Inka Volk

Inkas

Sie wurden von den relativ kleinen Inka angegriffen und getötet. Chr. tauchten diese Leute zum ersten Mal in dieser Gegend auf. Früher wurde nur der regierende Prinz Inka gerufen. Der Begriff "Inka" wurde ursprünglich verwendet, um den Herrscher des Volkes und nicht das Volk selbst zu beschreiben.

Der Inka - das stärkste Imperium der andinen Länder

Etwa 100 Jahre lang haben die Inka das stärkste Imperium der Welt in den Bergen gebildet. Die Inka sind sowohl eine einheimische Stadtkultur in Südamerika als auch die jeweils regierenden Persönlichkeiten dieser Stadt. Es gibt mehrere Legenden über den Ursprung der Inkas. In der Tat waren sie bis zur Hälfte des 13. Jh. nur eines von mehreren Menschen im Cuzco-Talbecken.

Der Herrscher von Cuzco war bis dahin nicht viel mehr als einer von vielen Curaca (Führer einer Volksgruppe). Die Siege über die Chanca gaben den Inka großes Prestige, er wurde zum " Großen Lord " geworden. Im Jahre 1438 wurde der erfolgreiche Jupanqui zum Inka ernannt und erhielt den Titel Pachacuti.

In seiner Regierungszeit setzte der Prozess der Gebietserweiterung ein, der im Inkareich auf einer Fläche von fast 5000 Kilometern entlang der andinen Gebiete vom jetzigen Kolumbien bis nach Chile gipfelte. Auch wenn zwischen dem Niedergang der vergangenen andinen Kulturen von Tiahuanaco und Huari und dem Blühen der Inka mehrere hundert Jahre vergangen sind, enthalten die Inkas noch viele Bestandteile dieser frühen Gesellschaften: die Kosmoszahl vier, architektonische Bestandteile, Götter wie Sonnen- und Mondgottheiten und der Erfindergott Viracocha, Bewässerungslandwirtschaft, textile Kunst und auf der Teilung von Hälften basierende gesellschaftliche Gestalt.

Quechua heißt "Königreich der vier Weltregionen oder Himmelsrichtungen", "vier verwandte Regionen" oder "Land der vier Teile". Inca war zunächst ein Namen für gebürtige oder durch besondere Leistungen ernannte Machthaber, vergleichbar mit den Kaisern in Rom. Dieser souveräne Besitz wurde später auf das Volk, dessen Namen nicht bekannt ist, und auf die ganze Bevölkerung übertragen.

Zwischen 1438 und 1532 hatten die Inkas den grössten einheimischen Staatenapparat der Neuen Welt gebaut und beherrscht, eine multiethnische Struktur von 200 ethnischen Gruppen, mit Cusco als Haupstadt und dem legendären Herrschaftssitz Machu Picchu in den unerreichbaren Bergen. Ihr Herrschaftsbereich basierte auf mehreren Säulen: Gegenseitigkeit, doppelte Regel, Mitma und Mit'a, Yanacona und Camayos, die Stadt, die Inka-Straßen, das Management von Mitteln, Religionen und Gebäuden.

So, nach dem Erfolg über die Chanca, wurden die angrenzenden Senoríos mit Gaben überschüttet und im Gegenzug für die Teilnahme am Bau und der Befüllung von Lebensmittellagern und am Umbau von Cuzco geehrt. In ähnlicher Weise ging der König der Inkas (Sapa Inka) bei der Besetzung von weiteren Gebieten vor. Dies kostete die Machtübergabe und die Erkenntnis der kaiserlichen Sekte.

Anders als die bis dahin recht losen Allianzen von Häuptlingen, bestand die Inka auf vollständiger Unterordnung unter ihre Hauptverwaltung. Dies ermöglichte es, die traditionellen Loyalitäten der einzelnen Volksgruppen und Ansiedlungen gegenüber ihren örtlichen und örtlichen Herrschern zu verwenden und auf die Inka-Herrschaft zu überführen.

Bei den Inkas galt ein duales Herrschaftssystem: Jede Domäne, jede Herrschaft aus der vorkolumbianischen Zeit wurde in zwei Teile untergliedert. Schon in den Kulturen der Anden, die vor den Inkas existierten, gab es eine doppelte Herrschaft. Dieser Begriff korrespondierte nicht nur mit einem Machtsystem, sondern auch mit der Idee der Inka, Räume und Flächen horizontal zu teilen.

