Bobath Therapie

Die Bobath Therapie

Eine ärztlich verordnete Bobath-Therapie darf nur von zugelassenen Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten durchgeführt werden. Das physiotherapeutische Therapiekonzept Bobath ist auf neurophysiologischer Basis konzipiert. Bobath Therapie Das Bobath-Verfahren ist ein besonderes Therapiekonzept für Menschen mit Erkrankungen des ZNS. Es ist nach dem verheirateten Paar Dr. Karel und Bertha Bobath genannt und wendet sich vor allem an Menschen mit motorischen Beeinträchtigungen, Wahrnehmungen oder Gleichgewicht.

Im Erwachsenenalter wird die Therapie z.B. nach einem Hirnschlag mit Lähmung durchlaufen.

Mit gezielten Behandlungsmethoden werden Bewegungsabläufe und Übergänge gebildet und Ausgleichsreaktionen und Körperwahrnehmung optimiert. Der Therapeut hat das Bestreben, den Betroffenen in die Lage zu versetzen, seinen Alltag besser zu bewältigen, was seine Unabhängigkeit und seine Wohnqualität steigert. So wird es zum Beispiel praktiziert, eine lähmte Haut bei Alltagsaktivitäten wie Fressen oder Wäschewaschen einsetzen zu können.

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Die Bobath-Konzeption ist ein Problemlösungsansatz in der Beurteilung und Therapie von Erwachsenen und Kindern mit neurodegenerativen Krankheiten. Im Unterschied zu anderen Therapieformen, wie der Zwangsanwendungstherapie (FUT), wurde das Bobath-Konzept in wissenschaftlichen Untersuchungen noch nicht als wesentlich effektiv klassifiziert. Nichtsdestotrotz wird das Bobath-Konzept mit bedenklichem Ergebnis auf der ganzen Welt eingesetzt.

1943 wurde das Gesamtkonzept von der Krankengymnastin Berta Bobath und ihrem Mann, Neurologe und Pädiater Karl Bobath erarbeitet. Die Bobath-Konzeption beruht auf neuropysiologischen und Entwicklungsprinzipien der Neurologie und ist an den Patientenressourcen ausgerichtet. Sowohl die beiden, Herr Dr. med. Karel als auch Frau Dr. Berta Bobath, haben bereits großen Wert darauf gelegt, dass die angewendeten Verfahren und Technologien immer mit den neusten neuropsychologischen Erkenntnisse in Einklang stehen.

Traumatische Hirnschäden zerstören oft nicht die eigentliche Leitstelle, sondern unterbrechen Verbindungen, die von allen Pflegekräften mit ständiger Ermutigung und Stimulierung des Betroffenen repariert werden können. Der Bobath erkannte die Chancen, die die Formbarkeit des Hirns bietet. Allerdings hilft eine solche einseitige Bewegung dem Betroffenen nur oberflächlich, da die stärker betroffenen Seiten nicht die Chance haben, neue Erkenntnisse zu erhalten und zu verwerten.

Die stärker belastete Seite des Körpers hingegen wird immer wieder in alltäglichen Bewegungsabläufen einbezogen, indem sie sensibel angeregt wird, um sie in Harmonie mit der weniger belasteten Hälfte des Körpers zu bringen. Die in Berlin geborene Berta Bobath (1907-1991) wanderte mit ihrem ersten Ehemann als Hebamme nach England aus und erkannte als Krankengymnastin, dass die Spastizität durch unterschiedliche Bewegungsabläufe und Positionen beeinflusst werden kann.

Während der Therapie von stark spastischen Patientinnen stellte sie fest, dass die Spastizität des Patientinnen durch gewisse Positionen, Haltungen und Bewegungsabläufe abnahm oder unterging. Es wurde ihr klar, dass die Krampfadern nicht, wie bisher vermutet, ein festes, beständiges Erscheinungsbild waren, sondern von der Position und Beweglichkeit des Organismus beeinfluss.

Das Bobath-Konzept wurde durch gezielte Beobachtungen vieler Patientinnen und Patientinnen und durch das Testen von weiteren Behandlungsmethoden als experimentelles (erfahrungsbasiertes) Therapiekonzept entwickelt. 1951 wurde in London das West Cerebral Palsy Centre gegründet, ein eigenes Behandlungszentrum für Patientinnen und Patienten mit cerebralen Bewegungseinschränkungen. Auch die ersten Bobath-Kurse für Physiotherapeuten wurden in diesem Haus durchgeführt.

