Containment Psychologie

Eindämmungspsychologie

Eindämmung: Empfindungen wollen festgehalten werden. Kommentar, symbiotische und parasitäre Eindämmung Für diese Haltefunktion der Mütter hat der englische Physiker Wilfred Ruprecht Bion (1897-1979) ein wunderschönes Gemälde gefunden: Die Mütter sind eine Form von "Container" für die Gefühlswelt des Babys. Durch diese Interaktion lernen die Kinder später, ihre eigenen Empfindungen zu bearbeiten. Appetit, Langweile, Unwilligkeit, aber auch Spaß bringen das kleine Baby in vielen Augenblicken ganz und gar in den Griff.

Wir Erwachsenen wissen, wie sehr wir mit einem kreischenden Kleinkind leiden oder mit einem lachtenden Kleinkind lachen können. Aufgezeichnet werden die Empfindungen des Säuglings von der Schwiegermutter, die sie für eine gewisse Zeit "hält". Bion bezeichnete ein unsägliches Empfinden, mit dem das Kleinkind allein kaum zurechtkommt, als "Beta-Element". Nach der Verarbeitung des Gefühls ihres Sohnes durch die Mütter, gibt sie es ihm so verdaulich zurück, dass er es akzeptieren kann.

Die " akzeptable Empfindung " ist dann das Alpha-Element. Das Muttertier, das ihr schreiendes Baby erblickt, erkennt seine Empfindungen, blickt ihn an und sagt: "Ah, du bist arm. Dieser Prozess führt dazu, dass das Baby nur das denkt, was es auf einmal fühlt. Dann haben wir eine Transformation vom "Sein ein Gefühl" zum "Haben ein Gefühl" durchlaufen.

Laut Bion (1970) gibt es drei Typen von Container-enthaltenen Beziehungen: Der Reinhardt Lobe: Containment und die Dialogdialektik von Konzern und Unternehmen, Wien, Sept. 2002 www.teampotential.at/containment.pdf). Sybiotische Container-enthaltene Beziehung: Bei der symbiotischen Eindämmung ist das eine vom anderen ungünstig beeinflusst - es kommt zu keiner Weiterentwicklung. Beispiel: Eine verängstigte Frau entspannt sich dadurch, dass ihr Baby mit seiner Furcht zu ihr kommt.

Die Furcht des Babys kommt dann der Mütter zugute, weil sie von ihrer eigenen Furcht ablenkt wird. Im Zentrum steht nun die Furcht des Kleinkindes und für die Mütter hat man das Gefühl, dass die eigene Furcht nun besänftigt ist. Außerhalb von ihr (im Kind) scheint es nur Ängste zu geben, wo sie besser zu kontrollieren ist.

Damit wird die Mütter und eventuell auch das Kleinkind am Anfang ruhig, aber auf lange Sicht nehmen die Befürchtungen nur zu. Ein weiteres Beispiel für symbiotische Eindämmung ist das gemeinsame "Mitleid" in unvorteilhaft eingerichteten Selbsthilfe-Gruppen. Die andere bringt seine Gedanken in mich ein, was mich entlastet, weil es mich "erfüllt" und mich weniger allein macht.

Parasitäres Container-enthaltenes Verhältnis: Dieses Container-enthaltene Verhältnis hat etwas Vernichtendes an sich und vernichtet beides. Vgl. auch: Mentalisierung: Wenn die Mütter zu viel oder zu wenig reflektieren. In der Praxis gibt es zumindest drei verschiedene Formen der Eindämmung: zu viel, zu wenig und richtig. Gelegentlich geht das Kleinkind wie eine Mauer vor die Mütter (zu wenig Eindämmung) oder die Mütter "überwinden" das Kleinkind und lassen es nicht unabhängig sein (zu viel Eindämmung).

Es gibt auch "Eindämmung in die verkehrte Richtung", d.h. wenn die Mütter das Baby ständig als Behälter benutzen. Diese Containerbauweise ist ein Modell, das uns ein ganzes Jahr lang mitmacht. Die andere half uns, unsere Gefühlslage zu klären. Dies gilt insbesondere für die Psychotherapie. Können Betroffene weder Eindrücke noch Erfahrungen in Wörter kleiden, dann arrangieren sie die Psychotherapie unbewußt so, daß sich der Behandler wie der Betroffene anfühlt.

Danach können sie sich in die Bedürfnisse des Babys einfühlen. Die Erziehungsberechtigten oder der Psychotherapeut können diese Empfindungen jedoch mit Distanz nehmen, über sie denken und sie in Worten ausdrücken. In der Regel ist das Kleinkind oder der Betroffene dann sehr erlöst.

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