Bioresonanz bei Allergie

Bio-Resonanz bei Allergien

Zahlreiche Studien haben gezeigt, wie erfolgreich die Bioresonanz-/Bioresonanztherapie mit BICOM bei der Behandlung von Allergien, Neurodermitis oder Migräne ist. Bio-Sonanz und Allergieforschung Welche Wirkung haben Bioresonanzmethoden? Sowohl für die Diagnose als auch für die Therapie verschiedener Krankheitsbilder, vor allem in den Bereichen Allergien und Naturheilkunde, finden Bioresonanzmethoden immer mehr Beachtung. Mit der zunehmenden Anerkennung alternativer Heilverfahren geht ein gesamtgesellschaftlicher Trend einher, einen reinen (natur-)wissenschaftlichen Ansatz im Forschungsbereich, aber auch im Rahmen der Weiterentwicklung von Diagnose- und Therapieverfahren zunehmend in Zweifel zu ziehen.

Darf die Bioresonanz wirklich Allergie aufdecken und " auslöschen ", schädliche Stoffe im Organismus aufdecken und beseitigen? Im Jahr 1977 führte der Mediziner FRANZ MORELL zusammen mit dem Elektronikingenieur ERICH RASCHKE die Bioresonanz als Mora-Therapie ein und vermarktete sie dann. "Damit sollen krankhafte magnetische Oszillationen im Messgerät erfasst und dem um 180 gedrehten Probanden zugeführt werden, um die "pathologischen Oszillationen" zu beseitigen.

Das Vorhandensein von technologisch erfassbaren krankheitsbedingten elektro-magnetischen Oszillationen im Menschen ist auch mit den neuesten Messmethoden noch nicht nachgewiesen. Verfolgt man die Hypothese, dass eine elektro-magnetische Oszillation durch eine Gegenoszillation "gelöscht" werden kann, muss die Bioresonanz als kontinuierlicher Prozess genutzt werden. Weil der "Sender" der Welle nicht beeinflußt würde, hätte die Bioresonanz die Signifikanz einer kurzfristigen Symptomatik.

Auf dem Gebiet der Naturheilkunde werden im Zusammenhang mit der Bioresonanz Fachbegriffe wie Energiemedizin, Biofunktiondiagnostik, Störfelder oder durch Verunreinigungen verursachte Luftblockaden ebenso verwendet wie ultrafeine Substrate, Toxinoszillationen und niederfrequente Schwingungskomponenten[1,2], wodurch diese Wortbildungen keine wissensorientierte Bedeutung haben. Seit 1996 ist die Bioresonanz in den USA nicht mehr amtlich als Therapie anerkannt.

Ein kritischer Blick auf die Verwendung des so genannte Vegatests zur Erkennung von Nahrungsmittelallergien kommt zu dem Schluss, dass es sich um ein klinisch-wissenschaftliches Vorgehen ohne diagnostische Aussagekraft handelt[3]. Im Rahmen einer deutschsprachigen Randomstudie wurde die Diagnosesicherheit der Bioresonanz im Gegensatz zu simplen Pricktests untersucht, mit dem Ziel, dass die Bioresonanz weder für die Erkennung noch für die Behandlung von Pollenallergien in Frage kommt[4].

In den Freiwilligern (positiver Stacheltest für Hausstaubmilbe und Katzenallergen), führten 3 Tester einen Bio-Sonanztest durch, um das Allergen zu bestimmen. Bei keinem Patienten wurde durch den Biosonanztest eine richtige Diagnostik gestellt[5]. Die Befürworter der Bioresonanz legen großen Wert auf die Methode der Diagnostik und Therapie von allergischen Krankheiten. Auch in der Umweltmedizin werden zunehmend Bioelektrika verwendet.

