Geschichte des Fastens

Fastengeschichte

Lee, L. Raffaghello und andere haben eine lange Tradition, denn schon im alten Ägypten wurde von der heilenden Wirkung des Fastens berichtet. Die Menschen fasten seit Beginn der Menschheitsgeschichte. Das Fasten war im Laufe der Geschichte immer ein wichtiges Werkzeug, um den Körper von Giftstoffen zu befreien und ihn zu reinigen. Das Fasten war nie nur das Nichtessen.

Kurzer history of fasting medical association for fasting & nutrition (Medical Association for Fasting & Nutrition)

Inhaltsangabe: Freiwilliges Fasten hat immer eine geistliche, eine gesundheitliche und eine sozio-politische Ebene gehabt. Gegen Ende des Jahrhunderts, als das Kirchenfasten immer weniger betrieben wurde, hat sich eine lebendige Fastenbewegung entwickelt, bei der die Schule das naturheilkundliche und ganzheitliche Formen des Fastens zur Vorbeugung und Behandlung von chronischen Erkrankungen durchführte. Demgegenüber ist in den 1960er Jahren an den Unikliniken das "Fasten zur Gewichtsreduktion" entstanden: Auf Anregung "einiger" Fastenmediziner ist in den vergangenen Jahren eine Fastendynamik für die Gesunden entstanden, die das geistliche Fasten wieder aufleben zu lassen schien.

Die Fastenzeit ist ein körperlicher Prozess. Der Mensch als Art hätte ohne diese Eigenschaft die historische Periode bis heute nicht überdauert (1). Als temporäre, zeitlich begrenzte Unterbrechung der Nahrungsversorgung kann auch die Winterpause als Bruch vom Hungern für die Umwelt angesehen werden! Animals fast in allen Variationen: Winterschlafende Lebewesen ruhen beim Nüchtern ( "Fasten") (2), Wandervögel ziehen ohne Futter (3) aus, und Pinguine können bis zu 6 Monaten pro Jahr bei Aussentemperaturen bis -60°C nüchtern sein und während dieser Zeit auch noch ihre Eizellen ( "Eier") ausbringen.

Auch die Menschen in der Geschichte haben notwendigerweise gegessen, d.h. verhungert, z.B. nach schlechten Ernten, Umweltkatastrophen, Krieg zeiten und Seuchen. Das freiwillige Verhungern verursachte im Unterschied zum Verhungern physische, aber auch psychische Änderungen beim Menschen im Sinn einer Einkehr. Allerdings wussten die Religionstraditionen instinktiv, dass die Beeinflussung des Essverhaltens nicht ungefährlich war und boten daher nie ein isoliertes Fasting an.

Nach jüdischer christlicher Überlieferung ist das Fertigen an Gebet und Almosen verbunden (5). Ungeachtet der Geistigkeit (Beten) und der Liebe (Almosen geben) könnte das Fertigen - bereits von den Vätern der Einöde gewarnt - "Gift für die Seelen werden" (6). Die Fastenzeit, als ein von Menschen selbst organisiertes Ereignis, ist in vielen Gebieten zu finden: in den Regionen, in der Wissenschaft, in der Medizin, in der Ernährungswissenschaft und auch in der Wissenschaft.

Schon in der Geschichte der Heilkunde wurde das Thema des Fastens erwähnt (Abb. 3). Als Ende des neunzehnten Jahrhundert das Heilfasten in den Gemeinden unserer Länder nicht mehr üblich war, gab es Mediziner, die dieses Vorgehen wiederbelebten. Um 1880 erschienen in den USA zwei Mediziner als Vater dieser speziellen Art von Fastenärzten!

Dabei geht es um Henri Tanner (7), der am Medical Institute of the United States in New York unter der Leitung des Direktors dieser Medizinakademie und anderer dort arbeitender Mediziner selbst eine 42-tägige Fastenzeit absolvierte. In amerikanischen und europäischen Tageszeitungen wurde ausgiebig über dieses sensationelle Experimentierfeld geschrieben, das die Möglichkeiten eines langwierigen, strikten Fastens ohne Gesundheitsbeeinträchtigungen bewies.

