Die Azteken

Azteken

In Mesoamerika waren die Azteken ein Volk (siehe auch: Wo ist Mesoamerika?). Die Legende der Azteken erzählt von dem Gott Quetzalcoatl, der Mexiko regiert haben soll.

mw-headline" id="Geschichte">Historie

Das sind die Zeichen der drei Angehörigen der Azteken-Dreifachallianz: Die Azteken waren eine mittelamerikanische Zivilisation, die zwischen dem vierzehnten und dem sechzehnten Jh. vorlag. Generell bezieht sich der Ausdruck "Azteken" auf die ethisch heterogenen, meist nahuatlischsprachigen Bevölkerungsgruppen im Tal von Mexiko; im weiteren Sinn sind jedoch nur die Einwohner von TENOCHTITLAN und die beiden anderen Angehörigen der sogen. astekischen Triple Alliance, die Orte Texcoco und Tlacopán, zu verstehen.

Jahrhunderts erweiterten die Azteken im Lauf der Jahre ihren Einfluß auf die umgebenden Großstädte und Menschen, die nicht unmittelbar an das Imperium angeschlossen waren, sondern zu Ehrungen verpflichtet wurden. Die Azteken wurden zwischen 1519 und 1521 endgültig von den spanischen unter Hernán Cortés unterjocht.

Gewöhnlich nannten sich die Azteken "Mexi'ca'". Méxikaner, [1] nach dem Ortsnamen oder der Gegend Mexiko, dem Ursprungsort des jetzigen Landesnamens Mexiko, bzw. nach ihren Siedlungsorten Tlatelolco und Tentichtitlán, auch Tlatelolca[t?ate?lo?lka?] und Tenochca[te?no?t?ka?]. Im Altertum wird der Ausdruck "Azteken" nur im Verbindung mit dem mystischen Ursprungsort Aztlán benutzt.

Der Mythos der Azteken beschreibt vier große Epochen, die der existierenden Lebenswelt vorausgingen und in einer Katastrophe endete. Die fünfte Epoche wurde durch das Opfern eines Heldes angekündigt, der sich in die Höhle der Erde erhebt: nimmt den Gründermythos von Tenochitlán auf: Der Sage nach sind die Azteken im Laufe des vierzehnten Jahrhunderts von einem Platz im nördlichen Aztlán an den Texkokosee in Zentralmexiko unter der Führung ihres Gottes Hüitzilopochtli ausgewandert.

An diesem Ort, wo sich das jetzige Mexico City erhebt, bauten die Azteken ihre eigene Siedlung auf. Die erste Besiedlung der Azteken im Bereich des Tenochtitlan geht auf die Zeit zwischen 1320 und 1350 zurück;[2] die Zeit zwischen 1100 und 1200 wird nach jüngsten Grabungen (Stand: Dez. 2007) auch aus einer archäologischen Sicht für möglich erachtet.

Allmählich gewannen die Azteken eine bestimmte Gleichheit mit den anderen Großstädten. Er verbündet sich nun mit dem früheren Herrscher von Texcoco, Nezahualcoyotl, und belagert Maxtlas Haupstadt Azcapotzalco. Dann konsolidierten Tenochtitlán (Mexica), Texcoco (Acolhua) und Tlacopán (Tepaneken) offiziell ihr Kriegsbündnis, die Azteken-Dreifachallianz, die das Mexikanische Hochtal beherrschte und die Macht über die Talgrenzen hinausreichte.

Im Laufe der Zeit wurde der Tenochtitlan zur dominierenden Macht innerhalb der Vereinigung. Nach Tenochtitlan wurde ein neues Wasserleitungsnetz errichtet, um die Wasserversorgung der heranwachsenden Einwohner zu sicherstellt. Zwischen 1445 und 1450 wurde der Ort jedoch von einer Heuschrecken-, Überschwemmungs- und Hungersnotplage heimgesucht, die die Nahrungsmittelversorgung der Hansestadt als Schwachstelle aufzeigte und die Bedeutung von Tributan bestätigte.

5 ] Seinem Sohn Axel acatl, der 1469 an die Macht kam (möglicherweise erst 1471), dehnte das von den Azteken kontrollierte Gebiet auf einige Bereiche der Mixtecs und Zapotecs aus, musste aber eine schwere Niederlage gegen das gewaltige Imperium der Tarascs von Tzintzuntzan hinnehmen. Bis zum Eintreffen der Azteken gegen die Tara haben die Azteken keine großen Militäraktionen durchgeführt.

