Ayurveda Medizin

Die Ayurvedische Medizin

Traditionelle Indische Medizin (TIM), Ayurveda, ist in den letzten Jahren in Deutschland immer bekannter geworden, wurde aber von ayurvedischen Anhängern neu interpretiert. Die berufsbegleitende Ayurveda-Studie zum Master of Science in Ayurveda-Medizin dauert vier Jahre und wird durch klinische Praktika ergänzt. Ayurvedische Medizin ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als medizinische Wissenschaft anerkannt.

Ayurvedamedizin

Ayurveda, "Wissen vom Leben", ist das uralte indische Gesundheitswesen, bezeichnet ein vollständiges Selbstverständnis. Im Ayurveda heißt es, das Zusammenspiel von Leib, Seele, Geist und Umgebung. Kerstin Rosenberg führt Sie in die Ayurvedawelt ein.... Der Ayurveda ist Indiens 3500 Jahre altes schriftliches Gesundheitswesen, das ein vollständiges Konzept des Lebens wiedergibt.

Man kann Ayurveda mit "Wissen vom Leben" übersetzen. Im Ayurveda heißt es, das Zusammenspiel von Leib, Geist, Seele und Umgebung. Der Ayurveda ist eine holistische Unterweisung, die auf den drei "Doshas", Vata, Pitta und Kapha basiert, die die körpereigenen Regelsysteme auszeichnen. Der Ayurveda verlässt sich auf den Selbstverantwortlichen, der versteht, dass es sich bei der Krankheit um einen Staat handelt, für den er selbst eintritt.

Ayurveda, das profunde Wissen um das Zusammenwirken von Leib, Sinnesorgan, Verstand und Psyche, strebt danach, die Gesunderhaltung der Menschen und die Heilung von Erkrankungen der Kranken zu fördern. Gemäß der traditionellen Auffassung wurde das Ayurveda-Wissen vor vielen tausend Jahren in der meditativen Betrachtung von den sogenannten rishis, den Visionären im Himalaya, aufgenommen und ist daher nicht das Ergebnis geistigen Menschenhandeln.

Über die Jahrzehnte hinweg haben namhafte Mediziner geholfen, diese Medizin zu verbreiten und an die Bedürfnisse der Patienten anzugleichen. Schon vor 3000 Jahren gab es eine hoch entwickelte Medizin. Ebenso ist es heute erforderlich, die im Ayurveda geschilderten Naturgesetze an die heutigen sozio-kulturellen Gegebenheiten anzugleichen, um die bestmöglichen Resultate zu erzielen. Schon seit Jahren gibt es im Abendland eine wachsende Unbefriedigung über die wachsende Ohnmacht der heutigen Medizin gegenüber den chronisch-funktionalen Krankheiten.

Durch die abendländische Aufteilung der Naturwissenschaften in einen "spirituellen" und einen "wissenschaftlichen" Teil hat sich im Lauf der Jahre eine sehr körperlich und ökologisch orientierte Medizin entwickelt, die den Menschen als Ganzes oft nicht mehr sehen und therapieren kann. Ayurveda dagegen bezeichnet eine ganzheitliche Lehre, die aus groben (physisch-materiellen), subtilen (energetisch-mentalen) und unsterblichen geistlichen Wertvorstellungen zusammengesetzt ist.

Im Ayurveda hat das Wissen um gesundes Wohnen und Heilung viele Gesichter. Auf dieser Basis werden viele Therapiemaßnahmen der Ernährungslehre, Massagen und Pflege durchgeführt, um die Funktionen des Körpers zu stärken und den seelischen Stress auszugleichen. Ayurveda-Medizin erreicht durch die ganzheitliche Verwendung von Intensiv-Drainageverfahren (Panchakarma), internen und externen Öl-Therapien sowie ausgesuchten Rezepten und alchemistischen Vorgehensweisen mit Heilpflanzen, Tier- und Mineralstoffen äußerst überzeugende Therapieerfolge.

Somit kann die Ayurveda-Medizin sowohl zur Gesundheitsvorsorge als auch zur Gesundheitstherapie genutzt werden. In Ayurveda unterscheiden sich eine Gesundheitsempfehlung und eine Heilbehandlung immer dadurch, dass den ärztlichen Massnahmen immer eine gründliche Diagnostik vorangestellt wird. Sämtliche Ratschläge, Formulierungen und Therapieanweisungen orientieren sich in erster Linie an den Erkrankungen und deren Symptomen. Der Ayurveda bezeichnet Gesundheitsursachen, Gesundheitssymptome und gesundheitsfördernde Massnahmen.

