Familienaufstellung mit Kindern

Konstellation der Familie mit Kindern

In Familienaufstellungen sind Kinder immer ein Thema. Dabei ist die Dynamik in der Familie besonders deutlich und zeigt auch Lösungen auf. In der Regel richten sich Eltern schon in jungen Jahren für ihre Kinder ein. So kommen die Eltern vor ihre Kinder, das erstgeborene Kind vor dem zweiten, und so weiter. In Familienaufstellungen können Eltern "ihre Kinder in die Seele schauen" (Bert Hellinger) und erleben, wie besonders schwierige Kinder ihre Eltern lieben.

Das Kind und seine Bedeutung in der Familienkonstellation

Sämtliche Kleinkinder sind bewußt und/oder unbewußt sehr eng mit ihren Erziehungsberechtigten verknüpft. Versucht unbewußt, den Erziehungsberechtigten das zu vermitteln, was ihnen mangelt. Außerdem wird versucht, das, was mit den Erziehungsberechtigten noch unklar ist, aufzufangen, darauf hinzuweisen und durchzuführen. Sie haben in der Regel Jahre des Glaubens, dass du für das Schicksal oder das Schicksal ihrer Familieneltern verantwortlich bist und das Schicksal in ein Schicksal umwandeln kannst.

Schon in sehr jungen Jahren - in denen es mit den Kindern noch keine Ich-Grenzen gibt - mischen sie auch die Empfindungen ihrer Erziehungsberechtigten mit ihren eigenen Empfindungen und können so in große Unklarheiten über ihre eigene Selbstbestimmung und ihr eigenes emotionales Leben eintauchen. In den Familienstellen haben wir einige Regelmäßigkeiten in Zusammenhang mit Kindern festgestellt.

Beispielsweise sind Neugeborene oft dazu da, den Kindern das zu schenken, was sie von ihren eigenen Kindern nicht haben. Die beiden gleichen aus, was in der Gastfamilie mangelt. Zweite Geburt ist sehr oft ihren Erziehungsberechtigten gegenüber pflichtig und steht für ehemalige Lebensgefährten oder gibt dem entsprechenden Erziehungsberechtigten das, was er in seiner eigenen Lebenspartnerschaft nicht kann. Ein Junge repräsentiert z.B. den fehlenden Vaters.

Dies kann für die Tochter sehr oft ein Dreiecksleben im Erwachsenenleben sein. Häufig haben aber auch die erstgeborenen Kinder die Aufgabe, frühere Lebenspartner zu repräsentieren. Mit Drittkindern kann es sehr oft dazu kommen, dass diese die unvollendete Aufgabe des gleichen Geschlechts abarbeiten müssen. Im Allgemeinen findet diese so genannte Substitution im gleichen Geschlecht statt, d.h. ein Junge repräsentiert einen Mann aus der Familienkollektion, eine Tochter eine Frau, bei einzelnen Kindern kann es vorkommen, dass diese Substitution beide Geschwister trägt.

Als gut (zugehörig) empfinden sich die Kleinen selbst, wenn sie ihren eigenen Anteil am Wohlbefinden ihrer Väter haben. Dabei ist die Rangfolge eine der wichtigsten Annahmen der Familienkonstellation. Mit den Kindern geht sie nach dem Wahlspruch "First come, first served". Das heißt, dass das Urgestein vor dem Urgestein kommt, das seinerseits vor dem Urgestein kommt.

Vielleicht sind dann alle anderen mit dabei. In der Regel verbleibt es bei dem Eindruck, das eigene Lebensgefühl auf dem Rücken des verunglückten Geschwisterkindes zu führen oder es folgen die dynamischen "I follow you". Angesichts der aktuellen Scheidungsraten gibt es immer mehr Alleinerziehende beiderlei Geschlechts mit einem Überangebot an alleinerziehenden Mamas.

Oftmals ist es für die Partner schwierig, diese Schäden "hinter den Kulissen" für die Kleinen zu haben. Lehnt die Mütter beispielsweise den Vaters des Kindes ab, hat dies Schwierigkeiten, ihn zu erkennen und aufzunehmen. Weil ein Baby beiden Elternteilen gegenüber treu ist. Im Laufe der Zeit fangen die Kleinen an, die Wut ihrer Erziehungsberechtigten zu verbreiten.

Die geringe Anerkennung des anderen Geschlechts bei den Erziehungsberechtigten spiegelt sich zwangsläufig im Gender-Bild der Kleinen wider. Als also eine alleinstehende Person ihren eigenen Familienvater vor ihrem eigenen Kind beschimpft, beeinflußt sie sein männliches Bild und den Teil von ihm, der dem Familienvater gegenüber treu ist.

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