Karma zwischen mann und Frau

Das Karma zwischen Mann und Frau

Das Karma des Menschen ist die Frau.....

In dieser Vorlesung erläutert Rudolf Steiner, warum das Denk- und Fühlvermögen der Frau in der folgenden Menschwerdung einen Männerkörper und das Denkvermögen und Gefühl des Menschen einen Frauenkörper präferiert. Der beste Weg, um zu zeigen, wie Karma in der ganzen Erde Sinn macht, ist zu sehen, wo Karma noch funktioniert, gewissermaßen ohne jeglichen sittlichen Geschmack, wo es in der großen weiten Erde selbst funktioniert, ohne etwas damit zu tun zu haben, was der Mensch in sittlichen Antrieben aus der Tiefe der Seele hervorbringt und was dann zu moralischem oder unmoralischem Handeln führen kann.

Ein Karma-Bereich vor unserer eigenen Nase, in dem Moral noch keine große Bedeutung hat, sondern etwas Neues als karmisches Gebilde dargestellt wird, ist unser Ziel. Sagen wir, eine Frau wohnt in einer gewissen Verkörperung. Ihr werdet nun nicht leugnen, dass die Frau allein deshalb, weil sie eine Frau ist, andere Erfahrungen haben muss als der Mann und dass diese Erfahrungen nicht nur mit innerseelischen Prozessen verbunden sind, sondern dass sie im weitesten Sinne mit äußerlichen Ereignissen verbunden sind, mit Situationen, in denen die Frau nur kommt, weil sie eine Frau ist, und die wiederum eine rückwirkende Wirkung auf den gesamten Geisteszustand und die Stimmung der Seele haben.

Je weiter wir nun in die bloße Seelenwelt und in das äußere des Mannes hinabsteigen, umso grösser ist der Unterschied zwischen Mann und Frau in ihrem Verhältnis zu ihrem eigenen Dasein. So können wir also feststellen, dass die Frau auch in bestimmten Merkmalen der Seelen anders ist als der Mann, dass sie mehr zu jenen Merkmalen der Seelen tendiert, die zu Reizen führt, die als emotional zu bezeichnen sind; und wir empfinden sie als geneigt, mehr psychologische Erfahrungen zu machen als der Mann.

Im Gegenzug sind Intellektualismus und Realismus - also das, was durch den Menschen kam - mehr im Menschenleben zu Hause, das einen großen Einfluß auf das seelische Dasein hat. Psychologische und emotionale Aspekte bei Frauen, geistige und materielle Augenblicke bei Männern - ihr Wesen prägt sie.

Deshalb hat die Frau nun auch bestimmte Feinheiten des Lebens der Seelen durch die Tatsache, dass sie eine Frau ist. Jetzt haben wir beschrieben, dass das, was wir als Qualitäten in der Seelenwelt zwischen dem Tode und der neuen Wiedergeburt erfahren, sich in unsere nächst folgende körperliche Ordnung hineinzwängt. Das, was jetzt psychisch, emotional und im täglichen Lebensweg zwischen Entbindung und Sterben gestärkt ist, geht mehr auf die innere Ebene zu, die auch die Tendenz hat, viel mehr in die Gestaltung einzuwirken, sie viel mehr zu durchdringen.

Da die Frau solche Impressionen, die mit der Psychologie, mit der Emotionalität verbunden sind, absorbiert, greift sie auch in tiefer liegende seelische Gründe die Lebenserfahrungen auf. Möglicherweise hat der Mann reiche Erlebnisse, noch mehr wissenschaftliche: Seine Erlebnisse gehen nicht so sehr in sein Seelenleben ein, wie es bei Frauen der Fall ist.

Mit den Frauen ist das gesamte Umfeld der Erfahrung zutiefst in ihre Seelen eingeprägt. Das Leben einer Frau greift also die Neigung auf, durch ihre Erfahrungen in einer einzigen Menschwerdung weit in den Körper einzudringen und so den Körper selbst in der nächsten Menschwerdung zu formen. Eine tiefe Einarbeitung, ein tiefer Durchbruch des Körpers heißt nun aber: einen Mann zu produzieren.

Der männliche Körper entsteht dadurch, dass sich die seelischen Fähigkeiten der Menschen in die Materie einprägen wollen. Daran kann man erkennen, dass die weiblichen Erfahrungen einer Menschwerdung die Auswirkung der Schaffung eines Männchens in der nächstfolgenden Menschwerdung zeigen. Im Okkultismus sagt man deshalb: Der Mann ist das Karma einer Frau.

  • Vielmehr ist die Organisation von Männern in einer späten Verkörperung das Resultat von Erfahrungen in einer früheren weiblichen Verkörperung. Auch auf die Gefahr hin, in einigen der Anwesenden unangenehme Überlegungen zu wecken - es kommt immer wieder vor, dass ein Mann der heutigen Zeit einen hoffnungslosen Ehrfurcht vor der Verkörperung als Frau hat - muss ich diese Dingen objektiv als Fakten wieder aufklären.

In der Organisation der Männer lebte der Mann im Inneren des Körpers tiefer in das Material ein und hielt es mehr fest als bei den Frauen. Das Geistige bleibt mehr im Körperlichen; sie wohnt nicht so sehr im Materiellen, sie hält ihre Körperlichkeit zarter. Wer auch immer ein Mann ist, weiss, was für ein schweres Werkzeug das Gehirn des Mannes oft ist.

Aber dies veranlaßt den Menschen, die äußeren Erscheinungen mehr zu begreifen, weniger von jenen Erfahrungen zu absorbieren, die mit den Abgründen des Lebens der Seele verbunden sind. Was er einsteckt, geht nicht unter. Es ist nicht leicht zu verstehen, dass Intellektualität etwas ist, das eher von außen geschieht, das das Leben der Seele nicht zutiefst beeinflusst, was wenig Einfluss auf das Innenleben des Menschen hat.

Dies hat jedoch zur Konsequenz, dass der Mensch aus einer solchen Verkörperung, wo er wenig Einfluss auf die eigene Person hat, die Veranlagung zwischen Entbindung und Sterben absorbiert, in der folgenden Verkörperung weniger in die Organisation eindringt. Dies führt jedoch zu der Veranlagung, in der folgenden Verkörperung einen weiblichen Körper zu errichten. Auch hier gilt im Okkultismus: Die Frau ist das Karma des Manns!

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