Familientherapie

Hausbehandlung

e. V. zur Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien e. V..

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Therapie psychologischer Beschwerden im Familiensystem

Systemtherapeuten gehen davon aus, dass negative Bindungsmuster in einer Gastfamilie psychologische Beschwerden bei einem individuellen Gastfamilie hervorrufen und erhalten können. Ein psychologisches Phänomen kann man aus ihrer Perspektive nur dann begreifen und ändern, wenn man die gegenseitigen Verhältnisse zwischen den Familienangehörigen mitberücksichtigt. Stellt sich heraus, dass beispielsweise eine überlastete Mütter Depressionen entwickeln und sich zurückziehen, kann dies als erfolgloser Ansatz angesehen werden, Alltagsstress zu vermeiden und mehr Aufmerksamkeit von ihrer Fami ie zu erregen.

Die 8-jährige Jonas hat starke Ängste, die sich teilweise zu Panikattacken ausweiten. So hat er z. B. große Furcht, allein zu ruhen, und schreckt vor der Finsternis. Deswegen liegt er in der Regel im Schlafzimmer seiner Erziehungsberechtigten, die sehr besorgt sind, aber auch keine strengen Anforderungen haben. Am Abend betreut noch ein Erziehungsberechtigter Jonas, und beide Gesellschafter verbringt kaum Zeit zusammen.

Anhand spezifischer Fragestellungen des Therapeuten wird den Erziehungsberechtigten deutlich, dass Jonas aus ihrem nachgiebigen Umgang nicht lernt, dass ihm im Dunklen nichts allein zustößt - und dass seine Ängste auf diese Art und Weise beibehalten werden. Der Therapeut diskutiert, dass es für Jonas von Bedeutung ist, seine Ängste zu beseitigen und allmählich zu erlernen, allein zu schlaf.

In der Konversation zeigt sich auch, dass Jonas mehr Furcht hat, wenn beide Elternteile zu Hause sind, als wenn sein Familienvater auf einer Geschäftsreise unterwegs ist. Dies gibt dem Therapeuten einen ersten Anhaltspunkt, dass Jonas' Befürchtungen mit Problemen in der Elternbeziehung zu tun haben können. Anhand von wechselnden Fragestellungen an die Mütter und Väter erarbeitet der Therapeut nun, wie Jonas' Befürchtungen mit den Problemen in der Zusammenarbeit verbunden sind.

Die Familientherapie " Welche Behandlung ist die beste für uns?

Wofür steht die Familientherapie und warum ist sie in manchen Fällen zweckmäßig? Die Familientherapie ist ein seelisches Vorgehen, das die Gastfamilie als Sozialsystem betrachtet - Maßnahmen werden daher auf der Ebene des Systems oder der Beziehung durchgeführt. Hinzu kommen so genannte Familienberatungssitzungen, die keine "heilende" Aufgabe haben, sondern als Coach fungieren sollen und in zugespitzten Krisensituationen eine wesentliche Kontaktstelle darstellen.

Die Familientherapeutin kommt von aussen, fungiert als "neutrale Autorität", kann so die Wechselwirkungen der Angehörigen auf komplexe Weise begreifen und weist mit ihrem psychologischen Wissen Änderungen in Zusammenhängen und Verhaltensweisen nach. Es gibt viele gute Argumente, die Vorteile der Familientherapie zu nutzen: Möglicherweise ist deshalb der familiäre Alltag immer mehr von Konflikten und Konflikten durchdrungen.

Bei der Trennung von Eltern und Kindern erleiden die Kleinen nicht nur viel, sondern beschuldigen sich oft selbst für die Auflösung der Gastfamilie. Schwerwiegende Erkrankungen oder der Sterbefall eines nahestehenden Verwandten können auch eine große emotionale Last für alle Familienangehörigen sein, für die sie Unterstützung benötigen. Die Familientherapie wird in der Praxis meist von Psychologinnen und -wissenschaftlern, Ärzten mit psychologischen Zusatzqualifikationen oder Psychotherapeutinnen und -therapeuten durchgeführt.

Tiefpsychologisch (psychoanalytisch) ausgerichtete Familientherapie geht davon aus, dass psychologisches Leid und psychologische Auseinandersetzungen ihren Ursprung in bewusstlosen Abläufen haben - oft in der Jugend der Betreffenden. Im Rahmen der Behandlung werden solche Vorgänge freigelegt, außerdem untersucht der Angehörige die innerpsychischen (verwandten) Verteidigungsstrukturen der Mitmenschen. Diese Form der Behandlung wird insbesondere dann empfohlen, wenn die unerwünschten Entwicklungen in der Gastfamilie auf Langzeitverletzungen/Traumata beruhen.

Familientherapeutinnen und -therapeuten, die auf der Grundlage der geisteswissenschaftlichen Psyche arbeiten, konzentrieren sich dagegen auf das Erlebnis der Familienkonstellation im Hier und Jetzt. In den so genannten Kreisfragen geht es zum Beispiel darum, die Reaktion und das Gefühl einer bestimmten Personen auf das Verhalten eines anderen Familienmitgliedes nicht unmittelbar von ihr, sondern von einem dritten Angehörigen zu befragen ("Was denkst du, was dein Familienvater empfindet, wenn er deine Mama schreien sieht") - die Betroffenen vernehmen oft sehr erstaunliche Auslegungen.