Im Jahr 1958 kam das Paar Bobath zum ersten Mal nach langem Warten nach Deutschland. Er widersprach zunächst den Reflexionen und Erkenntnissen seiner Gattin, musste aber aus seinen eigenen Untersuchungen ersehen, dass sie Recht hatte. Er entwickelte als Neuologe die neuronalen Basics und arbeitete Jahrzehnte lang mit ihnen zusammen, um das Bobath-Konzept zu verbreiten.

Die von Bobath entwickelten Arbeitsmethoden wurden von dem Paar explizit als Konzeption und nicht als Verfahren beschrieben. Die Bobath-Konzeption umfasst daher nicht vorgeschriebene Verfahren, Methodiken oder Übungsaufgaben, die bei allen Patientinnen und Patienten gleichermaßen durchgeführt werden müssen, sondern trägt den jeweiligen Gegebenheiten und Einschränkungen eines Individuums Rechnung und integriert diese durch einige Grundsätze in die Versorgung und Therapie.

Die Anwendung des Bobath-Konzeptes erfolgt durch Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden sowie durch Ärzte und Pflegekräfte, idealerweise in interdisziplinärer Kooperation. Das Bobath-Konzept wird bei der Therapie von Kleinkindern, Schülern und Großeltern mit cerebralen Bewegungseinschränkungen, sensorischen Bewegungseinschränkungen und neuro-muskulären Krankheiten wie Hirnschlag, Multiple Subklerose, intrazerebralen Blutungen, craniozerebralen Traumata, Rückenmarkserkrankungen, Enzephalitis, Gehirntumoren, Parkinson-Krankheit und Umfangsnervensprüngen angewendet.

Ursprünglich wurden nur Kleinkinder und solche mit angeborener Bewegungseinschränkung (Kinder mit Zerebralparese) "nach Bobath" aufbereitet. Seit den 1960er Jahren wurde das Gesamtkonzept auf die Betreuung und Therapie von erwachsenen Menschen ausgeweitet. Es ist heute das am erfolgreichsten und anerkannteste Therapiekonzept für Menschen mit durch neurologische Erkrankungen verursachten Bewegungseinschränkungen. Noch vor wenigen Jahren galt ein Patient mit Hirnschädigung und Zentrallähmung als Pflegefall.

Sie können heute durch zielgerichtete Pflege- und Therapiemaßnahmen gezielt saniert werden. Bei der Krankheit, für die das Bobath-Konzept am gebräuchlichsten ist, handelt es sich um eine Apoplexbeleidigung oder einen Hirnschlag (zerebraler Infarkt), der von einer Halblegie begleitet wird, oder um die unterschiedlichen Formen der zerebralen Lähmung und Krankheiten mit unterschiedlichen Hypotonieerscheinungen wie der Spinalkatrophie.

Der Anteil der Patientinnen und Patientinnen mit Ischämien ( "Anfällen"), die die akut auftretende Krankheitsphase überstehen, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Durch den sofortigen Einsatz der Bobath-Therapie und eine Änderung der Pflegestruktur nach dem Bobath-Konzept werden die weiteren Perspektiven dieser Patientinnen und Patientinnen in Bezug auf Selbständigkeit und Autonomie in den Alltagsaktivitäten (ATL) verbessert.

Die International Bobath Instructors Training Association (IBITA) existiert seit 1984 mit Hauptsitz in St. Gallen, Schweiz, mit einem eigenen Standort in Amstelveen, Niederlande, und Ländervertretern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Verein wurde mit der Einwilligung von Bernhard und Karl Bobath ins Leben gerufen, um ein unkontrolliertes Wachstum in der Therapeutenausbildung im Bobath-Konzept zu unterdrücken.

Weltweit anerkannt Bobath-Kurse werden ausschliesslich von IBITA-Instruktoren unterrichtet und sind in den Kurszertifikaten aufgeführt. Die seit 1994 in Deutschland tätige Bobath-Initiative für die Pflege und Betreuung älterer Menschen setzt sich für die Förderung der Weitergabe und Fortentwicklung des Bobath-Konzeptes in der Seniorenpflege und -betreuung ein und reguliert die Schulung von Pflegeausbildern für Bobath.