Innerhalb dieses Rahmens gab es Kollektivbesitz an Boden, Vieh und Ernten, die landwirtschaftlichen Arbeiten wurden gemeinschaftlich durchgeführt. Im Inkareich gab es kein Bargeld, deshalb mussten die Menschen für die Inka (m'ita) Arbeit bezahlen. Die periodischen Arbeiten fanden in den Bereichen Militärdienst, Strassenbau, Landbau und Inkabau statt.

Umsiedler und Ureinwohner sahen sich oft misstrauisch an und schlossen sich nicht gegen die Inkas an. Es gab kein Privateigentum an Grundstücken, so dass der Mensch keine Überschüsse erzielen konnte. Die Inka haben durch Terrassen und Bewässerungen die Gesamtfläche vergrößert. Die so entstandenen Überschüsse wurden in getrennten Lagern (qullqa) der Inka und der Tempeln eingesammelt.

Mit einem besonderen Erbstatus von Individuen und ihren Angehörigen schuf der Inka eine weitere Beziehung zum Staat: die Yanacona als persönliche Anhängerin eines Inka, dem er sein ganzes Leben lang treu ergeben war. Brennholzsammeln, Herdenhaltung, Weben von Geweben, Ernten von Kokablättern, Tragen in der Armee, Bewachung eines Lagerhauses der Inka oder Beamte eines Landeshauptmannes bei der Überwachung von SiedlerInnen.

Cuzco, die Stadt, das Ritual und politisches Herzstück, war ein architektonischer Höhepunkt, der jeden Gast begeistern sollte. Für die Inkas war Cuzco ein Sinnbild ihrer Macht, das Herz ihres Imperiums, die Kreuzung ihrer Strassen, ein Zeichen ihrer Idee einer Weltordnung. In Nord-Süd-Richtung verlief die eine durch die andinen Gebiete von Cuzco nach Quito, die andere entlang der Pazifik-Küste.

Die Inka bauten entlang der wichtigsten Verkehrsachsen "kleine Cuzcos", Macht- und Administrationszentren nach dem Muster der Stadt. Jede unedle Person musste eine Steuer in Gestalt von Arbeitsleistungen zahlen, die m'ita. Über mehrere Wochen des Jahres hinweg haben die Menschen Militärdienst geleistet oder an großen Staatsgebäuden teilgenommen, sind in die Bergwerke gegangen oder haben Keramik hergestellt.

Das Inka-Camp, Collca, war riesengroß. Der große Vorzug der Inkas bestand darin, den Appetit durch die Verteilung von Nahrung und Samen in Zeiten der Not zu besiegen. Der Inka kannte keine Handschrift. Bei den Inkas wurde ein Dezimalstellensystem mit einem Vorläufer von Null verwendet: Der Inkakult hat den Kult der Sonne als Staatskult etabliert.

Es gibt zwei grundlegende Prinzipien, die die Inkas geprägt haben. Jährlich findet neben dem Tode einer Capaccocha auch das große Capaccocha-Ritual statt, der Gipfel des kaiserlichen Opferkreislaufs. Dazu brachte er die wichtigsten Göttergestalten aus dem gesamten Inkareich nach Cuzco. Sie wurden auf dem Marktplatz gesammelt und von den Inka nach der zukünftigen Entwicklung gefragt.

Auch andere Menschen machten Wallfahrten nach Cuzco und brachte Gaben wie Teller aus Metall und Metall, die während des Ritus zu kleinen Lama- oder Menschengestalten wurden. Am wertvollsten waren jedoch viele von ihnen, die auf ihr Leben in Cuzco vorbereiteten. Wenn man nicht opfert, sind die Gottheiten wütend auf die Inka und das Unheil kommt über alle Menschen.

Eine bewusste Verwischung der Grenze zwischen dem "Natürlichen" und dem "Kulturellen" ist ein wesentlicher Bestandteil der ästhetischen und staatlichen Inkakunst. Zum Beispiel reflektiert die für die Abwehr vorteilhafte Zickzackform der Wände von Sacsahuaman bei Cuzco auch die dahinter liegende Hügellandschaft. Im präkolumbianischen Peru war die Terrassenkunst wohl schon ein Jahrhundert vor den Inka bekannt.