Unter diese Ausrichtung fallen auch die wohlbekannten Familienkonstellationen (Familienskulpturen), die aber auch in der expliziten systematischen Familientherapie eingesetzt werden. Für die psychologische Behandlung von familiären Problemen wird die Systemtherapie immer wichtiger. Je nach Fachrichtung des Heilpraktikers sind oft auch tiefen- und verhaltenspsychologische Gesichtspunkte von großer Bedeutung. Es wird als unabhängiges Therapieverfahren betrachtet, ist aber auch der Sammelbegriff für viele Paar- und Familientherapiekonzepte.

Auch Konversations- und Befragungstechniken, Selbstreflexionen, Familienplastiken, Zeremonien und Bilder sind dabei. Die Familientherapie hat zum Zweck, gemeinsam mit allen Familienangehörigen die Ursachen vorhandener Problemstellungen aufzudecken und die Gastfamilie zu Lösungsansätzen zu begleiten. Für die meisten Familiestherapeuten sind hier - ungeachtet ihres theoretisch-methodischen Konzepts - die systemischen Aspekte von Bedeutung, da die Behandlung immer darauf ausgerichtet ist, problematische Kommunikations- und gruppendynamische Prozesse in der entsprechenden Famiie zu verändern.

Wesentliche Grundprinzipien für die Kooperation zwischen Therapeut und Familie sind: die Erkenntnis, dass sich Familienschwierigkeiten in Kommunikationsprozessen (und korrespondierenden Störungen) immer "entfalten", eine anerkennende Einstellung gegenüber allen Familienmitgliedern/-teilnehmern in der Behandlung. Ein wichtiges Ergebnis der Behandlung ist oft, dass die Familienangehörigen wieder mit einander sprechen und so Krisensituationen lösen oder umfahren.

Einige der Familientherapeuten besuchen ihre Kunden auch zu Haus und dringen so in Gebiete vor, die sonst durch die Behandlung kaum erreichbar wären. Ein Problem ergibt sich immer aus unterschiedlichen Einflussfaktoren, die von allen Angehörigen beeinflußt werden können. Klare Familientherapie wird immer von einem Psychotherapeuten durchführt. Die Familienberatung hingegen wird hauptsächlich für die Akutintervention in familiären Krisensituationen eingesetzt.

In den psychosomatischen Abteilungen großer Spitäler werden oft sowohl Therapie als auch Therapie angeboten. Sie verweisen Menschen, die Rat suchen, auch an etablierte Familiestherapeuten. Die Familienberatung ist ein unabhängiges Betreuungskonzept. Diese konzentrieren sich als so genannte "Beratung" auf die Mikrosystemfamilie oder offerieren Coachings zur Problemlösung in "externen" Lebensräumen (Bildung, Beruf, Privatleben, Freizeit, etc.).

Das Beratungsgespräch ist kürzer als eine Behandlung und dient vor allem der Bewältigung akuter Krisensituationen. Die Familienberatung ist in der Regel weniger subjektiv als real. In der Regel ist die Betreuung in einer Familienberatungseinrichtung kostenfrei. ¿Wie kann ich den geeigneten Psychotherapeuten aussuchen? Wenn Sie sich für eine Behandlung entschlossen haben, ergibt sich natürlich die Fragestellung, wie Sie den geeigneten Family therapist aussuchen.

Auf den Internetportalen der Deutsche Gemeinschaft für Systemtherapie, Konsultation und Familientherapie (http://www.familientherapie. org) und des Bundesverbands psychoanalytischer Paar- und Familientherapie (http://www.bvppf. de/) finden Sie die Kontaktadressen von zugelassenen Heilpraktikern in ganz Deutschland. Wie viel wird eine solche Behandlung gekostet? Bei psychologischen Familiestherapien entstehen oft Unkosten, die nicht immer von der Krankenkasse übernommen werden.

Im Falle einer tiefpsychologischen oder verhaltenstherapeutischen Behandlung mit einem von den Versicherungen anerkannten Heilpraktiker gibt es in der Regel keine Schwierigkeiten bei der Selbstbeteiligung. Obwohl die Systemtherapie naturwissenschaftlich fundiert ist, wurde sie von den Sozialversicherungsträgern noch nicht erstattet, jedenfalls nicht im Rahmen einer ambulanten Behandlung. Für die systemischen Behandlungen in den psychosomatischen Sprechstunden der Krankenhäuser gibt es Ausnahmen. Die Jugendhilfe-Büros sind in vielen Orten in der Lage, bei schwerwiegenden Problemen systematisch und familiär zu therapieren und nach Abklärung des Einzelfalls auch die zu tragen.

Wie bei jeder anderen psychotherapeutischen Behandlung gilt auch bei der Familientherapie: Ihr Familienarzt oder ein Spezialist (z.B. Physiotherapeut oder Neurologe) stellt ein Verschreibungsformular aus. Danach suchen Sie sich Ihren Haustherapeuten - einen Fachpsychiater, Therapeuten oder Psychologen mit krankenversicherungsrechtlicher Zulassung - selbst aus. Sie haben vor dem tatsächlichen Therapiebeginn Anspruch auf fünf Studienstunden als Krankenkassenleistung, in denen Sie prüfen können, ob Sie und Ihr Haustherapeut zusammenpassen.

Sie können diesen Service auch bei diversen Heilpraktikern in Anspruch nehmen. Bei Bedarf können Sie diesen Service nutzen. In jedem Falle sollten Sie die Übernahme der Kosten für die Behandlung vorher mit Ihrer Krankenversicherung absprechen. Manche Behandler erheben jedoch auch einkommensbasierte Tarife.

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