Christliche Gebetskette

Die christliche Gebetskette

Mala, Misbaha und der Rosenkranz zum Beispiel Manchmal sind es Saatkapseln, manchmal kleine Steine, Kugeln oder Äste. In den Gebets-Ketten des Buddha, des Islams und des Christentums gibt es Unterschiede in Bezug auf Materie und Elementzahl, aber sie haben einige Gemeinsamkeiten. Geheimnis und Zauberei - viele Dinge vermischen sich mit religiöser Vorstellung von Gebets-Ketten. Auf den Rosenkranz haben sich die Christenmönche des Mittelalters mit ihren Gebeten verlassen.

Der islamische Derwisch benutzt seine Gebetskordel, um den Ruf Gottes zu loben, zum Beispiel im Gebets-Ritual der Sikr. "Auf Arabisch wird die Gebetskette im islamischen Sprachgebrauch Misbaha und in nicht arabischen Staaten z. B. in türkisch sprechenden Staaten Tessin bezeichnet. Der Name des Lobes ist Testament. Das ist auch eine Art des Zikrs, also der Erinnerung an Gott.

"Tausend oder mehr sind in einer Kette der tesbischen Bruderschaften aneinandergereiht. Beim Zikr Ritual hält die Beschwörung der Stunde Gottes an; oft wird das Beten durch Lieder, Trommeln und Tänze vervollständigt. Die Standardausführung der muslimischen Gebetskette ist natürlich kleiner. Der heutige Testament umfasst 99 Kugeln, wie der Religionsgelehrte Ali Mete erklärt.

"Die Gebetskette, die täglich von Moslems benutzt wird, besteht aus vier Teilen, drei mal 32 Kugeln an einer Kette, ganz am Ende gibt es ein Stück namens'Imame' auf Türkisch, das dann den hundertsten Teil darstellt. 3 mal 33: "Allah hat 99 Bezeichnungen - wer sie zählt, kommt ins Paradies" - soll einen Gefährten des Protagonisten Mohammed gesagt haben.

Der hundertste Name ist nur dem Kamele bekannt, deshalb schaut so höhnisch auf das Volk hinab, sagt ein Spruch aus Ägypten. Die Aufzählung von 99 verschiedenen Bezeichnungen in der korrekten Ordnung und zugleich das Streben nach einem Stand der Hingabe und des geistigen Eintauchens - das ist nahezu ausgeschlossen. In der Religionspraxis des Islam ist es daher Brauch, sich auf drei Bezeichnungen zu begrenzen.

"Wenn nach jedem der Gebete jemand 33 mal'Subhan Allah' sagt,'Subhan Allah' bedeutet Gelobt sei Gott, 33 mal'Al-hamdu purlah' und 33 mal'Al-hamdu purlah', so dank Gott, und 33 mal'Al-hamdu purlah', so sagt Gott groß, also 99 mal zusammen, und um die hundert zu vollenden sagt:'Es gibt keinen Gott außer Allah' - dann werden ihm Vergebung und Vergebung der Vergebung der Sünden, auch wenn sie sehr viel sind.

"Auffallend sind die Gemeinsamkeiten zwischen dem islamistischen Testament und den fernöstlichen Gebetsstätten. "Die Perlenkette heisst im sanskritischen "Mala". Bei den Hindus stehen die 108 Beads für die unterschiedlichen Bezeichnungen von Gott. Aber auch im buddhistischen System wird 108 als Zauberzahl betrachtet. Er hat immer eine kleine Schwester bei sich; normalerweise hat er die Gebetskette um sein Arm gelegt.

Immer wieder mit den Händen die Kugeln anfassen - das ruft immer wieder das Gebetsanliegen oder das Mantra in Erinnerung und hindert die Menschen daran, die Augen zu verschließen. "Die Gebetskette war auch im christlichen Glauben schon frühzeitig bekannt: "Die Väter der Wüste waren bestrebt, dieses ewige Beten zu sagen; nach Paulus:'Betet ohne Unterlass! Und dann sind diese Gebets-Ketten auch einander hinzugefügt worden.

"Im so genannten "Gebet Jesu" oder "Gebet des Herzens" der rechtgläubigen Christinnen und Christinnen wird der Aufforderung des Apostels Paulus zum ewigen Beten entsprochen. Im absoluten Schweigen sollte der Glaubende auf den Atemrhythmus und den Herzschlag hören, sein Gebete reden und in einen geistlichen Eintauchzustand versinken. Der Einsatz von Gebets-Ketten beschränkte sich im Christentum jahrhundertelang auf Eremiten, Ordensbrüder und Theologen.

Der Anstoß kam von dominikanischen Mönchen, die eine schlichte, aber präzise Form des Gebetes verbreiteten. Solch ein Kreislauf korrespondiert mit einem so genannten "Geheimnis" - einer Folge aus dem Jesuitenleben, an die sich der Glaubende während des Gebetes erinnern soll. Aus fünfzehn dieser Geheimnisse setzt sich ein vollständiges Gebet zusammen, das sich in drei Geheimnisse gruppiert: den fröhlichen, den schmerzhaften und den glorreichen Rosengarten.

"Dies ist ein simples und leicht zu erlernendes Gebetsanliegen. Das ist also ein Beten, das die gewöhnlichen Menschen ausführen können; es sagt nicht: "Du musst" oder "Du sollst" - es geht um Kontemplation, um das Schauen. Es war nur die Pflicht, innerhalb einer einzigen Frist von einer einzigen Stunde den drei Rosenkränzen, den freudigen, den schmerzlichen und den herrlichen Rosenkränzen zu beten.

Doch auch die Form des Gebets hat sich über Jahrzehnte erhalten.

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