Der seit 1996 bestehende Verband der Bobath-InstruktorInnen (IBITA) Deutschland und Österreich e. V. hat seinen Hauptsitz in Berlin mit einem umfangreichen Lehrangebot. Die Bobath-Kurse werden von vielen Institutionen und Berufsverbänden der Physiotherapeutinnen und Krankenschwestern durchgeführt, in Deutschland von der Albert-Hochschule in Hamburg (dem größten Bobath-Kursanbieter ) und der VPT-Academy Fellbach, in Österreich dem Physiotherapeutenverband Physio Austria.

Die Zielsetzung des Bobath-Konzeptes resultiert aus der gemeinschaftlichen Vereinbarung zwischen dem Betroffenen und den Betreuern (Therapeuten, Ärzte, Krankenschwestern). Generelles Zielsetzung ist eine möglichst große Selbständigkeit, Selbsttätigkeit und Handlungskompetenz des Betroffenen im Alltagsleben unter Einbeziehung und Überprüfung der Motorik. Die Therapeutin, Ärztin und/oder Krankenschwester untersucht die Problematik der Ausführung von Handlung und Bewegung.

Eine wesentliche Komponente des Bobath-Konzepts ist die persönliche Gestaltung der Patientenumgebung, so dass der Patient die Aktions- und Bewegungsziele erreicht. Heutzutage wird das so genannte Bindungskonzept von allen relevanten medizinischen Berufen angewendet. Es gibt in den jeweiligen Räumlichkeiten ganze Arbeitsgruppen aus Ärzten, Heilpraktikern und Pflegekräften, die das Gesamtkonzept aufgreifen und im 24-Stunden-Management zu einem ganzheitlichen Ansatz führen.

Anerkennung der FÃ?higkeiten und Fertigkeiten des Betroffenen und damit gröÃ?tmögliche SelbstÃ?ndigkeit und Entwicklungsmöglichkeiten zu realisieren, um die Teilnahme und AktivitÃ?t in seinem Ã-kologiebereich zu fördern. Das Bobath-Konzept zielt im Unterschied zu konventionellen Verfahren nicht auf eine behelfsmäßige Lähmung, sondern auf das erneute Erlernen der normalen Bewegungsfähigkeit.

Vorraussetzung für eine enge Zusammenarbeit des Betroffenen ist, dass er wieder unabhängiger in den Tätigkeiten des Alltags wird. Durch den frühzeitigen Gebrauch von Therapie und Betreuung nach dem Bobath-Konzept bereits auf der intensivmedizinischen Station können Fehlentwicklungen wie die Entwicklung von Spastizität und das Lernen von unphysiologischen Bewegungsabläufen reduziert oder vermieden werden. Durch die konsequente Umsetzung der Grundsätze des Bobath-Konzeptes ergeben sich für alle Patientinnen und Patientinnen höhere Erfolgschancen bei der weiteren Rehabilitierung.

Bei dem Bobath-Konzept handelt es sich um ein 24-Stunden-Konzept. Die Lernprozesse nach dem Bobath-Konzept finden daher nicht nur in temporären Behandlungseinheiten statt, sondern sind fester Baustein des ganzen Tagesablaufs. Dies setzt voraus, dass jeder, der mit dem Menschen in Berührung kommt, die beiden Grundsätze des Bobath-Konzepts (Regulierung des Muskelaufbaus und Einleitung der physiologischen Bewegung) befolgt.

Die Patientin selbst, Physiotherapeutinnen, Krankenpflegerinnen, Ergotherapeutinnen, Logopäden, Ärztinnen, andere Therapeutinnen und Verwandte des Kranken richten sich idealerweise nach einem gemeinschaftlichen, persönlichen Herangehen an den Kranken, um das Bildungsangebot für das Hirn so gleichmäßig und widersprüchlich wie möglich zu machen. Die Krankenschwestern verbringt die meiste Zeit mit dem Kranken. Die Alten- und Krankschutzbetreuung im Bobath-Konzept nimmt daher eine große Rolle ein; sie wird Teil der Therapie.

Daher ist es sehr aufschlussreich, das Pflegebedürftige im Bobath-Konzept zu schulen; ein eigener Verein (siehe unten) engagiert sich für diese Thematik. Physiotherapeuten passen sich der Tatsache an, dass sie für jeden einzelnen Patient im Gespann ein eigenes Behandlungskonzept erarbeiten müssen, das vom Behandler nicht spezifiziert werden kann. Die meisten Mediziner sind nicht im Bobath-Konzept geschult, es werden jedoch medizinische Kurse zur Reduzierung dieses Defizits durchgeführt.