Im Jahre 1482 übernimmt kurzzeitig Axayacatl's ältester Bruder Tizoc, unter dem das Imperium in der Außenpolitik an Prestige verliert, bis er 1486 von seinem jüngsten Bruder Auítzotl abgelöst wird, der die Streitkräfte reorganisiert. Wegen ihrer Agressivität wurden die Azteken von ihren Mitmenschen mehr gehasst als gemocht. Es gelang ihnen nicht, die Macht der Azteken auf diplomatischem Niveau oder durch Bluthochzeiten einzudämmen.

Das Eintreffen der spanischen Bevölkerung unter der Leitung von Hernán Cortés war die einzig steile Möglichkeit für einige Völker, der aztekischen Regierung zu entfliehen. Schon früh lernte der apokalyptische Fürst Mocctezuma ll von der Anwesenheit der spanischen Soldaten, aber er war zu zögernd. Nach den Spaniern, die zusammen mit ihren Alliierten, den Tlaxcaltecs, im Nov. 1519 nach Teneriffa kamen, eroberten sie in einem Überraschungsangriff die Stadt und beherrschten über ihn das Schicksal des Imperiums.

Wenn Cortés im Frühling 1520 an die atlantische Küste zurückkehrte, weil eine Truppe aus Kuba gekommen war, um ihn zu verhaften, erhob sich die Azteken gegen die spanischen Soldaten, die in der Hauptstadt blieben. Als er zurückkehrte, gab es Kämpfe zwischen den Azteken und spanischen Soldaten, bei denen Moctezuma von seinen Landsmännern umgebracht wurde.

In der Folge sah Cortés keine andere Chance, als aus der Innenstadt zu fliehen. Bei dem Fluchtversuch aus Tenochtitlan in der 1. Julinacht 1520 kamen beinahe drei Viertel der Spanier ums Leben. 2. In den darauffolgenden Tagen erholten sich die Truppen von Cortés, während in der Ortschaft eine Pocken-Epidemie tobte, die sechzig Prozente der Einwohner der Ortschaft, darunter den neuen Koenig Cuitláuac, tötete.

Seine Nachfolgerin, Cuauhtémoc, konnte den Fall des Königes von Texcoco nicht aufhalten. Gemeinsam mit den Tlaxcaltecs, Kämpfern aus Texcoco und Verstärkern aus Kuba beginnt Cortés die Besetzung der Großstadt, die am 14. Juli 1521 endet. Cuauhtémoc, der letzten aztekischen Herrscherin, wurde 1525 exekutiert. Nach der Proklamation des Vizekönigs von Neu-Spanien im Jahre 1535 wurde ein großer Teil der lokalen Bevölkerungen zum christlichen Glauben konvertiert und die astekische Zivilisation verschwindet immer mehr.

Es gibt keine schriftliche Quelle über die Azteken aus der Zeit vor der spanische Zeit. Ursächlich dafür ist sowohl das fehlende effiziente Schreibsystem, das die Erfassung von Schriftstücken ermöglicht hätte, als auch die Vernichtung von Bildmanuskripten durch Eroberungen und die Mission. Die Information über die Vorgeschichte und die Kulturen vor der Besetzung basiert daher weitgehend auf den unter spanischer Herrschaft, insbesondere im ausgehenden und beginnenden 19. Jh., aufgezeichneten oralen Überlieferungen sowie auf den in dieser Zeit entstandenen Exemplaren und Adaptionen von illuminierten Manuskripten (aztekische Codices), die oft von Mitgliedern der in Mexiko operierenden Bettelmönche in Auftrag gegebenen und stammen.

Der Codex Mendoza von 1541 wurde auf Anregung der Spanier verfasst, der die Errungenschaften der Azteken und der Tribute-Provinzen aufführt und einen kleinen ethnografischen Abriss gibt. Unter den bedeutendsten frühen kolonialen Kulturzeugnissen ist die bilinguale (spanisch/nahuatl) "Historia General de las Cosas de la Nueva España" (die letztgültige Version ist der "Codex Florentinus") des Franziskaner Bernardino de Sahagún, der Stellungnahmen von indischen Garanten zu einem breiten Thema aufgenommen und bearbeitet hat.

Andere bedeutende und vor allem historische Inhalte auf Spanisch sind die "Historia de las Indias de Nueva España" des Dominikaner Diego Durán, die "Crónica Mexicana" von Hernando de Alvarado Tezozómoc aus dem Hochadel Indiens und die zahlreichen geschichtlichen Darstellungen von Fernando de Alva Ixtlilxóchitl aus dem Adelsstand von Texcoco.

