Heilpraktiker österreich

Helikopter Österreich

Umstritten ist die Frage, ob und inwieweit Heilpraktiker und Naturheilpraktiker in Österreich arbeiten dürfen. Jeder, der sich dennoch zum Heilpraktiker ausbildet, verliert viel Geld. Alternative Medizin - In Österreich sind Heilpraktiker untersagt, in Deutschland dürfen sie überraschend viel tun - Gesundheitswesen

Nahezu jeder kann Heilpraktiker werden. Für die Approbation als Heilpraktiker reicht es aus, eine amtliche ärztliche Untersuchung bestehend aus einer Multiple-Choice-Prüfung und einer mundärztlichen Untersuchung zu absolvieren. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass der Aspirant Heilpraktiker "keine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit" ist, wie es im Heilpraktiker-Gesetz von 1939 steht. Eine fundierte medizinische Grundausbildung für Heilpraktiker kann nicht in Frage kommen.

In Österreich sind Heilpraktiker zwar nicht erlaubt, aber in Deutschland dürfen sie eine ganze Menge tun. Weitere Offenwunden, Knochenkorrekturen, Blinddarmentzündungen, Krebspatienten und viele andere schwere Unfälle und Erkrankungen kann Heilpraktiker therapieren. Das Fazit: Heilpraktiker müssen nirgends beweisen, dass sie diese Technik meistern. Bisher gibt es keine Rechtsgrundlage, die eine Schulung in Injektionstechnik und anderen Invasivverfahren gewährleisten würde.

In Bezug auf Ausbildungsthemen kommentiert der Oberverband Deutsche Heilpraktikerverbände e. V. keine Stellungnahmen und wendet sich an die Regionalverbände. Die Einhaltung der Leitlinien, vor allem der Hygienevorschriften, hat bei der Schulung oberste Priorität. Die Einhaltung der Vorschriften ist für Arne Krüger, Vorsitzender des Fachverbandes Deutschland. "â??Frank Herfurth, Vorstandsmitglied beim Bund der SelbstÃ?ndigen Wohlfahrtspraktiker e.V., nÃ??mlich, ergreift die VerbÃ?nde die Verpflichtung: Wir sind nicht dafÃ??r zustÃ??ndig, was an den Waldorfschulen passiert.

Einem Antrag aus dem Jahr 2012, der eine Anhebung der Zulassungsbedingungen für den Heilberuf fordert, wurde vom Bundesgesundheitsministerium zugestimmt. Die Heilpraktiker bringen schlichtweg mehr Zeit und Mitgefühl, aber auch viel Irrationalität und Voraufklärungsdenken.

Allgemeine Zivilgesetze

Inwieweit und ob und inwieweit Heilpraktiker und Naturheilkundler in Österreich arbeiten dürfen, ist kontrovers. Nach dem Medizinischen Arztgesetz ist jede Heiltätigkeit prinzipiell dem behandelnden Hausarzt überlassen ("medizinischer Vorbehalt" - Abs. 2a, Abs. 2a, 2b, 2 Medizinisches Arztgesetz). Wenn sich die Naturheilkundler bereits recht gut auf gewerblich-rechtlicher Basis niederlassen konnten, dann bemüht sich die Landesärztekammer immer wieder, sie durch Beschwerden wegen unlauterer Konkurrenz zur garausausk zu machen.

Ob die Aktivität eines Naturheilkundigen gegen den medizinischen Vorbehalt verstoßen kann, hängt davon ab, ob der Betroffene einen angemessenen Gesamteindruck vom Handeln des Heilpraktikers hat: Im Prinzip darf der Naturheilkundige nie den Anschein erwecken, als würde ein Aufenthalt bei ihm einen ärztlichen Eingriff ersetzen. Ermittlungen zur Diagnose von Erkrankungen, pathologischen Erkrankungen oder Missbildungen oder Informationen darüber unterliegen in der Regel dem medizinischen Vorbehalt.

Studien, die nicht auf einer wissenschaftlichen Methode basieren (z.B. Aura-Interpretation oder Pendelschwingung), vermitteln jedoch nicht den Anschein, dass sie den Besuch eines Arztes ersetzten können und damit nicht unter den medizinischen Vorbehalt fallen: OGH 23.09.2003, 4 Ob 166/03w, ecolex 2004/139, 293 (Aura-Interpretation); OGH 21.11.2006, 4 Ob 151/06v, EvBl 2007/45, 248 = Öko-Levolutscher 2007/83, 190 (Iris-Diagnose).

Betriebe, die Heilpraktiker ausbilden, verstossen gegen das Ausbildungsreservierungsgesetz (§ 1 AusbVorbG). Laut einem Beschluss des Europäischen Gerichtshofs (11.7.2002, Rs C-294/00) ist es erlaubt, solche Ausbildungsaktivitäten in Österreich zu untersagen, auch wenn sie in anderen Mitgliedstaaten erlaubt sind. Die gegen dieses Diskriminierungsverbot abgeschlossenen Lehrverträge sind ungültig: OGH 19.08.2003, 4 Ob 158/03v, EvBl 2004/18 und OGH 18.08.2004, 4 Ob 172/04d, RdW 2005/107, 89 = JBl 2005, I73: Lehrgänge dürfen in Österreich nur dann ausgeschrieben werden, wenn in den Werbematerialien nachdrücklich darauf hingewiesen wird, dass die Lehrgangsveranstaltung den Inhaber nicht zum Erwerbstätigen in Österreich berechtigt:

Der VwGH 28.10.2003, 2002/11/0175, JBl 2004, 165 Webtipp: Viele Österreichische Naturheilkundler haben sich im Verein Ganzheitlicher Naturheilkundlicher Therapeuten (VGNÖ) zusammengefunden.

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