Bei den Physiotherapeuten ist die Kenntnis und Schulung über das Bobath-Konzept am stärksten ausgeprägt. Das Bobath-Konzept erlaubt allen an der Mobilisierung und Handhabung des Pflegebedürftigen Beteiligten ein besonders rückenschonendes und physikalisch wirtschaftliches Vorgehen: Der Pflegebedürftige richtet sich nach der natürlichen menschlichen Beweglichkeit und agiert ausschliesslich mit Zug- und Hebeldruck.

Entscheidend für den Unternehmenserfolg ist die Verzahnung von Beruf, vor allem von Krankengymnastik und Krankenpflege. Die Bobath-Konzeption stellte an beide Fachgruppen spezielle Ansprüche, nicht nur an das technische Wissen, sondern auch an die Fähigkeiten, in einem nicht-hierarchischen Team zu arbeiten und zu kommunizieren. Ziel des Bobath-Konzeptes ist ein Lern-Prozess des Betroffenen, um ihm die Beherrschung des Muskelaufbaus und der verloren gegangenen Bewegungsabläufe zu geben.

Grundlage dieses Lernprozesses ist die lebenslange Lernfähigkeit der Gehirne durch eine stetige Reorganisation der Kooperation der Gehirnzellen und die unvollständige Ausnutzung der Gehirnzellen (Plastizität). Die Lernprozesse nach dem Bobath-Konzept finden nicht nur in temporären Therapieeinheiten statt, sondern sind fester Baustein des ganzen Tagesablaufs. Rund um die Uhr werden Patientinnen und Patientinnen, Physiotherapeutinnen, Ergotherapeutinnen und Ergotherapeutinnen, Krankenschwestern, Ärztinnen und Ärztinnen sowie deren Familienangehörige nach einheitlichen, interdisziplinären Wirkprinzipien geführt.

Durch die regelmäßige Repetition ist die Positionierung eine besonders wichtige Lernmöglichkeit für den Betroffenen, insbesondere in der Akutsituation. Die Aussichten auf eine Rehabilitation sind ohne Therapiepositionierung deutlich nachteiliger. Die Positionierung ist für Patientinnen und Patientinnen mit Wahrnehmungsstörungen des Organismus, die sich oft durch große Rastlosigkeit oder hohe Spastizität bemerkbar machen, eine gute Gelegenheit, die Wahrnehmungsfähigkeit des eigenen Organismus zielgerichtet zu verstärken.

Entgegen der weitverbreiteten Vorstellungen von der Dekubitusprophylaxe werden die Forscherinnen und Forscher bestrebt sein, diese Patientinnen und Patientinnen relativ fest zu positionieren. Dabei ist der therapiegerechte Umgang mit dem Menschen während der Fahrt zu berücksichtigen, z.B. bei jeder Mobilisierung, z.B. beim Liegen, Bewegen, Stehen und Transfer in den Stuhl.

Der Betreuer (Therapeut, Krankenschwester, Angehöriger) bietet dem Patient eine Lernmöglichkeit, die ungewöhnlichen Mimikfunktionen durch die Formgebung der Lage und die Führung der betreffenden Stellen wieder zu erlangen. Die Initiierung oder Einbindung von regelmässig stattfindenden Alltagsaktivitäten in die Bobath-Therapie verstärkt durch die Einleitung in die physiologischen Bewegungsmuster und damit den korrekten Eingang als Lehrangebot besonders den Lehrprozess des Pat.

Ziel ist es, durch die Ausgestaltung der Ausgangslage (Position oder Ausgangsposition des Betroffenen, Helfer, Umgebung) den Muskelaufbau zu steuern. Dazu gehört neben der Selbständigkeit oder Selbstaktivität auch die Einleitung oder der Rückruf von vor der Krankheit erlernten physiologischen Bewegungsprogrammen. Zu den geeigneten Bereichen für ein therapiegestütztes ADL-Training gehören unter anderem die Pflege des Körpers, das An- und Ablegen, das Entkleiden und die Nahrungszufuhr.

Das sind Aktionen, die dem Betroffenen aus der Zeit vor seiner Krankheit bekannt sind, für die er vor seiner Krankheit präzise Vorstellungen und Bewegungsabläufe hatte. So kann die Betreuung und Therapie auf reale Bewegungserfahrungen zurückgegriffen werden und muss nicht von vorne herein an neuen, zunächst abstrahierten Bewegungsabläufen arbeiten. Aufgrund der vertrauten, konkreten und lebspraktisch wichtigen Ausgangssituation sind die Motive und die Orientierungshilfe des Betroffenen in der Regel besser als in abstrakt und fernab der lebenspraktischen Gestaltung von Trainingssituationen.

