Eigenblutbehandlung

Selbstblutbehandlung

Die autologe Blutbehandlung ist eine unspezifische Stimulationstherapie. Durch eine Eigenblutbehandlung können Sie Ihren Patienten mit vielen Erkrankungen mit einem müden Immunsystem wieder auf die Sprünge helfen. Die Autohämotherapie soll eine Immunreaktion auslösen. Autologe Bluttherapie sollte nicht mit autologer Blutspende verwechselt werden.

Heilung mit eigenem Blutzufuhr

Autohämotherapie ist eine der stimulierenden Körpertherapien, die die Fähigkeit des Organismus zur Selbstregulierung fördern sollen. Der Bereich der Alternativmedizin ist die Eigenblutbehandlung. Gegen Ende des neunzehnten Jahrhundert beginnt der Arzt August Bier, die Frakturheilung durch Einspritzen von autologem Blutextrakt zu verkürzen, nachdem er festgestellt hat, dass Brüche beim Auftreten von Prellungen im Bereich des Erkrankten rascher verwachsen.

Zur Stimulationstherapie zählt diese Therapieform. Nur eine geringe Blutmenge wird aus der Vena genommen und an anderer Körperstelle wieder eingespritzt, in der Regel in die Gesäßmuskulatur oder auch in Akupunktur- oder Schmerzempfindlichkeit. An diesem Punkt nimmt der Organismus das Produkt als "fremd" wahr und löse damit einen Stimulus aus.

Entzündungen entwickeln sich und der Organismus wird stimuliert, um zu agieren und die Eigenheilung zu fördern. Das Therapieprinzip ist daher die Stimulation der eigenen regulatorischen Fähigkeiten des Körpers. Bei welchen Erkrankungen wird die Autohämotherapie angewendet? Autohämotherapie wird hauptsächlich zum Ausbau des Immunsystems verwendet. Aber auch bei der Bekämpfung von Allergie und Hautkrankheiten kann diese Therapieform helfen.

Allerdings wurden die besten Resultate in der autologen Blutbehandlung bei schweren und schweren Infektionen, sowie bei der Bekämpfung von Wechseljahrsbeschwerden und allgemeiner Müdigkeit erzielt. In einer großen doppelblinden Studie heißt es gar, dass das Todesrisiko bei herzinsuffizienten Patientinnen und Patientinnen durch die Spritze von autologem Blut um 26% reduziert werden kann.

Während der Behandlung wird die Blutzufuhr in der Regel von Behandlung zu Behandlung erhöht. Man fängt also mit etwa 0,5-1 ml an und kann bis zu einer Füllmenge von 5 ml ansteigen. Nicht immer wird das gesammelte Spenderblut unverfälscht in den Organismus zurückgespritzt. Abhängig vom Therapieziel wird das Produkt vor der erneuten Injektion physisch durchlaufen.

Eine besondere Form ist die autologe Blutnosode, die vor allem bei Säuglingen eingesetzt wird. Aus der Fingerspitze wird ein Blutstropfen gewonnen, homeopathisch zubereitet und auf die Patientenzunge geträufelt. Auch nach der Spritze von autologem Gewebe können sich die Beschwerden zum ersten Mal verschlimmern. Bei zusätzlicher Präparation des Blutes mit Fremdstoffen kann es im Extremfall zu einem anaphylaktischen Stoß kommen.

Es ist wichtig, dass der Behandler während der Behandlungszeit Sterilnadeln einsetzt, da sonst Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder HIV auftreten können. Patientinnen und Patientinnen mit Gerinnungsstörungen, Phlebitis und schwer beeinträchtigenden Krankheiten sowie Menschen, die Antikoagulantien wie Marcumar eingenommen haben, sollten auf eine Autohämotherapie aufpassen. Zahlreiche Menschen bestätigten die Wirkung der Therapien, aber noch konnten die Forscher ihre Wirkung nicht klar nachweisen.

Eine autologe Blutbehandlung kostete im Schnitt etwa 15 EUR. Abhängig davon, ob das Gewebe mit weiteren Aktivstoffen angefüllt ist, sind höhere Ausgaben zu erwarten. AOK und Krankenkassen tragen die anfallenden Behandlungskosten nicht. In Einzelfällen zahlen die privaten Krankenkassen für die Autohämotherapie. Auf unserer Partner-Website www.Die-Heilpraktiker.de/Eigenbluttherapie. findet sich ein umfangreicher Beitrag zur Autohämotherapie, in dem alles Wissenswerte ausfÃ??hrlich beschrieben wird.

Methodik - Applikation - Selbstbehandlung; Gondrom Verlagshaus, Bindlach, 2005 Vortrag über Selbstbluttherapie beim Bundes Deutscher Heilmaktiker e.V. (Bund der deutschen Alternativpraktiker)

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