Erweiterung der Herrschaft der Azteken zu Beginn des XVI. Jh. Die Azteken waren kein räumlich abgeschlossenes Imperium wie die Reiche der Europageschichte. Sie war eher ein Zusammenschluß der drei im mexikanischen Talkessel liegenden Großstädte Tenochtitlán, Texcoco und Tlacopán, deren politisches und rechtliches System sich aufgrund der alten Überlieferungen deutlich von einander unterschied und dementsprechend auch nicht einheitlich war.

Von den Azteken wurde vor allem in Gestalt von Tribute-Ansprüchen regiert. Auf dem Territorium des unterjochten Feinds gab es kaum eine unmittelbare Besiedlung, noch wurde das Recht der Azteken durchgesetzt; die traditionellen örtlichen Gegebenheiten bleiben unberührt. Benachteiligt war jedoch, dass das von den Azteken unterjochte Territorium stark ausgeprägt war, was oft zu Verstrickungen von Diplomatie geführt hat, die die spanischen Bürgerinnen und Bürger letztendlich für sich nutzen konnten.

Der Kopf von Tenochtitlán war der farbige tlatoani "Große Sprecher", in der Fachliteratur oft als "König" oder "Kaiser" bez. Der Tlatoani war ein Alleinherrscher der Großstadt, dessen Nachfolger von Männern seiner Sippe eingesetzt wurde. Neben dem Prinzen hatte die Stadtverwaltung von Texcoco vier weitere Räte, die für Gerichtsbarkeit, Kriege, Militär, Musik, Künste und Naturwissenschaften sowie die Staatskasse zustanden.

In der aztekischen Gemeinschaft gab es vier Hauptklassen: Azteken waren Feldarbeiter. Die Azteken konnten im Tropenklima Mexikos neben dem Anbau von Getreide, Kürbissen, Mais, Amaranth, Chia (ein Gewürz der Salbeigattung mit fetthaltigen Samen), Achaten und Kakteen auch Heilpflanzen züchten. Die Azteken übten auf dem hügeligen Gelände eine Kultivierungstechnik namens Laokolol.

Im Tenochtitlan hatte fast jedes Haus seine eigene China, auf der die Bewohner des Hauses ihr eigenes Essen züchteten. Die Azteken wussten weder lästige Kutschen noch Packtiere wie z. B. ein Pferd, so dass das Futter nur von Menschen über weite Strecken befördert werden konnte.

Der Aztekenhandel entwickelte sich weit über die Landesgrenzen hinaus. In der Aztekengesellschaft repräsentierten die Kaufleute eine eigene Gruppe mit Rechten und Verpflichtungen. Für die Azteken waren die Kaufleute ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, aber mit der Besetzung von Tlatelolco im Jahre 1473, einem der stärksten Wirtschaftszentren auf der benachbarten Insel Tenochtitlán, wurde die Wirtschaftskraft der Azteken noch mehr.

Als die Azteken zunehmend expandierten, nahm der Fluss der Tribute-Lieferungen in die drei Großstädte der Azteken-Dreifachallianz zu. Das eroberte Land wurde in 38 Provinzen aufgeteilt, deren Verwaltung für die Vermessung verantwortlich war, die von einem Verwalter der Azteken ("calpixqui") überwacht und koordiniert wurde. Neben Lebensmitteln wie Getreide oder Hülsenfrüchten waren Wolldecken und je nach Region Pelze oder Gefieder wie Quetzalvögel, Meeresgastropoden, Cacaobohnen oder Spezialbekleidung die am meisten benötigten Waren.

Normalerweise wurden zwei Fuenftel der Ehrungen an Tenochitlán und Texcoco vergeben, der Rest an Tlacopán, aber einige Plaetze wurden nur in eine der drei Staedte geliefert. Sie haben nach der Einnahme Mexikos durch die spanischen Eroberer die akribisch gepflegten Verzeichnisse über Umfang und Beschaffenheit der Tribute-Lieferungen übernommen und für ihre eigenen Ziele genutzt.

Der Krieg war für die Azteken von großer sozialer Bedeutung. Geprüfte Kämpfer wurden in die Reihe der Kämpfer des Adlers oder Jaguars übernommen, denen der Tenochtitlan seine eigenen Tempeln widmete. Weil sich insbesondere der Tenochtitlan mit wachsender Grösse nicht mehr selbst tragen konnte, wurde es notwendig, die Stadtversorgung durch diese Tribute-Zahlungen zu sichern.