Es werden auch die Gründe, Beschwerden und Therapiemöglichkeiten von Erkrankungen erörtert. Das Wissen um die menschliche Krankheit und die menschliche Gesundung gliedert sich in drei Aspekte: Ursache (hetu), Symptomatik (linga) und Massnahmen (aushadha), die alle mit der Gesundung und Erkrankung der einzelnen Person verbunden sind. Ayurvedische Begriffsbestimmungen von gesund und krank sind auffallend.

Ayurveda begreift darunter mehr als nur die Tatsache, dass es keine Erkrankung gibt. Im Ayurveda ist der Begriff "svasta", ein Sanskrit-Begriff aus den beiden Wörtern "sva" und "stha", die "sich selbst" oder "bleiben" oder "verweilen" ausdrücken. In Ayurveda ist das Leben die Erscheinung der wechselseitigen Verbindung von Selbst, Verstand und Leib.

Davon bleiben Leib und Verstand immer störanfällig, während die Seelen immer davon befreit sind. Von diesen drei Stufen kann also nur die der Seelen mit dem Gesundheitszustand gleichgesetzt werden. Wer dieses Niveau erfährt, genießt absolute Glückseligkeit und absolute Gesunderhaltung. Aber die holistischen Ratschläge und Übungsbeispiele des Ayurveda geben dem hartnäckig Suchenden eine langsamere Umsetzung seiner wahren Anstrengungen und führen ihn schrittweise dem angestrebten Ende zu.

Im Ayurveda wird die Erkrankung als Harmonie des innerlichen Gleichgewichtes und des Kontaktes mit dem Schmerzen bezeichnet. Fehlernährung, ungesunder Lebensstil, übermäßiger Stress und jahreszeitlich bedingter Klimaeinfluss sind auch die Hauptursachen für Erkrankungen aller Arten. Dies alles bedeutet ab einem bestimmten Grad eine Überlastung des Körpers, die zwangsläufig zu einer Beeinträchtigung der Struktur und Funktion des Körpers führen kann.

Ayurveda als Ganzheitsmedizin konzentriert seine oberflächliche Betrachtung immer auf das Erfassen der Krankheitsursachen und ätiologischen Einflussfaktoren (hetu), um sie mit seinen ganzheitlichen Behandlungsansätzen im Nachhinein zu beseitigen. Ayurveda zeigt neben den speziellen Krankheitsursachen auch die grundlegenden Auslösemechanismen auf. Man kann also davon ausgehen, dass exzessiver, zu wenig oder fehlerhafter Einsatz von Verstand, Sprache, Leib oder Sinnesorganen sowie die exzessive, anormale oder fehlende Entwicklung der Saisonen und ihrer Eigenschaften zu Krankheit werden kann.

Andererseits fördert der richtige Umgang mit Verstand, Sprache, Leib oder Sinne sowie der übliche Ausdruck der Jahreszeit die Gesunderhaltung. Das heißt konkret: Viele Arbeits- und Lebensverhältnisse unserer Zeit sind ausgesprochene Ursachen von Krankheiten. Bei der Wahl von Urlaubs- und Reisedestinationen sollte immer bedacht werden, dass eine starke Klima- und zeitliche Verschiebung den Organismus erkrankt und nicht genesen und erholen kann.

Genauso wichtig sind die psychischen Gründe für die Entwicklung von Erkrankungen und Leiden. Einerseits ist das Nachdenken immer wesentlich an der Entwicklung der Krankheit mitbeteiligt, da die psychischen Konzepte des Lebens zu konkreten Lebensgewohnheiten und Aktionen anregen, die wiederum zu körperlichen Erkrankungen fÃ?hren können. Es ist nicht von ungefähr, dass das Philosophiestudium eines der Hauptthemen beim Lernen von Ayurveda ist.

Mit der richtigen Funktionsweise des Verstandes kann das Dasein in all seinen wahren und ursächlichen Bezügen verstanden und bei Notwendigkeit umgestaltet werden. Die Sanskrit-Bezeichnung für Therapiemaßnahmen heißt aushadha. In der Regel werden diese Massnahmen in zwei Gruppen eingeteilt: Auf der einen Seite stehen gesundheitsfördernde Massnahmen, auf der anderen Seite Therapiemöglichkeiten zur Eliminierung von Erkrankungen.

