Kneippsche Stiftungen Bad Wörishofen

Die Kneippgründungen SEBASTIANEUM und KNEIPPIANUM.

Mit Wirkung vom 12. Dezember: Kneipp´sche Stiftungen nahe des Kneippianums – 68 Mitarbeitende werden gekündigt.

Die Schließung des Kneippianums erfolgt Ende dieses Jahr. Dies wurde Anfang dieser Handelswoche von den Kneipp´schen Stiftungen der Mitbrüder angekündigt und rief großes Bedauern hervor. Für sie war es eine große Herausforderung. Der Bad Wörishofener Oberbürgermeister Paul Gruschka zum Beispiel spricht von einem „schmerzhaften Verlust“, während der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl vom „Verlust eines Flaggschiffs“ für die kneippische Stadt spricht.

Die Schliessung bedeutet auch, dass 68 Beschäftigte im Monat Oktober ihren Arbeitsplatz aufgeben werden. Wahrscheinlich werden die betreffenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alles andere als gnädig sein, wenn sie sich die aktuelle Weihnachtssituation vorstellen: Ab dem kommenden Jahr schließen die Stiftungen Kneipp´schen ihren Vier-Sterne-Kneipp und -Kurort; 68 der 188 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Knippianum und ?ebtianeum werden dann kurz vor dem Jahresende arbeitslos sein, wie Ansgar Dieckhoff, Verwaltungsleiter der Barherzigen Brüder, auf Bitten von WEKURIERS erläuterte.

Die zukünftigen Mitarbeiter im Sebastianäum werden dann aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Unternehmen bestehen, so Dieckhoff weiter. Oberbürgermeister Gruschka, der am Tag der Ankündigung unmittelbar aus seinem Feiertag aussagte, äußerte sein Beileid gegenüber den Betroffenen: „Sie lösen Jobs ab, die sie oft schon seit vielen Jahren innehaben und die als gesichert erachtet wurden.

„Auch die Firma Dieckhoff bereut die Situation: Alle Beendigungen würden nun an Arbeitnehmer gehen, die „gerne festgehalten worden wären, wenn uns das nur irgendwie möglich gewesen wäre. Weil das Unternehmen bis zum Start der Winterruhezeit am kommenden Wochenende, dem heutigen Tag, noch unversehrt dasteht. Die Stiftungen von Kneipp´schen begründen ihre Wahl mit der Notwendigkeit, „auf den seit vielen Jahren deutlichen Nachfragerückgang bei Rehabilitationsmaßnahmen und die ungenügende Ertragslage in der Hotelbranche zu reagieren“.

Im Mittelpunkt steht in Zukunft das „Sebastianeum“, wo ab Dez. alle Kräfte „gebündelt“ werden. Das jedenfalls steht in der amtlichen Erklärung der Mitbrüder. Ehemalige Angestellte sagen auch, dass mehrere Manager das Kniffianum Ende vergangenen und Anfang dieses Jahr verließen.

Das ehemalige Personal des 144-Betten-Resorts führt die sinkende Bedarfssituation unter anderem darauf zurück, dass die Palmersdorferinnen nicht mehr im Gebäude arbeiten. Manche Besucher hatten gefragt, warum das so ist – immerhin musste ein kirchlich geführtes Gebäude auf der seelischen Ebene betreut werden. Auch wenn die Fundamente von Kneipp´schen darauf hinweisen, dass die Stilllegung bereits verordnungskonform mit den Arbeitnehmervertretern diskutiert wurde, will sich der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl mit den Zuständigen in Verbindung setzen, um das Knippianum möglicherweise vor der Zerstörung zu bewahren: „Jetzt müssen wir zusammen nach möglichen Lösungen Ausschau halten und feststellen, ob es noch eine Zukunftsperspektive für das Traditionsunternehmen gibt.

Wir werden uns sofort mit den zuständigen Stellen in Verbindung setzen und natürlich meine Unterstützung anbieten“, sagt Pohl. „Zusammen mit Oberbürgermeister Paul Gruschka und allen anderen politischen Entscheidungsträgern möchte ich jede noch so kleine Gelegenheit ergreifen, um die Katastrophe umzukehren. „Gruschka war in dieser Hinsicht weniger euphorisch: „In solchen Fällen wird klar, wie eingeschränkt die politischen Gestaltungsmöglichkeiten angesichts der wirtschaftlichen Verhältnisse in den Betrieben sind“, bemerkte der Stadtpräsident.

„Die Stadtverwaltung, der Oberbürgermeister und die Stadtverwaltung sind ständig auf der Suche nach neuen Unternehmen und schaffen neue Jobs. Bei der Wertsteigerung der Gemeinde Bad Wörishofen und der Attraktivität unseres Kurortes tun wir alles“, sagt Gruschka. Als dritte Gründung neben dem Sebastianäum und dem Kneipp-Kinder-Sanatorium wurde das 1896 von Pater Sebastian Kneipp ein Jahr vor seinem Tode als dritte Gründung ins Leben gerufen.

In einer Zeit, in der viele Kneippanhänger den Feiertag ihres Götzen zum hundertsten werden. Selbst wenn das Ende des Kneippianum natürlich „ein schwerer Schlag“ ist, wie Gruschka sagt, ist wenigstens das Vermächtnis von Kneipp nicht ganz weg. Denn auch das Ende des Kneippianum sollte das Sebastianäum stärken, um es „im Sinn des Erbes von Pater Kneipp“ nachhaltig bewahren und fortsetzen zu können.

Auch der Rathausleiter hofft, dass die Bewerbungen von Pastor Kneipp bis heute nichts von ihrer gesunderhaltenden Wirksamkeit verloren haben. Auch die Stiftungen von Kneipp´schen bestätigen: „Eine Schliessung des Sebastianeums ist nicht vorgesehen.“

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