Doch die Art und Proportion der Inka ging weit über die Erfordernisse der Landwirtschaft hinaus. Diese drückt die Macht der Inka, des Sun King, aus. Zur Verwaltung und Verteidigung ihrer neuen Gebiete bauten die Inkas Burgen und Verwaltung. Sie bauten Lagerhäuser im ganzen Imperium, um die Armee zu versorgen.

Um ihre Anwesenheit zu zeigen und ihre eigene kulturelle und religiöse Identität zu fördern, haben sie in jeder Region Schlösser und Tempeln gebaut. All diese Bauwerke tragen die unverkennbaren baulichen Merkmale der Inka - auch wenn Material und Methode aus der Überlieferung der unterjochten Menschen zum Einsatz kommen mussten. Damit die Inkas ihre Bauwerke und Ansiedlungen nach Wunsch aufbauen konnten, führten sie umfangreiche Interventionen im Terrain durch: Sie nivellierten Berge, verfüllten Mulden und schufen Terassen.

Weitere Planungselemente gibt es in unterschiedlichen Großstädten, aber sie sind kein ausreichender Nachweis für die Prinzipien, an die sich die Inkas beim Städtebau halten würden. Das architektonische Konzept der Inka zeichnet sich durch eine einzigartige formale Geschlossenheit aus. Aber auch das Standard-Modell hat die Inka gekonnt modifiziert und an die jeweilige Topografie angepasst.

Im Jahre 1532 wurde das Inkareich von Francisco Pizarro im Auftrag der Königskrone besetzt und in das spanische Kaiserreich integriert. Auch die Eroberer waren routinierte Krieger mit wirksamen Gewehren und Pferde (bisher in Südamerika unbekannt) und wurden von mehreren tausend einheimischen Alliierten unterstütz. Im Jahre 1527 oder 1528 starben die Inka Huáyna Cápac, vermutlich an den Windpocken.

Waehrend der Huáskar, des Sohnes der Hauptgattin der Inka, den Inkaadel und die Funktionaere hinter sich hatte, konnte sich sein Brueder Átahualpa die Unterstuetzung der Armee ermoeglichen. Es gelang nicht, den Konflikt zu lösen, indem Cuzco von den Huáscars und Quito von der zweitgrößten Reichsstadt kontrolliert wurden.

Das Inkareich war durch den Buergerkrieg geteilt worden und die Anhaenger des besiegten Huáscars suchten nach neuen Verbuendeten. Schon Francisco Pizarro (1476/78-1541) hatte mehrere Entdeckungsreisen entlang der Küste Ecuadors und Kolumbiens gemacht, immer auf der Suche nach dem legendären Eldorado. 1529 wurde er vom spanischen Koenig Karl I. zum Oberbefehlshaber von Peru ernannt. 1531 kehrte Pizarro nach Peru zurueck, um von den Konflikten im Inka-Reich zu erfahren.

Die Inkas empfingen dort die Bartweißen. Obgleich das Areal von etwa vierzigtausend Inka-Soldaten abgesichert war und weitere achttausend in Begleitung von Pizarro, schaffte es Pizarro, die Inka zu hintergehen. Dann hat Pizarro ihn unter dem Deckmantel erobert, dass er das Kreuze und die Schrift nicht respektiert und die waffenlosen Krieger mit seinen Waffen, Pferde und Kampfhunde überwältigt hat.

Auch Pizarro stimmte zu und holte auf diese Art und Weise große Kostbarkeiten in seinen Bestand. Dennoch warf er den Inka Hochverrat vor und liess ihn 1532 umbringen. Auch wenn dieses Jahr gemeinhin als Spaniens Erfolg gilt, fand die Militäreroberung des Inkareiches erst 1572 mit dem Tode des vergangenen Inka, Tupac Amaru I., statt. Dieser Todesfall markierte das Ende des gewaltigen Imperiums, das die Menschen in den andinen Ländern seit etwa einem halben Jahr, das seine politische, kriegerische und kulturgeschichtliche Herrschaft institutionalisierte.

Der Einfluß des Inkareiches ist im Bewußtsein der Andenkulturen immer noch klar erkennbar, auch wenn die Sicht der Inkas von Staat zu Staat sehr verschieden ist.

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