Erwähnenswert ist neben Henri Tanner auch Edward Hooker Dewey, der als Allgemeinmediziner die therapeutische Wirkung des Fastens aufdeckte. Dewey mit Sitz in Meadville, Pennsylvania, leitete zwischen 1878 und 1905 mehrere Heilfasten, die er in seinen Werken anführte. Dewey hat in "The True Science of Living" (8) - in mehrere Fremdsprachen übertragen - den Zusammenhang zwischen Hunger und Verhungern betont.

Die beiden Mediziner, die bereits mit den Wegbereitern der "Lebensreform" wie Bircher-Benner, Schröth (1800-1851) und Kneipp (18211897) in Berührung kamen, publizierten auch eigene BÃ??cher zum Thema? Mit den dichterischen Überschriften "Die große Useputzete" (14) oder "Fastenkuren und Lebenskraft" (15) beschrieb Riedlin das Thema Fastfood. Bei der Fastenzeit wird zwischen zwei Phasen unterschieden, einer unteren Stufe für körperliche Zwecke und einer oberen Stufe für geistiges Fasten. Dabei wird zwischen zwei Phasen des Fastens unterschieden.

In der Fastenzeit sah er eine Diät asketische Haltung zur Reue der gegen den Organismus verübten Hygienesünden. Seitdem hat er mehrere Fachbücher über das Thema Essen und Trinken geschrieben. Sie beeinflussten Otto Buchinger, der wegen einer schweren Erkrankung zu schnell geworden war, selbst. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhundert veröffentlichten auch andere Mediziner Werke wie Adolf Meier ("Fastenkuren Wunderkuren") (17).

Erstaunlicherweise konnte man schon damals, wie heute, sehen, dass selbst Nicht-Mediziner das Heilfasten verkünde. Arnold Ehret (18) aus Freiburg und Erwin Hof (19), der sich als Ernährungswissenschaftler und Fastenführer versteht und das Nüchternessen als " eine Aktion ohne Klinge " bezeichnet. Bereits um die Jahrtausendwende wurde klar, dass sich das Fasting aus der herkömmlichen Fastenpraxis als Heilmittel herauskristallisiert hat.

Laut Banner und seinem nachgewiesenen Fasten haben andere Forscher diese Feststellung des langen Fastens wiederholt: Franz Benedikt in Washington publizierte einen sorgfältigen Report über das 31-tägige Fasten von Bischof Levanzin "A study of extended fasting" 1915 (21). Neben dieser Forschung, die die erste Grundlage für das Verstehen der Ernährungsphysiologie ist, gab es auch andere Mediziner.

Die so genannten Fastenmediziner gehören mehr zum Strom der Naturheilmittel, der Ernährungswissenschaft und der Lebensreform. Die meiste Zeit hatten sie das Heilfasten am eigenen Körper erlebt, viele aus gesundheitlichen Gründen wie Otto Buchinger. Sie ignorierten nicht die physische, geistige oder gar außerirdische Bedeutung des Fastens. Vor allem E. Heun (22) hat die Physiologie der Fastenerfahrung ausgearbeitet.

Sie haben in vielen Bänden die Auswirkungen des Fastens auf eine Vielzahl von Erkrankungen nachvollzogen. Die Fastenzeit wurde von "Hilfsmethoden" begleitet: Mit diesen Hilfsmitteln soll das Heilfasten in seiner Wirksamkeit unterstützt werden. Auch hier wurden diese Mediziner oft nur am Rand beobachtet oder gar von der amtlichen Ärztin oder dem Arzt angegriffen. Aber auch der Zwiegespräch zwischen so genannter konventioneller Heilkunde und naturheilkundlicher Behandlung ist möglich: Das haben 1934 zwei Chefarzt einer Internistischen Praxis am Rudolf-Heß-Krankenhaus in Dresden nachgewiesen.

Seine Fastenzeit war sehr kurz und er hat in seinen Werken darüber geschrieben. Beide Chefarztinnen und Chefarzt arbeiten friedlich zusammen und beeinflussen sich wechselseitig, so dass auch der Orthodoxe den Heilwert des Fastens erkennt, wenn auch nach einigen Jahren. Der damalige "Reichsärzteführer" bat Otto Buchinger wörtlich, ein Fastenbuch zu verfassen, und so tauchte sein Heilfastenbuch 1935 (29) auf.

