Darmsanierung nach Antibiotika

Darmrehabilitation nach Antibiotika

Gerade während und nach der Einnahme von Antibiotika ist die richtige Darmstruktur unerlässlich. Es wird empfohlen, nach einer antibiotischen Behandlung den Darm wieder unter Kontrolle zu bringen. Weshalb nehmen wir Antibiotika? Und wenn ich Antibiotika nehme?

Darmrehabilitation nach Einnahme von Antibiotika - sinnvoll oder unsinnig?

Die Darmrehabilitation ist eine alternative medizinische Maßnahme zur Kräftigung der Darmflora, die für unsere gesundheitliche Situation unerlässlich ist.? Die Darmreinigung sollte daher dazu beitragen, nach der Einnahme von Antibiotika gesundheitsschädliche Keime zu beseitigen und wieder inaktivieren. In diesem Beitrag werden wissenschaftlich anerkannte Erkenntnisse über die Interaktion von Antibiotika und Darmflora vorgestellt. Sie beleuchtet die Schnittstellen zwischen konventioneller und alternativer Medizin und erklärt, welche Patientinnen und Patientinnen nach der Einnahme von Antibiotika von der Darmsanierung profitiert haben.

Inwiefern beeinflussen Antibiotika die Darmflora? Die Beantwortung dieser Fragestellung ist nicht einfach, da unser Wissen über die Darmflora noch sehr eingeschränkt ist. Wir alle tragen mehr als 36.000 Arten und über 100 Billiarden Keime in sich. Im Kindes- und Alter erfahren wir die wichtigsten Änderungen der Darmflora.

In einigen Untersuchungen der vergangenen Jahre wurde nachgewiesen, dass die Vielfalt der Bakterien bei der Verabreichung von Antibiotika nachlässt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass eine verminderte bakterielle Vielfalt in der Darmflora einen negativen Einfluss auf die gesundheitliche Situation hat. Daher sollten Antibiotika sehr verantwortungsbewusst und nur in Absprache mit einem Facharzt einnehmen werden. Was sind die Gefahren von Antibiotika für die Darmflora?

Die Antibiotika tötet nicht alle Keimsorten gleichmäßig. Je nach Wirkungsmechanismus werden gezielte Keime mit gewissen Merkmalen befallen. Breitbandantibiotika tötet besonders viele bakterielle Stämme und werden verwendet, wenn der Krankheitserreger Resistenz zeigt oder sogar nicht bekannt ist. Beständigkeiten entstehen, wenn nur wenige Antibiotika oder keine Antibiotika gegen ein bestimmtes Bakteriengewebe wirksam sind. Breitbandantibiotika vergrößern auch das Infektionsrisiko mit dem Bakterienstamm Clostridium difficile. Bei der Behandlung von Clostridium difficile wird das Infektionsrisiko erhöht.

Erst bei einem starken Ungleichgewicht wächst das Bakterienwachstum schlagartig über und führt manchmal zu lebensbedrohlichem Durchfall und Darmentzündung (pseudomembranöse Kolitis). Am größten ist das Infektionsrisiko bei Älteren oder immungeschwächten Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt und einer mehrwöchigen Einnahme von Antibiotika. Teilweise sind nur risikoreiche Stuhltransplantate (FMT) wirksam. Tierversuche haben ergeben, dass Ungleichgewichte (Dysbiose) in der Darmflora mit übermäßigem Gewicht, Allergie, Geisteskrankheiten und Darmbeschwerden verbunden sind.

Unser Verteidigungssystem nimmt bei häufigen Erklärungsmustern eine Schlüsselrolle ein, denn eine geänderte Darmflora gibt neue Impulse an ihre Milieus. Durch die Darmflora wird die Aufnahme und Verwertung von Nahrungsmitteln gefördert. Die sterilen Labormäuse ohne Darmflora haben eine geringere Gewichtzunahme als ihre Mitmenschen. Beim Menschen sind sowohl Gewichtzuwachs als auch Gewichtsabnahme durch Antibiotika möglich.

Individuelle Forscher testen zurzeit ausgesuchte Antibiotika als Therapiemaßnahme bei stark mangelernährten Kinder. Angestrebt wird eine modifizierte Darmflora, die mehr NÃ??hrstoffe mitnimmt. Asthmatiker und Allergiker reagierten mit einer unbeabsichtigten Immunaktivierung. Gegenwärtig können die Forscher nur darüber nachdenken, wie ein antibiotisches Mittel über den Verdauungstrakt diese komplexen Wechselwirkungen beeinflußt. Für wen ist die Rehabilitation des Darms wichtig?

