Karma Wiedergeburt

Wiedergeburt Karma

Das Karma und die Wiedergeburt im Buddha 3.5 Wer macht Karma und wer profitiert davon? 3.6 Wo wird das Karma aufbewahrt? 3.

7 Wie funktioniert Karma? 3.10. Reifet das gleiche Karma immer zum selben? APPENDIX: Die rechte Haltung zum Karma, wenn jemand jemand anderen verletzt: Wie der Unsichtbare weiss der Unsichtbare wie der Erste, ob und wann du zurückkehren wirst. Das Karma und die Wiedergeburt sind einer der Gründe, warum sich die Reiche und Starken in den Staaten, in denen der Glauben an die Wiedergeburt gedeiht, nicht um die arme, leidende Masse sorgen.

Weshalb sollten sie: Wenn ein Kinde wegen seines schlimmen Karma litt, warum sollte man da hineingehen? Jedem ermordeten Juden ist die eigene Verantwortung zuzuschreiben: Immerhin hat er in einem vergangenen Lebensabschnitt selbst Urkunden gewählt, die zu seinem schrecklichen Leid geführt haben. Man kann solche Bedenken bei uns gegen den Glaube an Karma und Wiedergeburt vorbringen.

Herbst 1986, Wintersemester 1986/87, Frühjahr 1987, Sommer 1987. Jetzt hat Paul Eduards sein Argument gegen Karma und Wiedergeburt in dem gleichnamigen Werk dargelegt: Eduards, Paul : Reinkarnation : eine kritische Untersuchung. Das Leben ist die erste umfassende und systematische Bewertung von Reinkarnation und Karma in jeder Sprache.

Ein Kapitel behandelt das sogenannte Karma-Gesetz, das zeigt, dass es überhaupt kein Gesetz gibt und nur post hoc Erklärungen anbietet. Andererseits ist der Gedanke an die Wiedergeburt und wahrscheinlich auch an das Karma auch hier sehr verbreite. In den Repräsentativumfragen der World Value Survey 1990 - 1993 gab der folgende Anteil der Teilnehmer an, an Reinkarnation zu glauben: Obwohl die individuellen Teilnehmer die Wiedergeburt für sehr unterschiedlich halten, gibt diese Umfrage - nach methodischer Überlegung durchgeführt - einen positiven Einblick in das Erscheinungsbild der Wiedergeburtenüberzeugung.

So ist es nicht so, dass der heutige Wiedergeburtstag ein rein ostdeutsches PhÃ?nomen ist: Mehr als ein Viertel aller West-Deutschen glaubt an die Wiedergeburt, obwohl diese Doktrin von allen bestehenden Landeskirchen, unseren Landeskirchen, missbilligt wird. Aber das Thema dieses Gesprächs ist nicht unser Wiedergeburtstreue, sondern die Unterweisung von Wiedergeburt und Karma unter Buddha.

Ein sehr umfassender und informativer Vortrag über Wiedergeburt und Karma in Europa: Wenn Sie sich weiter für allgemeinere Fragestellungen der Wiedergeburtsansichten interessiert, die durch die New-Age-Welle besonders befördert werden, dann empfehlen wir das Buch: Ich werde die spätschulische Erarbeitung im Theravadabuddhismus als Grundlage für die Präsentation der Buddhismuslehre von Karma und Wiedergeburt verwenden.

Auf dieses eine Leitbild beschränkt, damit Sie keine Ahnung von der Buddhismuslehre des Karmas und der Wiedergeburt haben, die aus den vielfältigsten Überlieferungen zusammengeworfen wird und die nirgendwo sonst im Buddha vorkommt. Vertrauen in die Wiedergeburt ist nicht unbedingt mit dem Vertrauen in das Karma verbunden: Auch der Verlauf der Neugeburten könnte durch blinde Not oder durch freiwillige Auswahl der entsprechenden Existenz mitbestimmt werden.

In der buddhistischen Welt sind Wiedergeburt und Karma jedoch miteinander verbunden. Wenn du, aus welchem Grund auch immer, an deinem Glaube an eine ethische Ordnung festhältst, kannst du dich auf einen unverständlichen Gott berufen, der auf irgendeine Weise die Rechtmäßigkeit wiederherstellen wird, oder du kannst durch die Hypothese von Wiedergeburt und Karma die geforderte ethische Ordnung der Welt zu erretten suchen.