Für die Grundprinzipien und die Effektivität bioelektrischer Prozesse gibt es nach dem derzeitigen Forschungsstand keine gesicherten Erkenntnis. Für die Diagnose und Behandlung von allergischen und umweltbedingten Krankheiten sind die hier beschriebenen biologisch-elektrischen Techniken nicht geeignet. In der Annahme, dass die Bioresonanz in der Regel allergische Reaktionen "löschen" kann, droht den Betroffenen die notwendige Maßnahme zur Reduzierung der Allergene oder zur Vermeidung von Allergenen zu fehlen und oft auf die Einnahme eines lebensrettenden Notfallmedikaments zu verzichtet zu werden.

Allergieerkrankungen der Ober- und Unterluftwege (Pollinose, Allergiebestrahlung, Bronchialasthma, exogene Allergiealveolitis ), der Oberhaut (allergisches Kontaktekzem, Neurodermitis ) haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Weil davon auszugehen ist, dass sich die Erbanlagen der österreichischen Bevölkerung in den vergangenen 60-70 Jahren nicht signifikant verändert haben, ist der Anstieg der Allergie in diesem Zeitabschnitt vor allem auf eine veränderte Umgebung, veränderte Lebens-, Ess- und Erholungsbedingungen oder Einflüsse am Arbeitplatz zurückzuführen.

Die naturwissenschaftliche Forschung hat in den vergangenen Jahren vor allem im Bereich der immunologischen Forschung stetig an Bedeutung gewonnen und konnte dies mit neuen, zuverlässigen Erkenntnissen vergleichen, die zu einem verbesserten Verständnis der Grundzüge von allergischen Krankheiten geführt haben. Doch auch bedeutende Beiträge der Präventions- und Arbeitswelt und neue Diagnose- und Therapieverfahren der Klinik tragen wesentlich zur Prävention und Therapie bei.

Von den Anhängern der Bio-Resonanzmethode wird behauptet, Allergien - aber nicht nur diese - schonend, nebenwirkungsfrei und nachhaltig behandeln zu können (1), worin die theoretische Grundvoraussetzung dieser Technik darin besteht, dass der menschliche Körper ein feinstes Oszillationsspektrum ausstrahlen soll, das mit herkömmlichen Verfahren, aber mit Hilfe von Bio-Sondengeräten nicht meßbar ist.

Bei allergischen Krankheiten kann die Diagnose mit Unterstützung der E-Akupunktur nach Dr. VOLL durchgeführt werden. Die so genannten krankhaften oder unharmonischen Oszillationen werden nach einer entsprechenden elektronischen Steuerung im Bioresonanzgerät, das die so genannten krankhaften oder unharmonischen Oszillationen umkehrt ( "verwandelt sie in ein Spiegelbild"), zurück in den Körper geschickt und damit die für die "krankhaften Wellen" zuständige Erkrankung getilgt. Seiner Meinung nach hat der Innsbrucker Mediziner Univ. Prof. Dr. CAP das Prinzip der Bioresonanz (2) evaluiert und kommt zu dem Schluss, dass ein Bioresonanzgerät nicht in der Lage ist, die mit herkömmlichen Verfahren nicht mehr erkennbaren Körperschwingungen mitzunehmen. Vielmehr wird ein elektrisches Geräusch generiert, aus dem mittels eines Bandfiltersschwankungen ausgefiltert werden können.

Oszillationen des Frequenzbereichs 1-150. 000 Herzen werden dann über eine Elektrode an den Betroffenen abgegeben, wodurch Blutdruck und Hautfeuchte zur Umsetzung in Wechselströme führen, die in den oberen Oberschichten ähnlich wie bei der Elektotherapie einen gewissen stimulierenden Effekt auslösen können. Physisch betrachtet ist ein Bioresonanzgerät ein Fourier-Frequenzanalysator, wie er in physischen Laboratorien eingesetzt wird.