Die Alternativmedizin rät unter der Voraussetzung, dass Antibiotika die Darmbakterien zerstören, zur Rehabilitation des Darms. In der Schulmedizin wird die Darmrehabilitation nach der Einnahme von Antibiotika nicht befürwortet, da ihre positive und negative Wirkung nicht hinreichend erforscht ist. Die aktuellen wissenschaftlichen Ergebnisse gehen davon aus, dass die folgenden Einflussfaktoren die Beschaffenheit der Darmform bei gesundem Menschen beeinflussen:

Für Patientinnen und Patientinnen mit einer Störung der Darmflora rät die Orthodoxe Medizin vor allem zu einer Umstellung der Ernährung. Die Antibiotika können als Nebeneffekt gastrointestinale Probleme verursachen. Keime dringen in das Gewebe ein und verursachen eine starke Verteidigungsreaktion des ganzen Organismus. Danach kann die antibiotische Therapie Leben retten und darf nicht abgebrochen werden, ohne alle medizinischen Gefahren abzuwägen.

Kann ein Kind nach der Einnahme von Antibiotika von der Rehabilitation des Darms mitmachen? Eine Darmrehabilitation sollte bei symptomfreien Neugeborenen nicht durchführbar sein. Auch der Vorteil einer solchen Massnahme nach Antibiotika-Verabreichung ist bei Kleinkindern nicht ausreichend untersucht worden. Eine ausgewogene und vitamin- und mineralstoffreiche Kost mit so wenig wie möglich Kohlenhydraten ist für eine ausgewogene Darmfunktion unerlässlich. ¿Wie beeinflusst die Nahrung die Darmflora?

Um die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bekommen, ist eine ausgewogene, darmverträgliche Kost die optimale und zugleich schnelle Lösung. Lebensmittelkomponenten unterstützen und verhindern das Bakterienwachstum in unserem Därme. Mit der gesunden mediterranen Ernährungsweise wird das Vermehren der folgenden Bakteriensorten gefördert: Auch die westlichen Ernährungsgewohnheiten (mehr pflanzliche Eiweiße und Fettsäuren, weniger Ballaststoffe) begünstigen Bakteroide.

Andererseits werden andere namhafte Keimsorten immer weniger: In der Praxis werden die gesundheitsschädigenden Wirkungen der Darmkomposition in der abendländischen Ernährung diskutiert. Mit welchen Medikamenten wird die Darmrehabilitation nach der Einnahme von Antibiotika durchgeführt? Sie werden nach dem Antibiotikaeinsatz bei Patientinnen und Patienten in der Regel nicht verschrieben, die keine gastrointestinalen Beschwerden haben. Häufig verwendete Probiotika sind Milchprodukte, Milchsäurebakterien, Bifidobakterien und Trockenhefen. Die Verwendung von Probiotika bei anderen Krankheiten ist nach wie vor kontrovers, da die Studiendesigns in der Regel keine Empfehlungen zu bestimmten Zubereitungen, Verabreichungsformen und -dauer zulassen.

Das Gleiche trifft auf die gemeinschaftliche Verordnung von Probiotika und Antibiotika zu, obwohl erste Erfolge belegt sind. Welche Patientinnen und Patientinnen für eine "kombinierte Therapie" von Antibiotika und Probiotika in Frage kommen, ist nicht klar. Im Jahr 2017 erschien eine Reihe von Moleküle, die sie als Präbiotika anerkennt: Eine gesundheitsfördernde Wirkung nach der Einnahme von Antibiotika ist auch für Präbiotika nicht nachweisbar.

Darüber hinaus fehlen - wie bei den Prognostika - Untersuchungen, um die konkreten Handlungsempfehlungen abzugeben. In Deutschland wurden in den vergangenen 15 Jahren fünf neue Klassen von Antibiotika eingeführt. Es handelt sich dabei um Problembakterien (resistente Bakterien), die sich überwiegend im Verdauungstrakt befinden und bei denen andere Antibiotika nicht mehr wirksam sind. Die Problemerke können ihre DNA-Stücke an andere Stämme abgeben, was zu neuen resistenten Keimen führt.

Problemerreger sind nach der Einnahme von Antibiotika relativ häufig und fördern so die Entwicklung von neuen Abwehrkräften. Deshalb sind neue Ansätze in der Forschung bestrebt, gezieltere Antibiotika zu entwickeln: Sie sollen das pathogene Keim an seiner Schadstelle zielgerichteter bekämpfen und die Darmflora weniger befallen. Bei der Behandlung von Clostridium-Difficile-assoziiertem Durchfall wird die Stuhl-Transplantation bei unzureichenden anderen Massnahmen angewendet.

Bei diesen Patientinnen ist die Darmbakterienflora durch Antibiotika so stark beeinträchtigt, dass ungewollte Keime, die so genannten Klostridien, stark wachsen können. Traditionell wird der Hocker eines gesünderen Gebers flüssig gemacht, filtriert und dann in den Verdauungstrakt des Pat. Auch in Deutschland werden Untersuchungen mit Patientinnen und Patienten durchgeführt, die verschluckbare Kartuschen mit zubereiteten Stühlen mitnehmen. Dies erleichtert die Ausscheidung der Darmbakterien.

Weil die Darmflora nur in rudimentärer Form erfasst wurde, lässt sich heute nichts über die transferierten Risiken und Langzeiteffekte von Stuhltransplantaten ausrichten.

Mehr zum Thema