Die moralische Ordnung der Welt - für Buddha ist sie im Ausdruck für den Buddhismus im Wort Gottes verankert - ist nur eine Kontemplationsquelle für Wiedergeburt und Karma. Erstens, die Erfahrung, die zur Verurteilung der Wiedergeburt und in einem geringeren Ausmaß zum Karma führt. Es gibt vier grobe Kategorien: Spontanerlebnisse, bei denen sich Menschen - meist Kindern - an etwas zu denken geben, das sie für ein bisheriges und unbeeinflusstes Verhalten erachten.

Der zweite Typ von Wiedergeburtserfahrungen sind Gedächtnisse in geänderten Wachbewusstseinserfahrungen. Der dritte Typ von Wiedergeburt ist das Traumerlebnis. Wird ein Traum nicht nur als Schaum, sondern auch als Erfahrung der Realität und/oder des Unbewussten gesehen, dann sind ein Traum eine erlebbare Bestätigung des wiedergeborenen Glaubens. Der vierte Typ von Wiedergeburtserfahrungen sind solche, bei denen man sich in keiner Weise an Frühgeburten erinnern kann, sondern bei denen ein anderer diese Beziehung zu Frühgeburten aufbaut.

für jemand anderen macht ein Buddhas oder anderer Erlöser Sinn, indem er gewisse aktuelle Stadien oder Geschehnisse mit Handlungen in vorangegangenen Lebensabschnitten verbindet, sei es - wie es heute wieder in Mode ist mit der wachsenden spiritualistischen Woge - dass das Medium als Kommunikationskanal zwischen einer ehemaligen und einer lebendigen Person erscheint, wodurch dann die kanalisierte Person das Geschenk aus dem Kontext der Wiedergeburt erklart.

Bislang habe ich als Quelle des Wiedergeburtsglaubens das postulierte moralische Weltbild und unterschiedliche Formen von Erfahrung angeführt. Eine sehr wichtige, auch erfahrungsmäßige Ursache ist der Heilwert, den die Hypothese von Wiedergeburt und Karma für die Bedeutung von ansonsten willkürlich und bedeutungslos wirkenden Vorgängen hat: Es ist die Frage nach der Bedeutung der Ereignisse: Liegt es nicht gerade daran, dass wir in einem vergangenen Lebensabschnitt zusammengehören und "was zusammen gehört, muss auch zusammenkommen"?

Natürlich dürfen wir in den Glaubensquellen der Wiedergeburt und des Karmas nicht die Überlieferung und den Autoritätsglauben außer Acht lassen - im buddhistischen System besonders des buddhistischen Systems. Aufgrund der sozial stabilisierenden Seiten dieses Bekenntnisses wird er auch soziale Stütze finden: Der Gedanke an das Karma verringert den Eifer und macht für soziale Gerechtigkeit ohne sie zu festigen sinnvoll - wie wir später feststellen werden.

Durch das Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Ursachen sind Wiedergeburt und Karma in vielen Buddhistenländern ganz selbstverständlich Erfahrungs-, Interpretations- und Verständigungsmuster, so wie es Gott, das ewige Sein oder die Anwesenheit Christi im Abendmahl noch nicht allzu lange her ist. Bis jetzt habe ich von Wiedergeburt und Karma geredet, ohne anzugeben, was Buddha darunter versteht und wie Wiedergeburt und Karma funktionieren.

Es ist das Moralgesetz der Kausalität, das dazu führt, dass gute Werke zu einem bestimmten Zeitpunkt gute Frucht tragen - sei es in diesem oder in einem künftigen - und dass schlechte Werke zu einem bestimmten Zeitpunkt schlechte Frucht zeitigen. Das Karma ist die wichtigste Quelle sozialer Differenzen, aber es ist nicht die alleinige Ursache: Wenn Karma die alleinige Quelle unseres Schicksals wäre, jedenfalls alles, was in der Sphäre der Moral oder Unmoral passiert, dann hätten wir einen strikten Bestimmtheitsgedanken und keine Sittenweltordnung.

Das Karma ist auch für den Buddhismus nur ein Gebiet der Gesetze der Natur, unter anderem physische, biologische, psychologische und andere. Das Karma ist jede gewünschte Handlung, bei der " Handlung " das Denken, die Wörter und die Arbeiten einschließt. Karma ist im engeren Sinne des Karma-Gesetzes ein heilender und ungesunder Wille. Daher stellen unwillige oder unbewußte Handlungen kein Karma dar, weil sie keinen Willen enthalten; und Wille ist Karma.