Die Autorin hebt in der Untersuchung von F. CAP auch hervor, dass fundamentale physische Missverständnisse und die daraus resultierenden falschen Schlüsse dazu führen, dass der elektrische Fluss mit elektrischen Vibrationen vermischt wird, was wiederum zur Folge hat, dass zwar die elektrischen Ströme in einem Menschenorganismus (als guter Leiter) gut gelenkt werden, dass aber die elektrischen Vibrationen nicht oder kaum durchdringen oder entweichen können.

Deshalb ist das Prinzip, elektromagnetische Vibrationen aus dem Körper zur diagnostischen Auswertung zu absorbieren und diese modifizierten Vibrationen zu therapeutischen Zwecken in den Körper zurückzugeben, auch im Prinzip nicht durchführbar. Aus wissenschaftlicher und physischer Hinsicht gibt es also keinerlei Anhaltspunkte, um die mögliche Funktionsweise von Bioresonanzgeräten zu erklären.

Können die Theoriegrundlagen widerlegt werden, könnte die Methodik trotzdem eine empirische Wirksamkeit haben. Nach unserem Kenntnisstand gibt es keine Daten zu klinischen Untersuchungen, die unter gesteuerten Verhältnissen belegen könnten, dass die Bio-Resonanzmethode bei der Diagnose und Behandlung von allergischen Krankheiten tatsächlich wirkungsvoll wäre. In Österreich wird die Biosondenmethode vor allem in Gestalt von Sonntagsseminaren von Vertretern der Biosondenunternehmen an interessierte Ärzte in Österreich herangeführt, wodurch die naheliegende Verknüpfung der Schulanmeldung mit konkreten wirtschaftlichen Belangen und das gleichzeitige Nichtvorhandensein solider naturwissenschaftlicher Grundsätze dieses Verfahren als sehr fragwürdig erscheint.

Im Rahmen unserer eigenen klinischer Studien, die fertiggestellt und zur Veröffentlichung vorgelegt wurden (3), konnten wir bei Patientinnen und Patientinnen mit bestätigter Bestäubung nachweisen, dass die Bio-Resonanzmethode weder diagnostische Bedeutung noch therapeutische Wirksamkeit hat. Bei 50 Pollinosepatienten zeigte die Diagnose Bioresonanz, dass ein limitiertes Feld von 9 Allergieauslösern nur 36% der Befragten mit der genauen Diagnose übereinstimmte, die durch anamnestische Untersuchungen, Tests und gezielte Allergenprovokationen bestätigt wurde.

Aufgrund dieser mangelnden Diagnosegenauigkeit in der Bioresonanz kann geschlossen werden, dass die folgenden Therapieempfehlungen möglicherweise nicht richtig sind (4,5). Die Nicht- oder verspätete Entdeckung einer Allergie kann bei Patientinnen und Patienten mit potenziell gefährlichen Allergieerscheinungen, wie z.B. Insektengiftallergien und Asthmapatienten, zu schwerwiegenden, zum Teil dauerhaften Folgeschäden führen.

Eine Patientin mit einer solchen "erloschenen" Allergie wird fälschlicherweise in die sichere Lage gebracht, oder es wird eine konsistente Allergenverweigerung vermieden, es werden keine notwendigen Notrufmedikamente mitgeführt, oder eine ordnungsgemäße und entzündungshemmende Therapie des Asthmas Bronchiale mit Antirheumatika wird nicht durchgeführt. Aufgrund der häufigen und weit verbreiteten Diagnostik einer "Lebensmittelallergie" werden oft drastische Diäten nicht nur für die Betreffenden selbst, sondern auch für Familienangehörige mit monatelanger, strikter Einhaltung der Vorschriften von Schumacher angeboten, wobei der Pflegebedürftige nicht nur unnötig eine erhebliche Einschränkung seiner Lebensqualität erfährt, sondern auch das Risiko hat, bei längerer Diät an Unter- oder Unterernährung zu leiden.

Unsere jüngste Feststellung, dass häufig diagnostizierte, klinisch bedeutsame und klar reproduzierbare Allergie gegen Einatmung allergene oder Lebensmittel nicht durch die Diagnose Bioresonanz erkannt werden und daher nach langer, keinesfalls billiger Behandlung, bei der die Patientinnen und Patientinnen Zweifel hegen, kann diese Vorwürfe verdeutlichen.

