Heilfasten Fettverbrennung

Therapeutisches Fasten Fettverbrennung

und die Fettverbrennung wird stattdessen intensiviert. Fastenstoffwechsel: Stoffwechselveränderung während des Fastens - Eiweißabbau - therapeutischer Fastenstoffwechsel - Ketonkörperabbau - Gewässer - Säurebasenhaushalt - Glucagon-Grundlagen - Bindungen

Die Fastenzeit weicht in vielerlei Hinsicht von der Hungersnot oder einer Null-Diät ab. So kann unser Organismus seine Nährstoffvorräte als ausgezeichnete Energielieferanten nützen. Das Nüchternsein im Sinn von Entlagerung ist daher ein bewährtes und wissenschaftlich bewährtes menschliches Leben. Das heutige Heilfasten ist nicht mehr eine Überbrückung der Zeiten des Mangels, sondern eine positive Erfahrung des Verzichts in dieser Wohlstandsgesellschaft.

Heilfasten bedeutet nicht, dass man für ein paar Tage ohne solide Kost auskommt. Darüber hinaus tragen eine Vielzahl von flankierenden Maßnahmen wie Darmpflege, Leberpackungen sowie eine abgestimmte Körper- und Entspannungsbewegung dazu bei, die Fasters durch die Nüchternzeit sanft zu führen. Der Energiezyklus der Lebensmittel, d.h. die Nährstoffzufuhr von aussen, ändert sich während des Fastings in den Energiezyklus des Fastings, d.h. eine Nährstoffzufuhr von innen.

Glukose wird aus Glykogen, der Speicherungsform von Glukose, in der Haut abgegeben. Nahezu parallel dazu formt die Lunge auch neue Glukose (Glukoneogenese). Allerdings sind die Kohlehydratspeicher (Glukose, Glykogen) limitiert. Weil unser Organismus vor allem in Gestalt von Fetten gespeicherte Energien hat (siehe Tabelle). Dagegen ist unsere Ernährungsweise ganz anders, zum Beispiel bestehend aus mehr Kohlehydraten und weniger Fetten.

Darüber hinaus sind das Hirn und einige Blutkörperchen ausschliesslich auf Glukose aus. Während des Fastens steht der Organismus vor der Herausforderung, seinen Metabolismus von einer kohlenhydratorientierten Diät von aussen auf eine Diät von Innen zu umstellen. Diese findet aus den fettreichen Energiespeichern statt. Bereits am ersten Tag des Fastens - und manchmal schon an den Tagen der Linderung - liefern die Glykogenreserven der Haut und Muskeln dem Organismus die nötige Kraft.

Das Glykogen der Lunge ist in erster Linie für die Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels verantwortlich, während das Muskelglykogen für die Muskelarbeit eingesetzt wird. Zugleich wird Fette sehr rasch als Treibstoff eingesetzt, insbesondere für den Muskel-, Herz- und Nervenstoffwechsel. Für die Versorgung von Nervenzelle, Erythrozyten und Leukozyte, d.h. roten und weißen Blutzelle, ist vor allem das Glykogen der leberischen Zellen verantwortlich.

Der Kohlenhydratzufuhr ist jedoch eingeschränkt und bereits nach dem ersten Fasstag klar reduziert. Die aus den Fettspeichern freigesetzten Säuren können auch nicht in Glukose umgerechnet werden. Dies bedeutet, dass ohne eine metabolische Umstellung ein Mehrtages- oder gar Mehrwochenfasten kaum möglich wäre. Aus diesem Grund beginnt die Glukoneogenese, die Bildung von neuer Glukose, zur gleichen Zeit.

Am Anfang des Fastings spielt sich die Glukoneogenese hauptsächlich in der Haut ab. Inzwischen steht die neue Glukose vor allem den Neuronen zur VerfÃ?gung. Neben der Glukoneogenese ist ein weiteres Verfahren für den Fastenstoffwechsel besonders charakteristisch: die Ketenogenese, d.h. die Umsetzung von Speisefettsäuren in Ketongruppen. Es ist nicht möglich, sie in Glukose umzuwandeln.