Der Wille der Buddhas oder Arhanten (ganz erlöst) ist auch nicht das Karma, denn sie haben die Ursachen des Karmas vollständig ausgelöscht, so dass ihre Handlungen im karmaischen Sinn nicht mehr erlöschend und nicht heilend sind. Der Grund für das Karma ist Ignoranz ( "avijjjjjâ") und die daraus resultierende Habgier ("ta.nhâ").

Aber es ist nicht der Fall, dass Handlungen, die ohne Ignoranz und Habgier ablaufen, kein Karma sind. Erst wenn Ignoranz und Habgier beim Menschen völlig verschwinden und nicht nur vorübergehend - es entsteht kein Karma mehr. 3.5 Wer macht Karma und wer profitiert davon? Von wem kommt das Karma und wer ernten es?

Infolgedessen gibt es niemanden, der Karma macht und niemanden, der die Belohnungen ernten kann. Der einzige momentane Bestandteil des Bewusstseins Wollen macht Karma, ein momentaner Bestandteil des Bewusstseins, der Empfindungen wahrnimmt, bringt die Frucht des Karmas. Also wirklich gilt: noch eine Sau, noch eine Ernte. 3.6 Wo wird das Karma aufbewahrt?

Was ist Karma, wenn es keine dauerhafte Quelle gibt, in der es sein kann? Noch ist Karma irgendwohin in einem übernatürlichen Lebensbuch. Das Karma besteht im Fluß von Bewusstseinszuständen, die sich stetig weiterentwickeln und in Abhängigkeiten zueinander zerfallen. Das Karma wird von einem Staat in den anderen transferiert, ohne etwas Substanzielles zu transferieren.

Das Karma im Moment A unterscheidet sich im wesentlichen von dem Karma im Moment B, im informativen Bereich ist es weitestgehend gleich. 3.7 Wie funktioniert Karma? Und wie funktioniert Karma? Die buddhistische Auffassung ist, dass das Werk des Karmas nur von einem Buddhas in allen Einzelheiten gesehen werden kann, nicht einmal von einem anderen vollständig Eingelösten.

Dies kann natürlich als eines der in allen Weltreligionen gängigen Vorgehensweisen angesehen werden, um nicht über alle Facetten und Folgen einer Lehrtätigkeit nachzudenken. Aber man sollte sich die Arbeit des Karmas nicht als eine "monadische" Entfaltung ausmalen. Die Art und Weise, wie Karma heranreifen kann, hängt stark von den Rahmenbedingungen in der anderen Welt ab.

Reifendes Karma ist also eine Wechselwirkung mit der Welt um dich herum. Deshalb ist Karma auch ein gesellschaftliches Phänomen: Deshalb begegnet man bei der Wiedergeburt immer den "gleichen" Partner. Das ist auch der Hauptgrund, warum die Früchte einer Wohltat auch von der Würde des Rezipienten abhängen: Ein würdige Rezipient kann beispielsweise viel mehr Gutes für den Spender verströmen, was wiederum der Reife des Karma nützt.

Wenn man etwas weiter in die Karma-Doktrin eindringen will, ist es nützlich, einige Unterschiede auf schulische Weise zu betrachten. Was den Zeitpunkt betrifft, zu dem die Früchte des Karma entstehen, so wird unterschieden: Karma, das bereits in diesem Lebensalter heranreift (di.t. thadhammavedanîya): dieses Karma ist das schwerste. Ist dieses Karma in diesem Menschenleben nicht reif, dann wird es zu einem unwirksamen Karma.

Karma, das bis maximal zur ersten Wiedergeburt ausreift. Karma, das in der Regel in jedem Fall heranreift, unabhängig davon, wie viele Geburten dazwischen liegen (aparâparariyavedanîya). Unwirksames Karma (ahosi kamma): Karma des ersten oder zweiten Typs, manchmal des dritten Typs, das in diesem Alter oder bei der ersten Wiedergeburt nicht wirkte.

Je nach Aufgabe werden folgende Karmaarten unterschieden: Wiedergeburt erzeugendes Karma (janaka): Karma, das die Form der Wiedergeburt festlegt (als Mensch, Mensch, Wesen, Gott, etc.). Das ist das Karma, das im Moment des Sterbens herrscht: Die folgende Wiedergeburt ist abhängig vom Zustand des Bewusstseins des vorherigen Leben, ungeachtet des allgemeinen Verhaltens davor.

