Homöopathische mittel gegen Depressionen

Homeopathische Mittel gegen Depressionen

Hohe Potenzen gegen Depressionen Was bedeutet die anamnestische Behandlung für die Wirksamkeit von Heilmitteln? Im Rahmen der Untersuchung wird die spezifische Wirksamkeit der individualisierten Homeopathie im Verhältnis zu unterschiedlichen Annahmemodellen erforscht. Bereits in einer früheren doppelblinden Untersuchung wurde gezeigt, dass homöopathische Mittel mit hohem Wirkungspotential dem Standardsubstanz Fluoretin nicht nachstehen. 1 ] Es sollte auch die Machbarkeit von randomisierten kontrollierten Versuchen mit einzeln verschriebenen Homöopathika bei Q-Potenzen bei mittelschweren bis schweren Depressionen nachgewiesen werden.

Wie kann man gegen.... Depressionen vorgehen? Mögliche und unbegrenzte homöopathische Begleitmaßnahmen, komplementäre Medikamente und Ordnungstherapien. Im Rahmen der laufenden Untersuchung in der Integrativen Klinik der Charité Berlin wurde das Studienkonzept weiterentwickelt und eine Sonderfrage gestellt. 2 Eine Hypothese wurde aufgestellt, dass die homöopathische anamnestische Untersuchung, die in der ersten Untersuchung von einem einzigen Mediziner vorgenommen wurde, eine wichtige Funktion bei den außergewöhnlich niedrigen Rücklaufquoten von über 50% hatte.

In der neuen Untersuchung wurde ein Vierarmdesign mit Placebo-Kontrolle konzipiert, um diesen Gesichtspunkt besser zu erhellen. Von 228 ehemals geworbenen Patientinnen und Patienten wurden 44 Patientinnen und Patientinnen mit mittelschwerer bis starker Depressionen auf die einzelnen Untersuchungsarme verteilt, jeder im VerhÃ?ltnis von 2:1. Die Testpersonen empfingen in der ersten Runde Q-Potenzen von einzeln bestimmten Homöopathika sowie detaillierte Diskussionsrunden mit einem versierten Homöopathen, weitere Testpersonen empfingen Plazebo und ebf. die detaillierte Fassung der Aufklärung.

Bei der zweiten Personengruppe war die Zuordnung vergleichbar, mit dem einzigen Unterscheid, dass die Testpersonen die anamnestische Untersuchung in gekürzter Zeit durchlebten. Die Ärztin verschrieb im Kern folgende Medikamente: Aluminiumoxid, Anacard Oriental, Aurum Folatum, Baryta Carbonica, Calcarea Carbonica, Carbo animalis, Colocynthis, Graphite, Potassium Carbonicum, Lykopodium Clavatum, Sodium Carbonicum, Sodium Chlordatum, Sodum Nitroricum, Nux vomica, Phosphor, Platina, Pulsuillatilla Praatensis, Sepia succus, Silicetera und Sulphur.

Bei der standardisierten Dosierung handelte es sich um einen Drop des verschriebenen Medikaments oder Placebos dreimal pro Tag über einen Zeitraum von insgesamt sechs Woch. Am Ende dieser Zeit wurde die Schwere der depressiven Beschwerden bei den Freiwilligen von einem geblendeten Therapeuten der Berliner Philharmonie mit Hilfe der Hamilton-Depressionsskala beurteilt.

Im Allgemeinen gab es keinen relevanten Unterscheid zwischen Homöopathika und Plazebo. In Bezug auf den Zusammenhang zwischen der Arzt-Patienten-Kommunikation und der Symptomverbesserung bei den Testpersonen waren die Ergebnisse deutlich mittelschwer. Es wird vermutet, dass diese Tendenz auf Rekrutierungsschwierigkeiten und die damit verbundene geringe Anzahl von Teilnehmern zurückzuführen ist.

Beurteilung: Es ist ärgerlich, dass die hier erzielten Ergebnisse aufgrund der Rekrutierungsprobleme und der geringen Anzahl von Probanden nicht sinnvoll sind, wenn die Frage hochinteressant zu sein scheint und vielleicht einer der ersten Klärungsschritte unternommen werden könnte, welchen Teil das (!) homöopathische Anamnese-Interview an der Rekonvaleszenz des Patien ten hat.

Die Untersuchung ist in der Statistik praktisch nutzlos. Zum einen ist eine Untersuchung mit individueller Homöopathieanwendung durchaus möglich. Zum anderen sind psychologisch unbeständige, in diesem Falle erkrankte Menschen besonders empfindlich auf äußere Faktoren wie Stress - und daher waren Rezidive eher wahrscheinlich. Zum Dritten, dass ein Anamnese-Interview nachteilige Auswirkungen auf die Betroffenen haben und zu einer Verschlechterung der Symptome nach sich ziehen kann (wie hier in den Wochen 2 und 4 beobachtet wurde).

Drittens ist die Patientenrekrutierung für eine Placebo-kontrollierte Homöopathiestudie natürlich schwierig, wie frühere Untersuchungen gezeigt haben. Obwohl die Studienautoren nicht raten, die Frage im Kontext der weiteren Untersuchungen aufzugreifen, ermutigen sie einen weiteren Ansatz in einem anderen Umfeld mit geeigneteren Ansätzen.

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