Edelsteine Bestimmen

Bestimmung von Edelsteinen

Du suchst nach Edelsteinen mit bestimmten Farben? Wenn die Farbe jedoch nicht ausreicht, versuchen Sie auch, den Farbton des Edelsteins zu bestimmen. Juwelen, bestimmen Sie Dr. Schweikart. Die erste Prüfung zur Bestimmung von Edelsteinen ist für Edelsteinliebhaber die Prüfung des äußerlichen Aussehens eines Steins.

Eine Ursache für den Wertigkeitsgrad eines Steins ist neben seiner Rarität, seiner besonderen Färbung, seinem Schimmer oder seinem anderen Aussehen, wie z.B. seiner Oberfläche, seinem Kristallzustand usw.... Sie sind jedoch meistens an bestimmte Lichtspektren geknüpft, was für einen Edelsteinexperten leicht zu erkennen ist.

Dies ist jedoch nicht der Fall bei Nachahmungs-Edelsteinen, die das Erscheinungsbild des Originales auf trügerisch reale Weise nachahmen. Nur mit spezifischeren Verfahren können diese Edelsteine bestimmt werden. Zahlreiche Nachahmungen oder Imitationen von Schmucksteinen können dadurch bestimmt werden, dass ihre Oberflächen in extrem großer Auflösung Farb- oder Klebstoffspuren aufweisen. Dabei wird der Schmuckstein etwa ein bis zwei cm vom Augenabstand unter der Vergrößerungslupe festgehalten und auf seine Oberflächenbeschaffenheit oder bei transparenten Schmucksteinen auch auf seine Innenstruktur hin untersucht.

Änderungen des Gesteins können sehr einfach aufgedeckt werden, aber auch die Beschaffenheit des Juwels kann damit untersucht werden. Bei vielen transparenten Steinen zeigt sich eine bestimmte Wirkung unter Ausleuchtung. Die Ursache dafür ist die besondere Vibration des Lichtes und ist bei einigen authentischen Steinen ein Unterscheidungsmerkmal. Wenn Sie zwei dieser beiden Schutzfilter nacheinander in 90°-Rotation über eine Lichtquelle halten und den Schmuck zwischen den Fächern hin und her bewegen, können Sie sehen, dass der Gestein seine Färbung ändert.

Edelsteine, die mit dieser Technik nachgewiesen werden können, sind der Bergkristall, der sich vom geschliffenen Kristall abhebt, und der Rubin, der sich vom Garnet abhebt. Die Edelsteine haben alle ein eigenes Eigengewicht, das sich aus dem Gewichts-/Volumenverhältnis des Steins errechnet. Mit diesem Bestimmungsverfahren wird der Schmuckstein zunächst in der Schwebe wiegen.

Anschließend wird der Gestein in Gewässer gelegt, wenn er mit Leitungswasser in Kontakt kommen darf, und wieder gewogen. Die Gewichtskraft in der Atmosphäre wird dann durch den Gewichtsverlust im Gewässer dividiert, was das relative Eigengewicht wiedergibt. Dieses Verfahren wird nicht für Edelsteine empfohlen, die nicht mit einem Wasserkontakt in Kontakt kommen dürfen, wie beispielsweise Chalzedon.

Genau wie das Eigengewicht ist auch die Festigkeit eines Edelsteines eine eigenständige Fähigkeit der Erze. Mit diesem Verfahren zur Bestimmung von Edelsteinen kann jeder einzelne Stein durch eine Zahl auf der Mohs-Skala von 1 bis 10 identifiziert werden. Die Diamanten, das härteste Gewebe, haben eine 10, der Topas eine weichere und eine 8, der Flussspat ist noch weicher und hat eine 4, etc.

Im Rahmen des Tests wird ein Schmuckstein gegen ein Referenzmaterial angerieben. Abhängig von der Steinhärte bewertet der Stein das Referenzmaterial, d.h. er wäre schwieriger als sein Gegenüber, oder der Stein wird abgeschliffen und prägt das Referenzmaterial, was darauf hinweist, dass der Stein schwächer ist als das Referenzmaterial.

Werkstoffe mit der gleichen Mohs-Härte kratzen sich entweder gar nicht oder beide Werkstoffe zeigen nachträglich Kratzen. Mit dieser Methode ist es sehr einfach zu sehen, ob ein Juwel das ist, was er ist. Allerdings hat diese Methode der Bestimmung auch ihre Vorzüge. Bei Steinen, wie z.B. Lazuli, ist dies jedoch nicht möglich, da diese Edelsteine aus einer Mischung von unterschiedlichen Mineralen mit unterschiedlichen Härten besteht.

Der weitere nachteilige Aspekt ist, dass eine Beschädigung des Steins bedauerlicherweise nicht gänzlich ausschließbar ist. Beim Identifizieren von Schmucksteinen ist ein weiteres Indiz für den Schmuckstein seine eigene Linienfarbe. Jedes Schmuckstück mit einer Mohs-Härte von weniger als 7 Spuren beim Einreiben auf einem Porzellanteller (Mohs-Härte 7). Eine Beschädigung des Steins ist jedoch nicht gänzlich ausschließbar und ein Juwel ist nicht klar nachprüfbar.

Auch in anderen Merkmalen zeichnen sich Edelsteine aus, was durch spezielle Vorrichtungen, die z.B. in Speziallabors eingesetzt werden, deutlich belegt werden kann. Es gibt viele Möglichkeiten, zwischen Edelsteinen zu differenzieren, die bedeutendsten sind die oben erwähnten, aber auch Spaltungsfähigkeit, Lichteffekte, Fremdinschlüsse, etc. Die anderen Edelsteine wirken auf gewisse Substanzen in besonderem Maße, z.B. Säure wie Calcit, Rhodochrosit oder Malachit.

Die Wärmeempfindlichkeit eines Edelsteines kann ebenfalls geprüft werden, da sie Auskunft darüber gibt, ob der Stein mit Fremdstoffen wie z.B. Kunstharz in Kontakt kam. Das Bestimmen von Schmucksteinen erfordert viel Spezialwissen und sollte daher im Zweifelsfall und je nach Preis besser von ausgewiesenen Gemmologieinstituten ausgeführt werden. Aber auch die Bestimmungsverfahren selbst können den Schmuckstein unter Umständen schädigen oder gar vernichten, wobei sie selbst in spezialisierten Labors in der Regel nur als letzte Möglichkeit der Feststellung erfolgen.

Die Kenntnis der individuellen Beschaffenheit eines Edelsteines ist sehr nützlich, um den Stein frühzeitig bestimmen zu können. Was Ihr Schmuckstück im Besonderen auszeichnet, können Sie im Lexikon des Schmuckstücks im Detail nachlesen. Der Nachweis der Authentizität von Schmucksteinen kann jedoch nur in renommierten Labors erfolgen.

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