Blockierter Nacken

Geblockter Hals

Gelegentlich gibt es auch Schmerzen, die vom Hals in den Arm oder die Finger ausstrahlen. Das HWS-Syndrom ist typisch für Schmerzen (Druck- und Klopfschmerzen) im Nacken-Schulterbereich oberhalb der Wirbelsäule. Helfen Sie mir, mein Nacken steckt fest! Mit einer schmerzlichen Erkenntnis fängt der Tag an: Der Schädel kann nicht gedreht werden. Wenn man mit einem steifen Nacken erwacht, gerät man oft leicht in panische Nervosität.

Greifen Sie also rasch zu Ihrem Handy und durchsuchen Sie Google nach Erläuterungen? Lieber nicht: Denn die fortgeschrittene Halshaltung beim Betrachten des Displays kann die Beanstandungen noch verstärken.

Mutlosigkeit nützt nichts.

Nackensteife - Behandlung und Ursache

Eine Nackensteife und damit verbundene Nackenbeschwerden sind eine häufige Beschwerde, die in der Regel auf eine schlechte Körperhaltung zurück zu führen ist, zum Beispiel bei der Arbeit am Schreibtisch oder beim Einschlafen mit einem zu dicken Kissen. In manchen Menschen können schon geringe Zugerscheinungen am Hals zu korrespondierenden Beanstandungen führen. In Ausnahmefällen kann der Nackensteife aber auch mit schweren Krankheiten wie der lebensbedrohenden Meningitis in Verbindung gebracht werden.

Als Nackensteife bezeichnet man eine Bewegungseinschränkung des Kopfs, die durch schmerzhafte Verstopfungen im Bereich des Halses verursacht wird. Man unterscheidet einen starren Nacken von dem weiter gefassten Begriff "steifer Nacken", der auch Einschränkungen der Beweglichkeit beinhaltet, die von den seitl. Beim Nackensteifen hingegen ist der Grund der Beschwerde auf den Nacken begrenzt.

Der steife Nacken erscheint als schmerzhafter Verschluss im Nackenbereich. Bei den so genannten funktionalen Gründen wirkt sich dies meist nur auf gewisse Bewegungsabläufe aus, wie z.B. das Drehen nach links oder das Kippen des Kopfs nach vorwärts. Wird die Steifigkeit des Halses jedoch durch Krankheiten wie z. B. Gehirnhautentzündung verursacht, kann die Beweglichkeit des Halses temporär völlig ausfallen.

Der Schmerz strahlt oft auf die Schulter und die Armen aus, wenn der Nacken steif ist, so dass Schulterblattschmerz und Schmerz im Oberarm nicht ungewöhnlich sind. Je nach Auslöser können die Symptome auch in akutem Zustand als chronischer Genickstarre auftauchen. Darüber hinaus lassen sich je nach Ursache der Nackensteife eine Vielzahl von Begleitsymptomen feststellen, die von Gefühlsstörungen wie Gliederkribbeln, Taubheit im Schädel oder regelmäßiges Einnicken der Hand bis hin zu starken Kopfweh, Wirbelsäulenschmerzen und Paralyse-Symptomen reicht.

Die weiteren Symptomatiken, die im Falle einer Nackensteife entstehen können, werden im Kontext der entsprechenden Ursache näher erörtert. Mögliche Auslöser für einen starren Nacken sind funktionale oder körperliche Beanstandungen und biologische Einflüsse. Muskelschmerzen, wie z.B. eine Nackenverspannung, tragen maßgeblich zu den funktionalen Gründen bei.

Besonders oft sind sie Ursache für Nackensteife. Die verhärtete Muskulatur kann auch auf die umgebenden Bindegewebsstrukturen (Faszien), Gefäße und Nervositäten pressen, was zu weiteren Unannehmlichkeiten führen kann. Die Nackenstarre kann auch durch Funktionsstörungen oder Krankheiten der HWS verursacht werden. Ein Beispiel ist die Gelenkarthrose der HWS oder der Kopf- und Fußgelenke.

Nacken-, Kopfschmerzen am Rücken und Schulter- und Armschmerzen können ebenfalls auftauchen. Eine Sonderform der Nackensteifheit ist der so genannte Hirnhautreiz. Damit ist eine beengte komplette Halssteifigkeit bei einigen Krankheiten, wie z.B. Meningitis, beschrieben. Meningitis kann auch durch eine Vergiftung des Blutes (Sepsis), einen heftigen Sonnenbrand, eine so genannte Sinustrombose oder einen Tumor der Hirnhaut verursacht werden.

Zu den funktionalen und organisch bedingten Gründen, die einen Nackensteife verursachen können, kommt oft auch psychischer Druck hinzu. Es wird angenommen, dass sich bei einigen Patientinnen und Patienten extreme Belastung, Burnout oder Depression in einer Verspannung der Halsmuskulatur und einer damit verbundenen verstärkten Neigung zu Halssteifigkeit äußert.

Durch eine gründliche Analyse zu Untersuchungsbeginn können die Beschwerdeursachen oft klar eingegrenzt werden. Bei einer körperlichen Prüfung mit Tastuntersuchung und Überwachung des Halsbereichs können weitere Aussagen über die Ursache der Nackensteife getroffen werden. Meningitis kann in der Praxis auch durch bestimmte Bewegungsmuster (positive Brudzinski, Kernig und Lasègue-Zeichen) festgestellt werden.

Für die funktionelle oder mechanische Ursache einer Nackensteife ist in der Regel ein Therapiekonzept mit medizinischer Massage, Physiotherapie und evtl. schmerzstillenden Medikamenten geplant. Im Falle des Hirnstamms oder der Heilung seiner Ursache steht meist die Arzneimitteltherapie im Mittelpunkt. Die virale Meningitis kann jedoch mangels effektiver Medikamente kaum oder gar nicht mit Medikamenten behandelt werden.

Wird die Nackensteife durch einen Tumor der Hirnhaut verursacht, ist auch die Behandlungsmöglichkeit eindeutig begrenzt und letztlich sind Bestrahlung und/oder Chemo bis heute die einzige Therapiemöglichkeit. Obwohl die Heilkunde gegen die Ursache des Meningitis in der Regel wenig zu bieten hat, bieten sie doch viel versprechende Therapiemöglichkeiten für die funktionalen oder technischen Gründe eines Nackensteife.

Zum Beispiel ist die Akkupunktur als Methode der Klassischen chinesischen Heilkunde (TCM) heute in vielen Bereichen Teil des "normalen" Behandlungskatalogs für einen Nackensteifen. Manuelle Eingriffe wie z. B. Knochenerkrankungen, Chirotherapie und Rolfing gehören heute häufig zur Behandlung von funktionellen Störungen im Halsbereich. Zur Entlastung der Halsmuskulatur von möglichen Verspannungen wird in der Heilkunde vereinzelt die so genannte progrediente Muskelentspannung eingesetzt, die neben der Entspannung der Muskeln auch eine positive Wirkung auf die Seele haben soll.

Das ist besonders dann sinnvoll, wenn ein Bezug zwischen Halssteifigkeit und psychischer Belastung besteht. Auch hier kann das Lernen von Entspannungsmethoden (Autogenes Training) zur Bewältigung von Stress beitragen und damit das Steifheitsrisiko verringern.

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