Dass mangels zuverlässiger Grundlage die Ausgaben für die Diagnose der Bioresonanz den Ärzten, die sie verwenden, erstattet werden, scheint unverständlich - zumindest in Tirol von der Tyroler Gebietskrankenkasse. der Tyroler Gebietskasse. Genauso unverständlich scheint uns, dass diese Vorgehensweise, die keinesfalls im Zusammenhang mit einer Untersuchung, sondern von einem Nichtmediziner in der Fachzeitschrift der AUVA (Werk: 5/1994, Seiten 31 bis 35 von Doris Steiner) veröffentlicht wird, als "empirische Medizin" zu betrachten ist, die aufgrund der intensiven Forschungsarbeit der vergangenen Jahre bereits auf erhebliche Erfolgserlebnisse hinweisen kann - gerade bei schwierig zu behel ffenden Erkrankung und vor allem bei einer allergischen Situation.

Obwohl Dr. Jadweger-Linemaier (OEMV-Betriebsarzt mit eigener Praxis) in diesem Beitrag wie folgt zitiert wird: "Ich sehe große Möglichkeiten in der Prävention im Unternehmen, in der Diagnose und Behandlung, aber auch in der Resozialisierung. Ich benutze in meiner eigenen Arztpraxis die Bioresonanz komplementär zur konventionellen Medizin und anderen Verfahren, aber für mich ist sie die Technik der ersten Wahl bei Neurodermitis, Ashma, Nasenentzündung oder rezifiven Infektionen, nur weil sie sich wiederholt als sehr erfolgversprechend erwies", ist mehr als fragwürdig, und wir wollen diese einseitigen Informationen nicht unangetastet aufgeben.

Schließlich scheint es uns auch von Bedeutung zu sein, darauf aufmerksam zu machen, dass die rechtlichen Gesichtspunkte von Verfahren, die außerhalb Österreichs nicht wissenschaftlich getestet wurden, bereits sehr gut bewertet sind (6,7), und daher ist eine solche Bewertung auch für Österreich wünschenswert. Die angeblichen physischen Fundamente der Bioresonanz sind nicht korrekt. Es gibt keine belegten wissenschaftlichen Untersuchungen, die die Effektivität der Methode der Bioresonanz bei der Diagnose und/oder Behandlung von Allergien nachweisen.

Es wird empfohlen, die "intensive Forschungstätigkeit der vergangenen Jahre" zur Bioresonanz schließlich dem höchsten Sanitätsrat Österreichs für eine detaillierte, kritischere Bewertung dieser Methodik zugänglich zu machen. Aus all den oben aufgeführten Gründen wird empfohlen, die Bio-Resonanzmethode nicht für die Diagnose und Behandlung von Erkrankungen anzuwenden, es sei denn, klare Untersuchungsergebnisse belegen ihre Wiederholbarkeit und ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit für den Betroffenen.

Es wird empfohlen, die Methode der Bioresonanz erst dann von den gesetzlichen Kassen für Diagnosetests unterstützen zu lassen, wenn solche Tests verfügbar sind. Es wird empfohlen, dass das Gesundheitsministerium eine Erklärung erstellt, die die Probleme im Zusammenhang mit dem Einsatz der Bio-Resonanzmethode aufgreift und allen österreichischen Ärzten zur Verfügung gestellt wird.

1 ) F. Morell: MORA Therapy, Haug Verlags Heidelberg, 2nd edition 1987. 2) F. CAP: Anmerkungen eines Psychiaters zur Bioresonanz, zur Veröffentlichung in der Zeitschrift Allergenologie, 1995. 3) H. Kofler, P. Fritsch: Bioresonanz in der Diagnose und Behandlung von Heuschnupfen. J Allergie Klinik.

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