommt und ihn belastet, vervollständigen wir dieses Gesamtkonzept durch die persönliche Betreuung dieses Teilnehmers. Es wird gesunder Schlafrhythmus erklärt, auf die verschiedenen Schlaferkrankungen hingewiesen und dem Betroffenen einen Einblick in unsere Therapiemöglichkeiten und die Hilfsmittel in seinem konkreten Anwendungsfall gegeben.

Man kann unseren Schlafen vor allem als einen äußeren Friedenszustand bezeichnen. Konkret ist der Schlafrhythmus jedoch ein sehr reger Staat. Das wird zum Beispiel bei der Durchführung von Gehirnstrommessungen (EEG) im Schlafe nachvollziehbar. Sie sind nach der rasanten Augenbewegung (REM) benannt, die im Schlafe stattfindet oder nicht (non-REM).

Unsere Schlafphase umfasst die so genannten Non-REM-Phasen in der Sleep-in- oder Sleep-Light-Phase (I und II) und den Tief-Schlafphasen (III und IV). Die vier Stufen sind mit einer erhöhten Freisetzung von Kohlenhydraten und Muskelverspannungen verbunden, während Herz- und Atmungsfrequenz, Druck und Temperatur des Körpers gesenkt werden. In der Nacht gehen wir Menschen alle fünf Stufen mit einer je nach Lebensphase unterschiedliche Anzahl von Malen durch.

Betrachtet man die Schlafmenge, die ein Mensch im Verlauf seines Leben benötigt, um seinen Tag aktiver mitgestalten zu können, so ist dies ganz persönlich und sinkt mit steigendem Leben. Das Schlafen ist in mehr oder weniger kleine Bereiche unterteilt, die nahezu ausschließlich durch die Aufnahme von Nahrung durchbrochen werden.

Bei Erwachsenen liegt die Dauer des Schlafens in der Regel bei etwa 8 Stunden, aber große persönliche Differenzen sind üblich. Wir waren in der Vorgeschichte viel anfälliger für den Verlust unseres Lebens in den Schlafphasen. Daher muss der Schlafen für das menschliche Fortleben spezielle Vorzüge haben, sonst wäre er in der Entwicklung schon lange verdrängt worden.

Tagsüber sind die Glieder des Wesens im Korpus vereinigt und im Schlafe lassen sie die Geist und das "Ich" den Korpus zurück, den sie im Erwachen wieder einnehmen. Mit zunehmender Ausprägung dieses Tempos ist unser Schlafen umso ruhiger. Das ist es, was wir Schlafen nannten. "G "G. Löbbert schildert dies in der hauseigenen Zeitschrift "Quinte".

Mit zunehmender Intensität können die hohen Mitglieder des Wesens tagsüber am Organismus teilnehmen, desto besser löst es sich nachts im Schlafe auf[5]. Somit korrespondiert die Behandlung von Schlaferkrankungen mit einer indirekter Behandlung, indem sie die Bindung der Mitglieder des Wesens an den Körper am Tag und die Ablösung in der Dunkelheit aufnimmt.

Jede fünfte Patientin, die ihren Familienarzt aufsucht, beschwert sich über Schlafschwierigkeiten mit Beeinträchtigungen des täglichen Wohlbefindens im Sozial- und Arbeitsbereich[6]. Mit zunehmendem Lebensalter nimmt die Zahl der Schlaferkrankungen zu und die Betroffenen sind öfter als die Menschen. Die Unterteilung von Backhaus et al.[6] erfolgt in Primär- und Sekundärschlafstörungen, letztere treten im Zusammenhang mit einer psychischen oder physischen Krankheit auf.

Die Diagnose zur Unterscheidung beider Typen ist natürlich die Grundlage für eine gute Versorgung des Erkrankten. Durch die unterschiedlichen Beschwerden können wir zwischen Schlafschwierigkeiten, einer Schlafstörung, einem frühen Aufwachen und einem unruhigen Schlafen nachvollziehen. Schlaferkrankungen können als Ergebnis und Zusammenspiel unterschiedlicher Problemzonen gesehen werden. Bei Uexküll wird zwischen den Gründen für Schlaferkrankungen aufgrund von Körperkrankheiten (körperlich, physiologisch) in der Schichtbetrieb, Jet-Lag oder verschobenen Schlafschichten, psychisch verursacht in Stresssituationen und als symptomatisches Verhalten bei psychischen Krankheiten unterschieden[2].

Drogenbedingte Schlaferkrankungen (pharmakologisch) können ebenfalls als Grund dafür angesehen werden. Schlaferkrankungen gehen mit einem erhöhten Maß an Spannung im Organismus einher. Ich möchte dies mit der direkten und sofortigen Therapie von Schlaferkrankungen erklären. Mit der vertrauensvollen, wertschätzenden Auseinandersetzung und Gesellschaft unserer Patientinnen und Patientinnen in einer gesundheitsförderlichen Atmosphäre mit einer ganzheitlichen Therapie, die ich im Nachfolgenden kurz umreiße.

