Blutiger Aderlass

Blutvergießen

Aderlass ist eine Methode zur Entlastung des Lungenkreislaufs. Der Hauptindikator für Blutlosigkeit ist das kardiale Lungenödem. Blutvergießen ist die Ausnahme im Rettungsdienst! Bloodletting Das Verfahren des Aderlasses ist im Krankenhausalltag ungewöhnlich. profitierte von blutigen und nicht-blutigen Schröpfen in verschiedenen.

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Aderlass ist eine Möglichkeit, den Lungenkreislauf zu entlasten. Anders als beim herkömmlichen Aderlass, bei dem das Körperblut aus dem Organismus fließt, ist diese Technik völlig ablos. Nur ein Teil des umlaufenden Blutes wird in drei der vier Gliedmaßen gehalten. Dies führt zu einem Rückfluss von Blut in die Lungengefässe und - aufgrund des daraus resultierenden höheren Drucks - zu einem Austritt von Flüssigkeiten in das Lungegewebe.

Aderlass" wird dadurch erzielt, dass an drei der vier Gliedmaßen (Oberschenkel und Oberarme) eine Staubbindung so angelegt wird, dass kein Blut zurückfließen kann. Die Blutdruckmanschette wird fest montiert und bis zu einem Blutdruck von 30 bis 40 mm Hg gepumpt. Das sind etwa 12-15 mm Hg in den kleinen postkapillären Adern, 5-6 mm Hg in den großen Adern der Gliedmaßen.

Dadurch ist zwar ein arterielles Einströmen in die Gliedmaßen möglich, ein venöses Rückströmen wird aber vermieden. Zur Vermeidung von Gewebeschäden in den teilweise gebundenen Läufen und Ärmeln wird alle 15 Minuten ein Glied wieder mit Durchblutung versorgt. Drei der vier Gliedmaßen - und das dort befindliche verstopfte Herzstück - sind also immer alternierend nicht am Kreislauf angeschlossen.

Sinnvoll ist es, mit vier alternierend aufgeblasenen Manschetten nach einem festgelegten Rotationsmuster zu arbeiten (z.B. nach fünf min. Veränderung der perfundierten Gliedmaße im Uhrzeigersinn, d. h. ein Glied wird für maximal 15 min. "gebunden").

mw-headline" id="Allgemeines">Allgemein

Aderlass ( "Aderlass" als hypovolemische Blutverdünnung ) ist seit der Antike bekannt und bis ins neunzehnte Jh. weit verbreitete Therapie. Beim Aderlass wird dem Betroffenen manchmal eine nicht unbeträchtliche Blutmenge entzogen. Aderlass ist die ursprünglichste Art der Blutverdünnung.

Die hypovolemische Blutverdünnung reduziert sowohl die Anzahl der Erythrozyten als auch das Blutvolumen. Isovolemische oder normovolemische Blutverdünnung (IHD, eine Mischung aus Aderlass und HAES-Infusion) wird bei Erkrankungen des Venenkreislaufs der Retina verwendet. Aderlass wird in der pseudomedizinischen Medizin noch heute als Drainageverfahren verwendet. Aderlass wird vor allem bei "Blutreinigung" (Ausscheidung von "Toxinen" und "Abfallprodukten"), Übergewicht, Adipositas, Diabetes, hohem Blutdruck, Lungenödem, Stauungsödem, Störungen des Bewegungsapparats und Kreislaufstörungen im Hirn verwendet.

Vor allem aber soll ein regelmäßiges Aderlass - mindestens drei Mal im Jahr - dazu beitragen, "den Blutdruck zu entlasten", was das Risiko von Schlaganfällen, Herzinfarkten und hohem Blutdruck vermeidet. Aderlass ist eine Form der Schröpftherapie. Bei blutigem oder feuchtem Tröpfeln wird die Schale z.B. mit einer Lanzette zerkratzt, bevor das Tröpfchen mit negativem Druck aufgelegt wird.

Der Vorteil des Blutvergießens sollte auf zwei mittlerweile überholten und naturwissenschaftlich begründeten Ideen basieren (Vier-Saft-Theorie): Erstens wussten sie noch nicht, wie das Blut in ihrem Organismus umläuft. Aderlass war bis weit in die heutige Zeit hinein gängige Praxis.

Die beiden bekannten Blutvergießer waren Imperator Leopold und George Washington. Das wurde von Samuel Hahnemann, dem Begründer der homöopathischen Medizin und Widersacher des Blutvergießens, heftig bemängelt. Während der Therapie wurde beinahe die Haelfte des Bluts des Patienten entnommen, weshalb heute angenommen wird, dass Aderlass die Ursache seines Todes war.

Im Jahre 1809 wurden die Auswirkungen des Blutvergießens zum ersten Mal in Kontrollstudien durch den Militärdoktor Alexander Hamilton erforscht. Es zeigte sich, dass die Sterblichkeitsrate der Patientinnen und Patienten, die an einer Vene starben, zehn Mal so hoch war wie die der Patientinnen und Patienten, die aus dem Aderlass entkommen waren. Wenige Jahre nach Hamiltons Arbeit haben andere Mediziner jedoch Untersuchungen mit den gleichen Ergebnissen durchgeführt, aber erst in der Hälfte des neunzehnten Jahrhundert verschwanden die Aderlässe aus der medizinischen Tätigkeit.

Die Badegäste des Mittelalters benutzten Aderlaßmesser, oder ab dem fünfzehnten Jh. ein Instrument, dessen Spezialmesser nach dem Aderlaß zurückspringt, das Schröpfen schnaubt. Im Zusammenhang mit dem Aderlass steht die Blutegel-Therapie, die in früherer Zeit vor allem bei der Frau angewandt wurde. Blutkreislaufstörungen im Hirn oder Gerinnungsstörungen können zu lebensbedrohlichen Blutverlusten führen, ebenso wie Herzversagen, Angina pektoris oder Anämien.

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