Gott des Tanzes

Tanzgott

Nach Nijinsky: Der Gott des Tanzes. Sie beschützte Mutter und Kind und war Gott des Tanzes und der Musik. Die Lösungen für den ägyptischen Gott des Tanzes und der Musik

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Die Kämpferin war eine alte ägyptische Göttin, die seit dem Mittelreich mit Gewissheit dokumentiert ist. Sie wird in der Praxis üblicherweise frontseitig angezeigt. In der Neuen Welt ist es meistens im Querschnitt abgebildet, teilweise mit Schwingen. Sie schützte Mama und Baby und war Gott des Tanzes und der musischen Künste.

Ähnlich wie Doot kommt er aus dem fünfzehnten oberschwäbischen Sau von Hermopolis und ist daher diesem Gott sehr nahe verbunden. Aus dem Neuen Königreich bis zur ptolemäischen Zeit erscheint Ah mit der Namensende -tj, zum Beispiel in der Ausprägung ?tj oder ?jtj. Teil I, Harzowitz, Wiesbaden 1975, ISBN 3-447-01670-1, S. 96-98. Hochsprung unter ? Lexikon Linguae Aegyptiae.

Tanzgott

Tatsächlich ist es verwunderlich, dass es nur ein einziges deutschsprachiges Werk über den Gott des Tanzes gibt, wie Vaslav Nijinsky zu seinen Lebzeiten nannte. Doch neben seinem Genie als Tänzerin ist Nijinsky eine Schlüsselperson der modernen Kunst, wie Petra van Cronenburg in ihrem hervorragend leserlichen Umgang mit seinem Märchen erklärt. Das Faszinosum Nijinsky setzt sich aus drei verschiedenen Bestandteilen zusammen.

Wenn man heute ein Bildnis von Nijinsky im Kopfe hat, ist es das eines gut ausgebildeten Nachwuchstänzers in einem dünnen Jersey mit blauen Punkten, der in einer grotesken Haltung posiert - Nijinsky als Faustfick aus seiner wegweisenden ersten Ballettchoreographie L'après-midi d'un faune (Afternoon of a Faun). Doch bis zu diesem Bildnis, das wir heute von ihm haben, wird es ein Weg voller Entbehrungen für Nijinsky sein.

Nachdem er die Hartschule der St. Petersburg Dance Academy durchlaufen hatte, überzeugte Nijinsky schon frühzeitig durch seine außergewöhnliche Springkraft und seine beharrliche Durchhaltevermögen. Die Auseinandersetzung und das Verhältnis zum offen homosexuell agierenden Impresario Sergej Diaghilew war für den von minderwertigen Komplexen heimgesuchten schüchternen Taenzer der ausschlaggebende Wendepunkt in seinem Schaffen. Diaghilev machte Nijinsky in einigen Jahren als Tänzerin seiner Ballettruss zu einem Weltformat.

Der Gott des Tanzes legte die ganze Erde zu Füssen. Der zurückhaltende, aber offene Nijinsky benutzte das geistige Ambiente, das Diaghilev ihm anbot, in dessen Räumen l'Europe ein- und ausging. Petra van Cronenburg erzählt uns, wie Nijinsky die jüngsten avantgardistischen Tendenzen in Europa praktisch aufnahm. Diaghilev sollte seinem Stern die Möglichkeit bieten, seine eigenen Vorstellungen zu verwirklichen.

Zu Claude Debussys Werken choreographierte Nijinsky seinen Faunnachmittag, der als erster einen wahren Theaterskeandal hervorrief und zugleich Theaterentwicklung schrieb. Petra van Cronenburg schildert den Verlauf dieses Abend nach originellen Vorlagen detailliert und macht es einem Tanz-Laien nachvollziehbar, warum der Faun von Nijinsky einer Neuinterpretation des Tanzes gleichkommt, wie es Nijinsky gelungen ist, eine Form der Kunst zu strahlen, die tief im historischen Stall des neunzehnten Jhdts verwurzelt ist, in die Moderner.

Voller Sexualanspielungen - es gab Zeuginnen, die gesehen haben, dass es bei der Premiere auch nur einen Masturbator gab - entwickelt sie eine ganz neue Tanzstilsprache, künstlich, körperlich, aber auch unter Verwendung des Körpers als abstrakter Teil eines Gesamtkunstwerks. Die Künstlerin Petra van Cornenburg beschreibt das kurze künstlerische Schaffen des Künstlers als eine stetige Suche nach neuen Ausdrucksformen, da sich seine von der modernen Künste geprägte Tanzpraxis zunehmend der abstrakten Wahrnehmung zuwandte.

Die Suche war immer von Krisensituationen geprägt, aber nachdem Diaghilev sich von seinem Stern getrennt hatte, nachdem er die Ungarin Romola de Pulszky auf einer Brasilien-Tournee verheiratet hatte, kam es zu einem schweren Einbruch. So wurde Nijinsky von Diaghilews schöpferischem Schaffen ausgegrenzt, auf sich allein gestellt und der Gnade der besitzgierigen Romola überlassen.

Eine versöhnliche Diagonistin nahm ihn nach zwei Jahren Gefangenschaft in Ungarns Gefangenschaft mit auf eine Reise in die USA, wo Nijinsky Charlie Chaplin kennenlernte, der von der körperlichen Sprache der Tänzerin tief berührt war. Mehr und mehr zogen sich die Nijinsky zurück und wurden von einem Argument für die Kunstszene zu einem der Psychiater.

Petra van Cronenburg verfolgt diesen Weg auch auf spannende Weise, nicht ohne auf die damals einschneidenden psychiatrischen Verfahren hinzuweisen, die aus heutiger Perspektive wahrscheinlich mehr Schäden als Heilungen verursachten. Das Besondere an Petra van Cronenburgs biografischem Zugang zum Nijinsky-Mythos ist jedoch, dass er nicht bei der Kunstbiographie der Tänzerin endet.

Nijinsky, von vielen in "mentale Umnachtung" geschrieben, kreierte in einem beinahe manischen Schaffensschub eine Vielzahl von Bildern, die als Fortführung seines Tanzwegs in die abstrakte Kunst und als letzter künstlerischer Ausdruck gelesen werden können, bevor er seine Terminkalender, die nicht nur persönliche Dokumente, sondern auch ein literarisches Dokument sind, zum Stillstand brachte.

Leider wird faszinierender Nijinsky mit vielen Vorbildern aus den Balletts von Nijinsky bebildert. Allerdings ist keines seiner Werke zu bewundern. Petra van Cronenburg und Michael Braunsteiner wenden sich nach einem Gesprächsthema mit dem Choreographen Ralf Rossa über die Fragestellung, was die Tänzerinnen und Tänzer heute noch an Nijinsky begeistert, einem aufregenden Vortrag über Kunst/Genialität und Irrweg zu. Dabei schöpft der/die KunsthistorikerIn aus den Gemeinsamkeiten von Nijinsky und Art Brut.

Der Vorzug dieses engen Buches ist es, den Gott des Tanzes in einen Kontext mit der Tanzkunst des beginnenden zwanzigsten Jahrhundert und den Kernfragen zu setzen, die die Avangarde rund um den Ersten Weltkrieg erarbeitete.

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