Der erste Umgang mit unserem Patient ist von unserem Männerbild geprägt: Wir verstehen ihn als einen lebendigen Begleiter, der souverän an seinem Heilungsprozess teilnimmt und in Bezug auf Reife und Selbstbestimmung gestärkt wird. Konkret bedeutet dies, dass der ganze Stationsaufenthalt darauf ausgelegt ist, die Patientenziele mit ihm zusammen zu verwirklichen und mit ihm offen zu diskutieren.

Als Erkrankungen gelten Vorgänge, die zu physischen oder psychischen Erkrankungen oder Veränderungen und damit zu nicht mehr harmonischen Zusammenhängen zwischen Leib, Verstand und Psyche eines Pflegebedürftigen führen[4]. Erkrankungen werden nicht als Ganzes betrachtet, sondern einzeln oder behandelt. Übergeordnetes Ziel der Therapie ist neben der messbare Ergebnisverbesserung die Optimierung des Allgemeinzustandes und der persönlichen Lebensumstände des Betroffenen.

Jeder Betroffene wird von zwei Betreuern (Pflegekräften) intensiv und persönlich miterlebt. Die Pflegegruppe betreut die Patientinnen und Patientinnen 24 Stunden am Tag, jeden Tag. Das Sozialamt kooperiert mit uns, so dass sich unser Betroffener auch in alltäglichen Fragen gestützt fühlt. Diese wird durch: Für die unmittelbare Therapie von Schlaferkrankungen haben wir die oben genannte mittelbare Stütze als Grundvoraussetzung aufgelistet.

Der Patient wird über die besten Voraussetzungen für einen gesunden Schlaf, die Entwicklung von Schlaferkrankungen und deren Therapie (Psychoedukation) informiert. Um es als Teil der Stimmigkeit im Sinn der Selutogenese zu verstehen, betrachten wir zunächst das Benehmen und dann die Gedanken, Gefühle und den Willen des Pat. den Inhalt. Dazu wird die jeweilige Tag- und Nachtstruktur des Betroffenen im Rahmen einer verhaltensanalytischen Betrachtung vor dem Betreten betrachtet, um das Schlafproblem zu verdeutlichen und unsere Betroffenen persönlich behandeln zu können.

Es werden maßgeschneiderte Lösungen entwickelt. Der Patient erhält ein individuelles Werkzeug zur Behandlung seiner Schlafstörung. Dazu gehört die angemessene Schlafvorbereitung und ein strenger Rhythmus[4]. - Keine nächtliche Blicke auf die Uhr; - warenme Füße; - keine sportlichen oder heißen Badewannen kurz vor dem Zubettgehen; - leichte Kost vor dem Zubettgehen; - individuelles Entwickeln einer schlaffördernden Umgebung; - Schlaftee oder natürliches schlafförderndes Mittel.

Aufmerksamkeitsübungen, die wir mit unseren Patientinnen und Studenten durchführen, sind: Fokussierung auf die Aktivität des Gehens mit Wahrnehmungen der verschiedenen Gruppen. Die Schlafübergänge sind ganz bewußt als Hilfsmittel zum Einschlafen konzipiert. Individuelle Patientinnen und Patienten erstellen gern ein Sonnentagebuch, in dem gute Tagesmomente als Überbrückung in die Dunkelheit gezählt werden.

Einige Patientinnen und Patientinnen können angenehmer einschlafen, wenn die Nachtwächterin ein- bis zweimal in der Dunkelheit den Raum besucht. Bei Schlafunterbrechungen ist Stehen mehr als das Herumrollen im wachem Bettte. Auch der begleitende Gedankenaustausch mit anderen Gedanken wird von unseren Patientinnen und Studenten als sehr hilfsbereit erlebt. Bis zum Ende der Dunkelheit begleiten wir dann einzelne Patientinnen und Patientinnen in der Weckphase mit Kompressen oder Polstern, um die "Angst vor dem Tag" zu lindern.

In der stationären Versorgung unterstützen wir unsere Patientinnen und Patientinnen dabei, wieder einen gesünderen Bewegungsrhythmus zu erreichen. Es geht darum, bestehende und neue Lebensrhythmen zu harmonisieren, die individuellen Lebensphasen bewusst zu prägen und die Transitionen zu erhalten[9]. Zu diesem Zweck wird ein Gefüge im Sinn einer rhythmischen Prozessführung mit (abwechselnden) Aktivitäts- und Ruhephasen, von Empfangen und Unabhängigkeit, von Reden und Zuhören, von Gemeinsamkeit und Einsamkeit (Eigengestaltung) aufgebaut.

  • Rhythmus: Unsere Patientinnen und Patientinnen sind an der Feier der Saison und ihrer Festivals teilzunehmen.

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