Weil jedoch mehr Fette zur Auswahl standen, als von den Muskeln aufgenommen wurden, werden die Fette in Ketonkörper umgewandelt. Damit wird den erlebten Fastenden gezeigt, dass der Metabolismus auf die Fastenzeit übergegangen ist. Am Anfang des Fastings nimmt das Hirn den Großteil der Glukose auf. Daher ist es dafür ausschlaggebend, dass zunächst eine verhältnismäßig große Anzahl von Proteinen für die Glukoneogenese zugeführt werden muss.

Die Notwendigkeit von Glukose nimmt ab und ein Proteinsparmodus tritt auf, da weniger Proteine für die Glukoneogenese verwendet werden. Der proteinsparende Mechanismus wird auch durch die sonst üblichen kleinen Kohlenhydratmengen über Obstsäfte und Honigsorten sowie Eiweiß, zum Beispiel in Gestalt von Buttermilch, verstärkt. Selbst wenn der Organismus während des Fastens moderate Proteinmengen zu sich nimmt, werden wichtige Körperstrukturen wie die Muskeln und das Innere nicht befallen.

Allerdings zeigt die Heilpraktik im Zusammenhang mit dem Heilfasten aufgrund eines leichten Proteinabbaus auch eine positive Wirkung. Es ist sehr darauf zu achten, dass die Fastenmethode korrekt ausgeführt wird. Physische Aktivität und sportliche Betätigung, die an die persönlichen Leistungen des Fasters angepaßt sind, sind ein wichtiger Bestandteil des Fastens. Beweglichkeit und Erholung im Fasting haben funktionelle, seelische und gesellschaftliche Züge.

Die Aktiven halten auch den Herzschlag und den Blutkreislauf in Gang, verbessern das Eiweißgleichgewicht und schützen die Muskeln. Darüber hinaus ermöglicht die Bewegungsform den metabolischen Übergang zur Energieproduktion aus den Fettreserven und gewährleistet eine höhere Sauerstoffzufuhr, die für eine bessere Fettverbrennung vonnöten ist. Für Hunger- und Appetitgefühle, Schüttelfrost und Gefühlsschwankungen ist Sport auch ein ausgezeichnetes Mittel zur Selbsthilfe.

Nahezu alle Sportaktivitäten, außer Kampfsportarten, sind auch zum Heilfasten tauglich, wenn man die individuellen Bedingungen wie den Verlauf des Fastens und die Trainingsbedingungen mit einbezieht. Belastungsorientierte Fortbewegungsformen wie Bergwandern, Gehen und Radfahren können gut dosiert werden und haben sich im täglichen Gebrauch durchgesetzt. Auch Gymnastik und mittleres Krafttraining haben ihren festen Stellenwert im täglichen Leben.

Der entspannende Charakter der Bewegungsabläufe wird auch im Bereich des Fastens ersichtlich. Die unterstützende Wirkung der körperlichen Aktivität auf den Eiweißhaushalt und die Muskelmasse verdeutlicht eine Mehrjahresstudie an der Charité in Berlin bei über 1000 Fixierungen. Im Mittelpunkt stand die Dauerleistung, d.h. die Leistung des Herzens und die generelle Muskelfestigkeit.

Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass die ausgebildeten Fasters auch nach vierwöchiger Fastenzeit mehr Stärke, mehr Belastbarkeit und mehr Beweglichkeit hatten als vor dem Fast. Die Befürchtung, dass die Fastenzeit gesundheitsschädlich ist und die Muskeln und das Innere schwächt, ist daher grundlos. Ganz im Gegenteil: Durch ein zielgerichtetes Trainingsprogramm können Stärke und Belastbarkeit auch während des Fastens gesteigert werden.

Ein weiterer Wandel im Fastenstoffwechsel betrifft die Glukoneogenese. Zu Beginn des Fastings erfolgt sie vor allem in der Haut, die Glukose und Urea als Nebenprodukte herstellt: In der weiteren Verarbeitung des Abfastens braucht der Organismus wie oben erwähnt wesentlich weniger Glukose und formt daher auch wieder deutlich weniger. Der Organismus ist in der Lage, die Glukose zu reduzieren. Darüber hinaus wird die Glukoneogenese teilweise auf die Nerven übertragen, die sowohl Glukose als auch Ammoniak (NH3) synthetisieren.

Diese wird in Hirnammonium (NH4+) umgewandelt und trägt dazu bei, einen Teil der beim Hungern entstehenden metabolischen Säuren zu unterdrücken. Die Fastenzeit verfestigt sich.

Mehr zum Thema