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Als junges und innovatives Unternehmen hat sich EVUM Motors zum Ziel gesetzt, nachhaltige Mobilitätskonzepte für jedermann weltweit anzubieten. Evo aCar: Elektrischer Transporter für Afrika entwickelt Der Gedanke hinter dem Evum-Auto ist Selbsthilfe statt Entwicklungshilfe: In der Dritten Welt ist erschwingliche Beweglichkeit, zum Beispiel für Landwirte auf dem Weg zum Supermarkt, für Patientinnen und Patienten auf dem Weg zum Doktor oder durch mobile Schule, im wahrsten Sinne des Wortes ein Bedürfnis - sowohl humanitärer als auch wirtschaftlicher Natur. Die Technische Universität München (TUM) gründete die Evum Motors GmbH (D) und ihr A-Car.

Die Zielsetzung ist, dass ab etwa 2020 auch Lizenzpartner aus der Dritten Welt das Auto vor Ort fertigen (Preisziel dann 10.000 Euro). Die Musterfabrik wird zurzeit gebaut, in der die Abläufe weiter verbessert und die Lizenzpartner geschult werden. Er wiegt nur 800 Kilogramm, hat aber eine Nutzlast von 1000 Kilogramm.

Deutlich verschlafener als Renaults Twizy, aber mit 22 PS ab je 8 Kilowatt an Vorder- und Rückseite besser als gedacht - und schnell genug für Bush, Bergbauern, Gemeinde und City. Optionale Aufbauvarianten wie z. B. Omnibus, Verkaufsstand oder Krankenwagen, Servolenkungen (aber immer ohne Testfahrt), ABS und für die Dritte Welt sind auch schlüsselfertige Solarstromerzeugungsmodule vorgesehen.

Wir, die Erste Welt, sind verpflichtet, der Dritten Welt jene Erzeugnisse zu bieten, die dort wirklich benötigt werden - und der Mehrwert muss dann dort aufkommen. Mittlerweile haben wir aber mehrere Nachfragen aus Europa erhalten, ob Gemeinden, Gärtner oder Gebirgsbauern, die wir zu Beginn nicht einmal auf dem Bildschirm hatten. Wir fangen jetzt also zuerst in Europa an, denn bevor wir ins europäische Ausland gehen, müssen wir sowieso die Abläufe weiter verbessern und die zukünftigen Lizenzpartner schulen.

Wird es in der Dritten Welt genügend Lizenzpartner gibt - und gibt es bereits einen schweizerischen Distributor? Die Vertriebskanäle sind noch offen, wir sind dabei. In Bayern befindet sich die Musterfabrik im Bau.

"Manche wollen gleich morgen früh mit uns 10.000 Autos bauen."

Koberstaedt hat ein Elektroauto für die Emerging Markets entworfen. Auf den ersten Blick sieht das Auto ein wenig aus wie ein Golfwagen. Sie wurde von den beiden Ingenieuren Sascha Koberstaedt und Martin ?oltés für den Mobilitätsbedarf in Afrika konzipiert. Die Entwicklung des Fahrzeugs erfolgte in einem fächerübergreifenden Forschungsvorhaben der Technischen Universität München.

Koberstaedt, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h, 20 Pferdestärken und einer Reichweite von rund 80 Kilometer wäre das Auto wahrscheinlich zu träge für die meisten Deutschlandfahrer. In Afrika haben wir bei unserem Forschungsvorhaben festgestellt, dass die unebenen Strassen dort sowieso kaum größere Geschwindigkeit zulassen. Da man nicht so rasch voranschreitet, ist die Bandbreite völlig auskömmlich.

Funktioniert das auch in Afrika? Aber auch in Afrika ist es ein großes Dilemma, Treibstoff zu haben. Sie können das Auto an jede Steckdose im Haushalt anschliessen und es wird in sieben Std. aufgeladen. Du hast eine Gesellschaft für das Auto aufgebaut. Ich und Martin Soltes waren die Projektmanager und wollten nicht, dass unser Vorhaben bei einer einzigen Sache blieb.

Aus diesem Grund haben wir die EVUM Motors Gesellschaft für Elektromotoren mbH ins Leben gerufen, die zu 50:50 ist. Zurzeit werden wir noch durch das Forschungsvorhaben der Bayrischen Forschungsgemeinschaft gefördert. Dies begann im Jahr 2015, ging aber mehr oder weniger als Höhepunkt mit unserem Messeauftritt auf der IAA in Frankfurt zu Ende. Wir sind bereits in konkreter Diskussion mit kommunalen Anbietern, die das Auto benötigen, z.B. als Laub- oder Abfallsammelfahrzeug.

Dank unserer Professorinnen und Professoren hatten wir an unserem Stiftungslehrstuhl für Automobiltechnik sehr gute Verbindungen zur Automobilbranche, die uns in einigen Fällen gar mit Rat und Tat zur Verfügung standen.

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