Vor allem in der Pflege gibt es therapeutische Stimulationsmöglichkeiten der körpereigenen Wahrnehmung (Propriozeption). Es bestehen spannende Gemeinsamkeiten zwischen dem Bobath-Konzept und der Basalstimulation, die eine komplementäre Anwendung beider Ansätze bei einigen Patientinnen und Patienten nahe legen. Die Rehabilitationserfolge hirngeschädigter Menschen können auch bei Arbeiten nach dem Bobath-Konzept nicht garantiert werden und sind von vielen Einflussfaktoren geprägt.

Der der Krankheit zugrundeliegende Gehirnschaden kann durch Bobaths Arbeiten nicht rückgängig gemacht werden. Insbesondere Mehrfachhirnschäden oder Diffusschäden des Gehirns, z.B. durch allgemeinen Mangel an Sauerstoff nach der Reanimation (hypoxämischer Hirnschaden), sind für den Lehrprozess weniger vorteilhaft, da sie die Reorganisationsfähigkeit des Gehirns nicht nur in Form eines Herdes, sondern auch weltweit einschränken.

Entscheidend ist die Motivierung für die aktive Zusammenarbeit des Pat. mit dem anderen. Es wird durch die Person des Betroffenen vor seiner Krankheit, seine individuelle Krankheitsbearbeitung und auch die Natur seiner Hirnschäden mitgeprägt. Der Motivationsgrad muss durch mehrfache und aufgeschlossene Informationen des Betroffenen aufrechterhalten werden. Am besten motiviert sind die Erfolge und Fortschritte, die der Patient selbst sehen kann.

Verwandte spielen eine große Bedeutung. Diese können die Leistungsbereitschaft des Betroffenen sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht beeinträchtigen, ihn motivieren oder zur Passion ermutigen, die Krankheitsverläufe wesentlich mitprägen und damit den Verlauf der Rehabilitierung wesentlich mitprägen. Daher ist ihre frühzeitige Beteiligung und Aufklärung im Rahmen des Bobath-Konzepts geplant und von entscheidender Bedeutung. Um den Lernprozess nach Bobath effektiv zu gestalten, ist es notwendig, dass alle an der Rehabilitierung des Pflegebedürftigen mitwirken.

In dem Maße, wie eine solche verzahnte Kooperation weniger auftritt und je differenzierter die Arbeit mit dem Betroffenen ist, umso weniger erfolgreich wird der Betroffene lernen. Eine nahezu völlige Genesung des Betroffenen ist unter guten Bedingungen durchaus möglich; in jedem Fall wird der Erfolg der Rehabilitation durch koordiniertes Handeln aller Betroffenen wesentlich besser sein. Das Bobath-Konzept: Frauke Biewald (Hrsg.).

2004, ISBN 3-437-45636-9 Ute Steding-Albrecht (Hrsg.): Das Bobath-Konzept im Kinderalltag. Thiéme Verlagshaus, 2003, ISBN 3-13-130861-3 St. P. Hille Viebrock, Barbara Forst (Hrsg.): Bobath. LIT, 2013, ISBN 978-3-643-12040-3 Gisela Ritter, Alfons Welling: The 10 Principles of the Bobath Concept in Child Therapy. Thiéme Verlags, 2008, ISBN 978-3-13-145691-5 Berta Bobath, Karel Bobath: Bewegliche Reizentwicklung bei Cerebralparese.

Alfons Welling: Niklas und die Bobath-Therapiedokumentation einer einzelnen Fallstudie. Carin Cornelius, Gisela Ritter: Wohnen und Arbeit mit dem Betreuungskonzept Bobath. 2011. Karl-Michael Haus: Neurologische Therapie von Kindern und Jugendlichen. Springerverlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-540-95969-4 Bettina Paeth Rohlfs: Experimente mit dem Bettina Paeth Rohlfs Bobath-Modell. Birgit Dammshäuser: Die Bobath-Konzeption in der Altenpflege.

Hermas Purwin, S. Korte, M. Längler: Handlings nach Bobath am Beispiel der Halbschmerz. Welche Neuerungen gibt es beim Bobath-Konzept? Das Bobath-Konzept hat seine Ursprünge. 1/1998, s. 3-10. n. 3-10 n. e. Bassoe Gjelsvik: Bobath-Therapie in der Erwachsenen-Neurologie.

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