Blütentherapie

Blumentherapie

Inzwischen hat die Bachblütentherapie einen festen Platz in der Naturheilkunde eingenommen. Vorstellung der Blütentherapie nach Dr. Bach und deren Weiterentwicklung durch Dietmar Krämer. "Jede körperliche Erkrankung basiert auf einem mentalen Ungleichgewicht" - diese These ist die Grundlage der Blumentherapie nach Edward Bach.

Allgemeines zu diesem SIGeL

Hat die Bachblütentherapie eine positive Wirkung auf die verschiedenen Erkrankungen? Die Bachblütentherapie wird von uns als "unklar" eingestuft. Bei der Bachblütentherapie handelt es sich um eine Entwicklung des britischen Mediziners Edward Bach zu Beginn des zwanzigsten Jahrtausends. Die Wissenschaftlerin geht davon aus, dass alle Organerkrankungen auf psychische Störungen zurückzuführen sind, die mit hoher Verdünnung gewisser pflanzlicher Extrakte gelöst werden können. Bachblütentherapie ist daher nicht Teil der Kräutermedizin (Phytotherapie) und sollte in der Regel nicht als wissenschaftlich ausgerichtete Heilskultur verstanden werden, sondern als Glaubenskultur mit quasi-religiösen Eigenschaften.

Ermittlungen im Rahmen der Bachblütentherapie sind immer IGeL. Die Bachblütentherapie funktioniert nach den verfügbaren Reviews und Studien nicht besser als eine Scheintherapie, weist aber auch keine direkten Begleiterscheinungen auf. Allerdings können mittelbare Schädigungen auftreten, wenn z.B. keine sinnvollen und notwendigen Maßnahmen durchgeführt werden. Mit der Bachblütentherapie sollen psychische Erkrankungen behoben und damit Erkrankungen vorgebeugt werden.

Die Behandlung psychischer Störungen mit psychotherapeutischen und anderen Verfahren kann Teil der Sozialleistungen der GKV sein. Bachblütentherapie hingegen ist immer IGeL. Die Bachblütentherapie kann mit einer ausführlichen Analyse, einer organischen Prüfung und Konsultation bis zu 200 EUR betragen. Starke psychische Belastung kann auf lange Sicht zu physischen Störungen und Krankheitsbildern auslösen.

Dabei kann es medikamentös vernünftig sein, den Kreislauf der psychischen und physischen Erkrankungen mit medikamentösen Mitteln zu unterbrechen und den Ursprüngen auf den Grund zu gehen und sie, wenn möglich, zu stoppen. Einige Menschen empfinden jedoch bereits geringe Schwankungen vom optimalen psychischen Zustand als behandlungspflichtig. Empfindungen wie Furcht, Schlappheit, Angst, Stress und Unbeständigkeit werden nicht als temporäre Zustandsformen innerhalb eines gewöhnlichen Gefühlsspektrums gesehen, sondern als Vorbote einer schweren Krankheit.

Auf der Suche nach einer "Volksmedizin", die es jedem Menschen ermöglicht, gegen seine eigenen psychischen Leiden anzugehen, um körperliche Erkrankungen zu verhindern, war der englische Mediziner und Biologe Edward Bach, der auch Homöopathen behandelt. Ein besonderes Merkmal der Bachblütentherapie sind die so genannten Rettungs- oder Notfalltropfen, die Bach als Kombination von fünf einzelnen Essenzen hergestellt hat und die bei psychischen Notfällen hilfreich sein sollen.

Im Gegensatz zur homöopathischen Medizin zum Beispiel, bei der die Suche nach einem passenden aktiven Inhaltsstoff auch ein intensives Gespräch mit dem Betroffenen erfordert, ist die Bachblütentherapie hauptsächlich auf die Verabreichung der Mittel begrenzt. Bachblütentherapie wird in keiner Medizin-Richtlinie genannt. Mit der Bachblütentherapie sollen psychische Probleme durch eine sehr hohe Verdünnung von pflanzlichen Extrakten harmonisiert und damit auch Erkrankungen vorgebeugt werden.

Eine Bachblütentherapie wäre sinnvoll, wenn ihre Zubereitungen psychische Störungen besser mildern und körperliche Erkrankungen besser verhindern würden als fiktive Zubereitungen. Es wurden vier Rezensionen erstellt, die Studien zur Bachblütentherapie auswerten. Insbesondere wurde die Bachblütentherapie zur Therapie von Testangst, Depressionen, ADHS und Schwangerschaften nach dem Geburtsdatum entwickelt. Daher gibt es keine Belege für einen über einen Placebo-Effekt hinausgehenden Vorteil für die Bachblütentherapie.

Bachblütentherapie wäre gesundheitsschädlich, wenn ihre Zubereitungen Begleiterscheinungen hätten und die Wohnqualität minderten. Daher gibt es keine Belege für einen direkten Schaden durch die Bachblütentherapie. Indirekter Schaden könnte jedoch eintreten, wenn keine sinnvollen und notwendigen Therapien durchgeführt werden, die Gründe für psychische Störungen nicht untersucht werden, sich Menschen zu Unrecht ihrer Erkrankung schuldig fühlen und Menschen, für die Bachblütenmittel ein ständiger Begleiter wurden, eine psychische Abhaengigkeit entwickeln.

Die Bachblütentherapie beurteilen wir als "unklar": Das zugrundeliegende Erkrankungskonzept ist ebenso wenig wissenschaftlich begründet wie die Zuteilung der Einzelpflanzen zu psychischen Störungen. Es wurden keine Beweise für einen positiven Einfluss der Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen gefunden. Untersuchungen haben auch keine Anzeichen von Beschädigungen gezeigt. Die Wirkung der Bachblütentherapie weicht in den Untersuchungen nicht von der einer Scheinkur ab.

Daher gibt es keine Beweise für einen Vorteil. Daher gibt es keine Beweise für einen unmittelbaren Nachteil. Wir schätzen sie als "unklar", da es keine Anhaltspunkte für einen Vorteil, aber auch keine Anhaltspunkte für einen unmittelbaren Sachschaden gibt. Wissenschafterinnen und Wissenschafter untersuchen die Nutzung und den Sachschaden von DSGeL (auch "Selbstzahlerleistungen"), damit sich die Versicherten selbst ein Bild machen können.

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