Vor Kriegsbeginn wurden jedoch Abgesandte von Tenochtitlán, Texcoco und Tlacopán in Folge entsandt, die eine offizielle Einreichung anordneten. Wenn die Machthaber dort ablehnten, griff die Azteken an. Nachdem die angegriffene Großstadt besiegt war, wurden ihr Tribute-Zahlungen aufgezwungen. Die Azteken haben jedoch bewusst einige Orte nicht unterworfen, um so genannten Blumenkrieg auszulösen.

Der polytheistischen Glaubensrichtung der Azteken lag die Toltekenreligion zugrunde. In seiner Eigenschaft als Himmelsbote war er der Gott des Winds, des Sternenhimmels, des Krieges, des Bodens und eines Schöpfergottes, aber das Besondere an ihm war, dass alle Menschen in der ganzen Gegend der Azteken ihn anbeten. In der neunschichtigen aztekischen unterirdischen Welt, die vom Gott des Sterbens und der Göttin des Sterbens beherrscht wird, kam die Azteke, die einen Naturtod starb, nach Miktlan.

Menschen, die ertrunken sind oder vom Blitzschlag getroffen wurden, kommen nach Thalocan, dem Königreich des Regen-Gottes Dschungel. Azteken sind bekannt für ihre fromm motivierte menschliche Opfer, die sie in großer Anzahl gebracht haben. Gelegentlich haben sich die aztekischen Kämpfer selbst geopfert, was als große Auszeichnung galt.

Im gegenseitigen Einvernehmen kämpften die Azteken so genannte Blütenkriege mit ihren feindlichen Výlkern. Sie hatten so viele Gottheiten, weil sie ihre Gottheiten "adoptierten" und sie jedem Volke hinzufügten, das sie unterworfen waren. Unter den Azteken gab es unterschiedliche Volksstämme, von denen jeder "seine" Göttin vorzog. Manche Forscher erkennen in dieser Situation bereits ein Anzeichen der Entartung und des verkündeten Niedergangs des Reiches der Azteken, und zwar ohne Rücksicht auf die Spanier.

Mit dem aztekischen Kalendarium wurde ein 260-Tage-Zyklus für den alltäglichen Einsatz und die Wahrsage "tonalpohualli" kombiniert. Bei den Azteken gab es kein Schreibsystem, das komplette Schriften reproduzieren konnte. Bei einigen Manuskripten aus der Texcoco-Zone wurden anstelle oder zusätzlich zu den Logos Silbenbuchstaben aus Logos benutzt.

Die Azteken: die Herren der zeitgenössischen Kunst - Erschaffer der hohen Kunst. Die Azteken: die kurzen Blütezeiten einer hohen Kunst. Mayer, Ravensburg 1992, ISBN 3-473-51028-9 Peter Hassler: Menschliches Opfer unter den Azteken? Den Azteken. Historie - Kulturgeschichte - Religion. H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-45835-1. Hanns J. Prem:

Altamerikas Historie. Historie und Kulturgeschichte der mesoamerikanischen Bevölkerung. Aztekenreich: Historie und Kulturelles. H. Beck, München 2011, ISBN 978-3406614002 Jacques Soustelle: Das Aztekenleben: Mexiko am Abend vor der Spanieroberung. Manesse-Verlag Zürich 1993, ISBN 3-7175-8086-8 Tzvetan Todorov: Die Errungenschaft Amerikas. Universität Oklahoma Press, Norman 1999, ISBN 0-8061-3144-6, Royal Academy of Arts London (Hrsg.) : Azteken.

Den Azteken. Historie - Kulturgeschichte - Religion. Herausgeber C. H. Beck, vierte Ausgabe, München 2006, ISBN 978-3-406-45835-4, S. 9-10. xxxxx xxxx xxxxxxx xxxx, S: 9-10 xxxxx xxxx, S: ? Hanns J. Prem: Den Azteken. Historie - Kulturgeschichte - Religion. Herausgeber C. H. Beck, vierte Ausgabe, München 2006, ISBN 978-3-406-45835-4, S. 76 - Highspringen ? Annals of Anthropology, UNAM, Vol. xi, 1974, S. 56.

Jahrgang 1962, S. 1455-1464. Hochsprung ? Doris Schwarzmann-Schafhauser: Aztekenmedizin.

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