Behandlung mit Blutegel

Blutegelbehandlung

Seit Jahrtausenden wird die medizinische Behandlung mit Blutegeln in den unterschiedlichsten Kulturen der Welt eingesetzt. Der Einsatz von Blutegeln als Methode der Eliminierung in der Medizin war schon immer bekannt. Geschichte der Blutegeltherapie; Was sind Blutegel? Der Umgang mit Blutegeln wird verständlich erklärt.

Einleitung in die Behandlung mit Blutegeln.

Blutegel-Therapie - Effektiv bei Schmerz & Blähungen!

Der Blutegel ist eine Methode der Heilkunde und ist seit etwa 2000 Jahren bekannt. Beim Blutsaugen scheiden die Blutegel unterschiedliche Substanzen in das Blutsystem und ins Blutgewebe aus. Diese wird bei der Behandlung von verschiedenen Krankheiten wie z. B. Infektionen und Beschwerden eingesetzt. Die Blutegel - der Begriff "Blutegel" stammt aus dem Griechenland ischen Begriff der " kleinen Schlangen " - sind Ringwürmer und werden als höher entwickelte Angehörige von Regenwürmern angesehen.

Unter den 14 Arten von Blutegeln werden der Arzneisegel (Hirudo medicinalis) und der Ungarenegel (Hirudo verbana) überwiegend in der Therapie eingesetzt und eigens für diesen Verwendungszweck züchtet. In Deutschland als genehmigungspflichtiges Arzneimittel gelten für die Blutegel strenge Qualitätsnormen und Hygienevorschriften. Die Blutegel nehmen von sich aus eine kleine Verletzung in die Schale und binden sich selbst.

Sie setzen mit ihrem Speicher mind. 30 unterschiedliche Stoffe in den Blutkreislauf und das Blutgewebe frei. Letzteres reinigt die Haut durch bis zu 24-stündige Blutungen, was einer schonenden Blutung entspricht. In der Blutegelbehandlung werden vor allem die aktiven Stoffe im Speicher der Schädlinge eingesetzt. Doch auch der Bissstimulus und die nachträglichen Blutungen nach dem Absinken des Blutsaugers werden mit therapeutischen Effekten in Verbindung gebracht.

Die Wirkung dieser Blutegel-Behandlung basiert hauptsächlich auf zwei Faktoren: Gerinnungshemmer, lymphatisch, krampflösendes Mittel, im Allgemeinen entspannend und entspannend, Blutreinigungs- und Entgiftungsmittel, krampflösendes Mittel. Bevor der Behandler mit einer Blutegel-Behandlung beginnt, wäscht er zunächst die Körperhaut des Betroffenen und trägt dann eine andere Menge von Blutegeln auf. Wie viele Blutegel eingesetzt werden, hängt vom Lebensalter, Ernährungsstatus und dem klinischen Bild des Betroffenen ab.

Dabei spielt auch die Frequenz der vorgesehenen Verwendung und die Grösse des Blutegels eine wichtige Funktion. Für Kinder darf pro Jahr nicht mehr als ein Blutegel benutzt werden. Damit sich die Lebewesen an der richtigen Position niederlassen, werden sie in einem Umkehrglas auf die Schale gelegt. Das Beißen des Blutegels ist nicht unmittelbar quälend, da der Blutegel kein Lust hat, von seinem Wildopfer wahrgenommen zu werden.

Die drei sternförmigen Sägebalken mit je ca. 80 Kalziumzähnen raffen sorgfältig durch die Schale, um das Gewebe zu erreichen. Die Kalziumzähne haben eine Öffnung, durch die der Speichel (Blutegel-Speichel) austritt. Ein feiner Stich oder Zug wird dadurch charakterisiert, dass der Blutegel Zugriff auf seine Futterquelle erhält; diese und die nachfolgenden rhytmischen Saugenbewegungen deuten darauf hin, dass der Stich erfolgt ist und der tatsächliche Saugenvorgang begonnen hat.

Eine Leech-Therapie benötigt einen stillen, halbdünnen Schlaf. Aber nicht nur zur Entspannung des Betroffenen, sondern auch der stresssensiblen Blutegel. Normalerweise dauern es zwischen 20 und 90 Min., teilweise bis zu drei Std., bis die Blutegel ihre Nahrung beendet haben und von selbst ausfallen. Durch den Wirkstoff Calin ist die Haut acht bis 24 Std. offen und blutend.

Einen Anwendungsbereich der Egeltherapie bildet die Schönheitsoperation, vor allem nach der Neupflanzung von Ohr, Finger, Fuß oder Hautschnitt, sowie die Unfallchirurgie zur Durchblutung nach Verletzungen von Haut und Gliedmaßen. Mit Hilfe von Blutegeln kann die Venenstauung abgezogen und das umgebende Hautgewebe geschont werden. Sie wird in der alternativen Medizin in vielen Gebieten eingesetzt, vor allem wenn es darum geht, Schmerzen zu lindern und die Gerinnung des Blutes zu reduzieren.

Es wurden zwei Untersuchungen zur Effektivität der Behandlung mit Blutegel bei Kniearthrosen durchgeführt. Sie war der herkömmlichen medikamentösen Behandlung weit voraus, die meisten Probanden konnten die Beschwerden reduzieren, die Wirkungsdauer betrug bis zu sechs Monat. Im IGeL-Monitor des Ärztlichen Services der Kassen werden die Untersuchungen jedoch aufgrund von methodischen Schwachstellen nicht als sinnvoll eingestuft.

Das bedeutet für den Betroffenen, dass er die Kosten für die Behandlung selbst tragen muss. Die häufigsten Begleiterscheinungen der Blutegelbehandlung sind leichte Anschwellungen, Prellungen und vorübergehender Juckreiz an der Stichstelle sowie Durchblutungsstörungen. Ursächlich dafür ist wahrscheinlich der Cocktail aus Wirkstoffen, die der Blutegel in die Bissregion freisetzt. Daher wird präventiv am Tag der Behandlung viel Ruhe und Alkohol getrunken.

Ein seltener Nebeneffekt ist eine Entzündung der Wunde an der Biss-Stelle, die in der Praxis meist gut mit einem antibiotischen Mittel behandelbar ist. Zur Minimierung des Infektionsrisikos und zur Verhinderung der Übertragung von Krankheiten dürfen Blutegel nur einmal benutzt werden. Letzteres ist insbesondere dann zu erwarten, wenn die Blutegel unmittelbar auf eine Vena angewendet werden, z.B. zur Behandlung von Varizen.

Zwar wurden bereits eine Vielzahl von medikamentös wirkenden Substanzen im Blutsauger festgestellt, das Vorgehen ist jedoch nicht krankenversichert und muss vom Betroffenen selbst bezahlt werden. Sie müssen mit 45 bis mehr als 100 EUR pro Behandlung zurechtkommen. Dazu kommen die Aufwendungen für die Blutegel, die jeweils zwischen fünf und acht EUR ausmachen.

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