Blutspenden mit Bluthochdruck

Blut-Spenden bei Bluthochdruck

Blutspenden - gut für hohen Blutdruck? Blutspende kann eine gute Tat nicht nur für andere, sondern auch für sich selbst sein. In einer ersten klinischen Untersuchung konnte gezeigt werden, dass es den Druck im Blut wirksam mindert. An der Charité in Berlin wollen die Wissenschaftler nun gezielt die Technik testen, die auch in der Naturmedizin zum Einsatz kommt. In einer neuen Untersuchung senkte der experimentelle Blutablass den Druck um 16 Millimeter Hg.

Eine größere Untersuchung wird nun durchgeführt, um festzustellen, ob eine regelmäßige Blutspende eine Behandlung von Bluthochdruck sein könnte. Wir suchen noch Leute aus Berlin mit hohem Druck. Das Alter sollte zwischen 30 und 65 Jahren betragen, der obere systolische Anteil zwischen 140 und 160 mHg. Im Rahmen der Voruntersuchung unter der Leitung von Prof. Andreas Michalsen wurden in einer Gruppe zwei Mal alle vierzehn Tage 300 ml des Blutes bei Patientinnen und Patienten mit Stoffwechselsyndrom - Bluthochdruck, Fettleibigkeit, veränderte Blutfette und Insulin-Resistenz - aufgedeckt.

Nach sechs Monaten haben sie die Werte des Blutdrucks mit denen einer nicht therapierten Gruppe abgeglichen. Der durchschnittliche arterielle Druck bei den zu behandelnden Patientinnen war um 16 mmHg sinkt symmetrisch. Michael Sen. und Prof. Abdulgabar Salama, Direktor des Institutes für Transfusionsmedizin and der Universität Hohenheim, vermuteten, dass sich ein erhöhter Eisenanteil nicht nur auf das Herz-Kreislauf-System, sondern auch auf das Abwehrsystem auswirken kann.

In einer weiteren Studie untersuchen Michael und Michael sowie die Karl und Veronica Carstens Stiftung nun, ob regelmässige Blutspenden als Hypertonietherapie eingesetzt werden können und das Herz-Kreislaufrisiko senken. Bisher wurde die Langzeitwirkung der Blutspende auf den Druck nicht konsequent untersucht. Allerdings hatten regelmässige Blutspenden immer wieder von positiven Gesundheitseffekten berichtet: mehr Leistung, mehr Körperbewusstsein, mehr Lebensfreude.

Epidemiologische Untersuchungen zeigen, dass bei Blutspendern das Herzinfarktrisiko reduziert ist. Die Prozedur wird heutzutage nur noch vereinzelt angewandt, sie ist eine der entwässernden Prozeduren der Naturheilverfahren. Auch die Carstens-Stiftung hat die Blutspendestudien an der Charité angestoßen und fördert sie mit 224.000 EUR.

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