Unterstützungskarma (upatthambaka): Karma, das die Auswirkungen des Fortpflanzungskarmas fördert (upapîlaka): Karma, das die Auswirkungen des Fortpflanzungskarmas unterdrückt ( "upaghâtaka"): Karma, das die Auswirkungen des Fortpflanzungskarmas vollständig unterdrückt. Devadatta, der Schurke des buddhistischen Dienstes, der versucht hat, Buddhas zu ermorden und eine religiöse Spaltung hervorgerufen hat: sein wiedergeborenes gutes Karma ließ ihn in eine königliche Familie hineingeboren werden.

Das unterstützende Karma ließ ihn dort wohlhabend und gesund sein. Gegen das Karma wurde er durch die Erniedrigung der exkommunizierten Menschen durch den Auftrag wirkungsvoll. Das annullierende Karma wurde sichtbar, als der Höllenschlund ihn an seinem schrecklichen Ende aufzehrte. Hinsichtlich der Dringlichkeit der Wirksamkeit wird in der Rangfolge der Schwerpunkte unterschieden: Erste Priorität: Starkes Karma (garuka): Karma, das unbedingt in diesem oder dem folgenden Lebensabschnitt heranreifen muss.

Das gute schwere Karma ist der "Zustand der Verzückung", der sich aus der ruhigen Meditation ergibt. Böses, schwerwiegendes Karma ist die schwere Straftat, die definitiv im kommenden Jahr ausreift: Das ist das Problem: Die zweite Prioritätsstufe: das Nahtod-Karma (mara. nâsanna): die Handlung, die Sie direkt vor dem Tode ausführen oder an die Sie sich dann anerkennend erinnern. Die dritte PrioritÃ?tsebene: hÃ?ufig praktiziertes Karma (âci.n. na): Karma, das jemand hÃ?ufig macht, Karma, das zur Gewohnheit wurde.

Vierter Prioritätslevel: angesammeltes Karma (katattâ): jedes Karma, das nicht unter die anderen drei Prioritätslevel fÃ?llt. Je nachdem, in welchem Bereich das Karma reift, wird unterschieden, wie die folgende Übersicht zeigt: Das Böse kann in Überlegungen, Wörtern oder Arbeiten geschehen: in Gedanken: neidisch, jemandem etwas Schlechtes wünschend, falscher Meinung (besonders das Gesetz des Karmas verleugnend, die Existenzberechtigung von Buddhas und Arhanten verleugnend).

Tötungsfrüchte: Kurzlebigkeit, schlechter Gesundheitszustand, ständige Trauer, weil man von dem abgetrennt ist, was man lieb hat, ständige Angst. Das gute Karma, das eine gute Wiedergeburt in der Wunschwelt herbeiführt, ist: 3.10. Reicht das gleiche Karma immer zum gleichen?

Wenn alles auf eine gewisse Weise Karma entwickeln müßte, wäre es wahrscheinlich sehr deprimierend. Die gleiche Handlung kann also sehr verschiedene Auswirkungen auf zwei verschiedene lebende Wesen haben. Man kann also sehr wohl etwas gegen angesammeltes Karma tun. Ursachen, die die Reife des Karmas behindern oder begünstigen können: Das Gebiet, in dem man neu geboren wird, behindert oder begünstigt die Entwicklung des Handelns: Zum Beispiel hat King Dutthagamani wegen seines Kampfes gegen die tamilischen Truppen schlimmes Karma, aber gutes Karma wegen seiner frommen und gesellschaftlichen Urkunden.

Wegen seiner Wohltaten wurde er im Paradies neu geboren und seine schlechten Werke können nicht ausreifen. Schöne und physische Integrität oder Häßlichkeit und physische Beeinträchtigung behindern oder begünstigen die Ausreifung des Karma: Ein Invalide kann die Frucht des Karma nicht so sehr geniessen wie ein nicht Invalide. Das Zeitgeschehen beeinflusst die Reifemöglichkeiten des Karmas: Eine Hungerkatastrophe zum Beispiel betrifft jeden.

Der eigene Aufwand ist sehr wichtig: Je nachdem, was man mit seinen Karma macht, ist die Wirkung ganz anders. Es ist nicht richtig zu denken, dass Leiden durch Krankheiten sowieso das Ergebnis schlechten Karmas ist, also gibt es nichts, was man tun kann.