Die heutige Fasting-Landschaft aber, wie ist das? Ein gewisser Enthusiasmus mündete in sehr lange Fastenprozesse (bis zu 249 Tage!) bei stark Übergewichtigen (31). Die Fastenzeit war da, losgelöst von ihren herkömmlichen Hilfsmitteln und nur zur Reduzierung des Körperfetts. Die Universitätsklinika in Deutschland setzten auch ihre Forschung zum Thema Fasting fort. An erster Stelle steht die Ulmer Uni mit C. Pfeiffer, H. A. B. und H. Wechsler, die die Grundzüge der Ernährungsphysiologie erarbeitet haben (33).

Bei der Null-Diät, die in der Regel im Spital ohne körperliche Betätigung durchführt wurde, wurden häufig Darmsanierungen, Hilfsmittel oder die Betrachtung der psychosozialen Auswirkungen des Fastens, Symptome als Ergebnis von Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen festgestellt. Gleichzeitig zeigten immer mehr Untersuchungen während des Fastens einen negativen Stickstoffhaushalt. Diese Proteinabbau wird von den herkömmlichen Fastärzten oft als Therapie angesehen (35).

Im Gegensatz dazu erklärten die "offiziellen" Untersuchungen diesen Proteinabbau zur Hauptrisikoquelle der Nüchterntherapie (" 37). Sie muss ohne Berücksichtigung von Fasenlänge, Ausgangssituation und anderen Anzeichen, mit Ausnahme von Fettleibigkeit, absolut ersetzt werden. Dies ermöglichte es der Branche, das Nüchternsein durch Protein und Spurenelemente zu ersetzen und es in Form von Pulver als "Very low calorie dieC" zu vertreiben.

1978 ereignete sich der "Liquid-Proteindiet- Skandal" (38), bei dem etwa 60 Übergewichtige nach 2 oder mehrmonatigem, protein-substituiertem Nahrungsfasten ohne medizinische Aufsicht ums Leben kamen. Die Fastengegner nennen immer noch diese 25 Jahre alte Studie, die den damaligen Vorfall untersuchte. Die Fastenzeit war diskreditiert, obwohl es sich nicht um ein fastendes, sondern um ein schlecht protein-substituiertes WLCD handelt!

Manche Fastenmediziner machen das Protein Verschlagung für alle Missstände zuständig und meinen, nur Schlackenprotein wird in der Fastenzeit verstoffwechselt. Auf der anderen Seite erscheint die Panikangst vor dem Proteinabbau beim Nüchtern als ebenso stark ausgeprägt: Seit jeher fastet man unweigerlich ohne Protein; und die nüchternen Kliniken wie Buchinger, Mayr oder dergleichen wissen bereits, dass bei einer Fastenzeit unter vierwöchiger medizinischer Versorgung die gefürchteten Gefährdungen nicht auftreten.

Darüber hinaus werden die Stickstoffatome nach dem Nüchtern während der Aufbauphase plötzlich negativ (42). Der moderne Fastenarzt praktiziert weiterhin das therapeutische Nüchtern. Zu den heute modernsten Hilfsmitteln gehören Körpertraining, Krankengymnastik, Ergotherapie, Psychotherapie, naturheilkundliche Behandlung, Ernährungstraining und Nachsorge ("Aftercare-Programm") (Abb. 5). Tatsächlich ist dieses Fasskonzept sowohl in die Nahrungsmedizin als auch in die Heilkunde zu unterteilen.

Initiiert von einigen Fastenärzten (43) begann eine große neue Bewegung: Heute findet das Fasten wieder in der Gemeinde (44), im Ferienlager (45), im Alltagsleben und auch im Zuge von Wanderungen (46) statt. So wie damals gibt es heute Fastenführer, die keine Ärzte sind, sondern für die Gesunden kürzere Fastenzeiten führen.

Schließlich möchte ich noch einmal die gegenseitige Ergänzung aller Fastvarianten aufzeigen. Wir schulden den Forschern die physikalischen und biologisch-chemischen Grundprinzipien des Fastens und den Aufwand, die Nüchterntherapie zu bewerten.... aber bedauerlicherweise auch das Glaubensbekenntnis der Proteinersatzung! Auf die Fastenärzte ist die Erarbeitung eines holistischen Vorgehens zurückzuführen, das für die Vorbeugung und Behandlung, ganz besonders der heute auftretenden Wohlstandserkrankungen, eine große Bedeutung hat.

Das Gespräch zwischen den einzelnen Fastschulen, den spirituell fastenden Gruppierungen und den modernen Naturwissenschaftlern scheint uns unerlässlich und aussichtsreich.

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