Ayurveda setzt prinzipiell auf Prävention und frühestmögliche therapeutische Intervention. Wichtigste Massnahmen zur Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung sind die tägliche Routine zur Gesunderhaltung, Massnahmen zum Ausgleich saisonaler Schwankungen oder Vorschläge zur Verhinderung des Alterungsprozesses. Das wirkliche Alltagsleben (Dinacarya) umfasst ein normales und natürliches Dasein.

Die Diät ist auch Teil von Dinacarya und enthält ein aussergewöhnliches Ayurvedakonzept. Ayurvedische Diät beugt auch der Ansammlung von Abfallstoffen in den für das Alter verantwortlichen Gewebe vor. Im Ayurveda werden Erkrankungen und ihre Behandlungsoptionen mit einem sehr vielschichtigen Zugang erörtert. Dazu gehören nicht nur rationelle Behandlungsmethoden, sondern auch einige unerklärliche Vorkehrungen.

Die Ayurveda Medizin ist mit ihren rationellen, geistlichen und geistlichen Therapien in der Lage, auf jede Erkrankung eine Lösung zu suchen und die damit verbundenen Leiden zu mindern. Der Mensch steht immer im Zentrum jeder Therapie und nicht die Erkrankung. Auch wenn er eine unheilbare Erkrankung hat, gibt es andere Gebiete, in denen er Unterstützung, Erleichterung und Erlösung erfährt.

Einer der Schwerpunkte der althergebrachten und alten Therapien in der Ayurveda-Medizin ist die spirituelle und spirituelle Therapie. So wie die Shamanen, die Menschen in allen Kulturkreisen und Altersstufen in der Verbundenheit der geistlichen und visuellen Lebenswelt auf ihrem Weg führen können, so leitet auch der Ayurveda die Arbeit von Ayurveda ein.

Über zwei Drittel der Ayurveda-Medizin wird durch Behandlungen der geistlichen Devavyapashraya und der geistlichen Heilformen Sattvavajaya geprägt. Rationale Behandlungen Yuktivyapashraya, wie z. B. Manualtherapie, Pandschakarma oder Kräutermedizin, sind solche, die im westlichen Raum hauptsächlich mit Ayurveda in Zusammenhang stehen. Spirituelle Behandlungen behandeln Menschen, die an Erkrankungen erkrankt sind, die nicht auf eine herkömmliche Behandlungsmethode anspricht.

Bei der Entstehung und Therapie von Erkrankungen kommt dem Verstand eine wichtige Bedeutung zu. Ayurveda reinigt den Organismus von schädlichen Dingen. Infolgedessen umfasst es die Entfernung von Dosis durch gewisse Therapietechniken sowie die operative Entfernung von schädlichen Gegenständen aus dem Körpers.

Mit Snehana ( "Ölen") und Swedana ( "Schwitzen") werden die Dosis und andere schädigende Einflüsse im ganzen Organismus aktiviert und zurück in den Verdauungstrakt transportiert. Dort werden sie durch die Entschlackungstechniken des Panchakarmas aus dem Organismus entfernt. Im Ayurveda sind die wichtigsten Arzneimittel die pflanzlichen. In Ayurveda ist das alles eine Medizin, die eine Erkrankung heilen kann, ohne eine neue zu erzeugen.

Infolgedessen gibt es nichts auf der ganzen Erde, was nicht ärztlich ist, solange man es kann. Ayurvedische Therapieverfahren und -ansätze sind ein in sich abgeschlossenes Verfahren, mit dem alle physischen und psychologischen Leiden sehr schonend und effektiv therapiert werden können. Ayurveda ist besonders erfolgreich bei allen Arten von Krankheiten wie z. B. Allergie, Hautkrankheiten, Rheumatismus, Tinitus und vielen anderen.

Aber auch die Verbindung von Ayurveda und konventioneller Medizin oder anderen Therapien ist sehr nützlich und wird oft in der täglichen Arbeit eingesetzt. So kann das althergebrachte Ayurveda-Wissen über menschliche Krankheiten und gesundheitliche Probleme auf vielfältige Art und Weisen in die Gegenwart integriert werden: Ein gesunder Lebensstil, der den individuellen Lebensalltag freudig, sinnlich und anregend anreichert und als Ganzheitsmedizin, die immer den ganzen Menschen und nicht nur die Krankheiten anspricht.

Der Arztbesuch und die ärztliche Betreuung oder fachärztliche Betreuung können und dürfen sie keinesfalls ersetzt werden.

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