Wenn man sich nicht anstrengt, dann wird das böse Karma im Krankheitsfall vermutlich vollständig ausreifen; wenn man sich anstrengt, dann steigt die Chance, dass das gute Karma ausreift und das böse Karma zurückgeschoben wird. Wir sind also weder Knechte noch Meister unseres Karma. Der, der gern zurückkehrt. Die Wiedergeburt ist eine gute Sache.

Was ist die Aufgabe von Mutter, Ei und Sperma, Chromosom und Genen, wenn Karma die Wiedergeburt ist? Die Wiedergeburt als Mensch setzt für den Buddhismus folgende Voraussetzungen voraus: Ein Leben swesen, das diese Wiedergeburt karmischerweise verursacht, muss untergehen. So lange es nicht möglich war, genetische Manipulationen vorzunehmen, hat die Karma-Theorie der Biovererbung den Charakter des größtenteils zufällig entstandenen:

Welches Sperma auf die Eizelle auftrifft und welche Gen-Kombinationen dann durch das Karma determiniert werden. Allerdings stellt die neueste Entwicklung in der Gentechnik die Karmal-Doktrin vor neue Herausforderungen, die wahrscheinlich eine ganz neue Art des Durchdenkens und der Befreiung von den altbuddhistischen schulischen Vorbildern erfordern. Aber man wird sich gleich fragen: Gibt es immer einen entsprechenden biologischen Prozess, wenn ein lebendes Wesen sterben muss, um eine angemessene Wiedergeburt zu ermögllich?

Weil der Buddhismus mit einer unendlichen Anzahl von Universumswelten rechnet, auf denen eine unendliche Anzahl von lebenden Wesen wieder lebt, ist es nicht ungewöhnlich, dass überall im Weltall angemessene Bioprozesse stattfinden werden, um eine Wiedergeburt zu ermoeglichen. Starb und wurde als Mensch und Tier geboren, mit kurzem und langem Ohr.

Nun ist er ein schlechter Blinde, alle seine Gliedmaßen erzittern, und doch, wenn er etwas tun kann, ist der unaufhörliche Verlauf der Wiedergeburt die so genannte Samsara. Ein Sterbender entwickelt ein Bewußtsein, das eine der nachfolgenden drei Dinge zum Gegenstand hat: eine gute oder schlechte Tat, die er in seinem eigenen oder direkt vorhergehenden Lebenslauf hat.

Wenn jemand starkes Karma hat, d.h. wenn er einen der Ecstasy-Zustände der ruhigen Meditation erkannt hat oder wenn er eine der sehr ernsten Straftaten - wie z. B. den Mutterschaftsmord - begeht, wird dieser Gegenstand seines Bewusstseins. Wenn es kein solches starkes Karma gibt, dann kann das Gegenstand des Bewusstseins das Nahtod-Karma werden, d.h. etwas, das er kurz vor seinem allerletzten Moment hatte.

Wenn es kein solches Karma gibt, dann kann oft praktiziertes Karma zu diesem Gegenstand des Bewusstseins werden, d.h. gute oder böse Angewohnheiten. Jedes ab und zu erlangte Karma kann auch zu diesem Gegenstand des sterbenden Bewusstseins werden. Das ist der Grund für die Wiedergeburt. Ich kann hier nicht auf die extrem komplexen Prozesse des Bewusstseins während der Wiedergeburt eingehen: das würde ein halbes Jahr Abhidharma erfordern.

Die Wiedergeburt erfolgt sofort nach dem Tod, unabhängig davon, wo die Wiedergeburt eintritt. Die Wiedergeburt wird in erster Linie durch Bewusstseinsprozesse kontrolliert, die materiellen Vorgänge laufen nur in zweiter Linie ab. Der Geschlechtsverkehr wird auch durch das Karma und nicht durch die willkürliche Begegnung von X- und Y-Chromosomen determiniert, d.h. das Karma entscheidet, welcher Sperma die Eizelle befruchten soll.

Die Wiedergeburt ist keine Seelenwanderung: es gibt kein Ich, keine Seelen o.ä. Nein, die Wiedergeburt ist ein rein bedingter Kontext, in dem ein früherer Staat einen jüngeren verursacht, ohne dass ein wesentliches Subjekt übrig bleibt. Die Wiedergeburt ist dabei übrigens nicht anders als das, was im Leben immer wieder passiert.

Doch diese Negation einer dauerhaften Seelenverneinung scheint nun eine Aufgabe der Lehre vom Karma in Frage zu stellen: Und wenn ein anderer säht und ein anderer erntet, dann kann es für ihn keinen Unterschied machen, wer aussäht, was er macht, ein anderer ernt. Man sorgt sich in diesem Stadium nicht mehr um sich selbst, man betet sich nicht mehr an: man sorgt sich so wenig um das Morgen wie um zukünftige Neugeburten, denn man heftet sein Innerstes nicht mehr an ein Ich, das nicht existiert.

Aber solange man diesen Stand der existenziellen Erkenntnis der Doktrin des Nichtseins nicht erlangt hat, hat man sich in diesem irdischen Dasein schon um sich selbst, um sein Morgen, seine Selbsterkenntnis usw. gekümmert. Wenn man also an Karma und Wiedergeburt glauben kann, interessiert man sich nicht nur für morgen und Übermorgen, sondern auch für zukünftige Bestehen.

Wer die Doktrin des Nicht-Ich existenziell nicht erkannt hat, muss aber nicht demotivieren, denn wir ungeretteten Menschen wohnen so, als ob es ein Ich gebe, dafür zu sorgen und sich darum zu kuemmern ist lohnenswert. Gestatten Sie mir nach dieser kleinen Einführung in die buddhistischen Lehren der Wiedergeburt und Befreiung, einige der Aufgaben dieser Lehren kurz aufzulisten:

Es ist an der Zeit, auf den eingangs erwähnten Karma- und Wiedergeburtsvorwurf zu reagieren. Man beschuldigte die Reichen und Machthaber, sich nicht um die Ärmsten und Bedrängten zu sorgen. Die Doktrin von Karma und Wiedergeburt rechtfertigt ja geradezu den Holocaust, da die jüdischen Staatsbürger selbst ihr Leid auf karmische Weise verursacht haben.

Ich hoffe, Sie haben von dem, was ich bisher gesagt habe, gesehen, dass die Buddhismuslehre von Karma und Wiedergeburt nicht zu Verhängnis, Untätigkeit und Rücktritt seitens des Verursachers, des Verursachers oder eines Dritten im Beisein der Betroffenen führen wird. Der Umstand, dass die Leidenserfahrung, die ich jemandem auferlege, das Ergebnis schlechter Karma des Verunglückten ist, hat keinerlei Einfluss auf den bösen Karmacharakter meiner Tat.

Das Opfer kann - wie wir sehen konnten - den Auswirkungen des Karmas entgegenwirken: Es ist also wert, sich gegen das Leiden zu verteidigen! Außerdem beeinflußt die Erkenntnis, daß alles erlebte Leiden die Auswirkung von bösem Karma ist, in keiner Hinsicht das Karmagesetz, daß es für einen anderen Menschen unheilbar ist, wenn er kein Erbarmen mit dem leidgeprüften Sein hat und nicht nützt.

Der eingangs erwähnte Einwand verwechselt die Doktrin von Karma und Wiedergeburt entweder mit einem Schicksalsschlag, oder sie haben noch nie von den dieser Doktrin zugrunde liegenden Wertvorstellungen gehört: Eines der fundamentalen Wertvorstellungen ist, keinem Wesen Leiden aufzubürden, Mitgefühl für Leiden zu haben und frei zu helfend zu wirken. Heute haben wir uns ausschliesslich mit Karma und Wiedergeburt befasst.

Die letztendliche Zielsetzung von Buddhas Unterweisung ist die Errettung. Errettung ist das Ende der Wiedergeburt. Deshalb ist es auch für die Rettung von Bedeutung zu wissen, wie Karma und Wiedergeburt wirken. Aber Karma und Wiedergeburt können nur die Bedingungen erschaffen, unter denen Errettung überhaupt möglich ist; Karma und Wiedergeburt können nicht zur erlöst werden.

Täterin: Ich bin nicht der Gesetzeshüter des Karmas, Karma ist kein deterministischer Charakter, also ist es für mich schlecht, dem anderen zu schaden. Aufopferung: Gleichmut: Ich bin Erbin meines Karmas, ich bin der Hufschmied meines eigenen Glücks. Doch kein Rücktritt: Karma ist kein Selbstbestimmungsrecht. Ich muss das Optimum aus den durch mein Karma gegebenen Chancen herausholen.

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