Krankenkasse Homöopathie

Homöopathie der Krankenkasse

Nicht jede Krankenkasse übernimmt die homöopathischen Behandlungen. Wer ist die Krankenkasse, die den zusätzlichen Homöopathie-Service anbietet? Medizinische Homöopathie als Krankenkassenleistung: Wie Sie teilnehmen können! Der Zentralverband der Homöopathen (DZVhÄ) hat im Zuge der selektiven Arbeitsverträge mit vielen Krankenversicherungen einen Vertrag geschlossen, der den Patientinnen und Patientinnen die Moeglichkeit einer homo-pathischen Therapie durch einen Hausarzt bietet. Bei einigen dieser Aufträge sind auch Krankenhaus- und Apothekenverbände Kooperationspartner.

Sie müssen beispielsweise die Homöopathie in der Krankenkassenpraxis nicht selbst übernehmen, sondern die Behandlungskosten werden von Ihrer Krankenkasse unmittelbar in Rechnung gestellt, sofern sie an einem der "Selektivverträge Klassik Homöopathie " des DSGVhÄ beteiligt ist.

Wird keine neue Krankenkasse ermittelt, bleiben Sie bei der vorherigen Krankenkasse weiterhin krankenversichert. Ein besonderes Kündigungsrecht bei der Zusammenlegung von Krankenversicherungen gibt es nicht, auch nicht nach einer Kürzung der Leistungen durch eine Krankenkasse. Wenn die Krankenkasse jedoch erstmalig einen Zuschlag berechnet oder ihren Zuschlag erhoeht, gibt es ein besonderes Kündigungsrecht bis zur ersten Hoehe des (erhoehten) Zuschlags, auf das die Krankenkasse mindestens einen Kalendermonat im Voraus zuweisen hat.

Ärztinnen und Ärztinnen mit dem "Homöopathie-Diplom" des DZVhÄ haben die besten Aussichten. Diese haben eine 3-jährige Berufsausbildung absolviert und engagieren sich für eine regelmäßige homeopathische Fort- und Weiterbildungsmaßnahme. Damit geht die Ausbildungsdauer des Diploms weit über die Vorgaben der Ärzteschaft im Sinne der amtlichen Zusatzbezeichnung Homöopathie hinaus. Mehr und mehr Krankenversicherungen übernehmen seit 2005 im Zuge der DZVhÄ-Auswahlverträge für Homöopathie die Erstattung homöopathischer Leistungen.

Für Erwachsene und Jugendliche ab einem Alter von dreizehn Jahren beträgt die Dauer einer homöopathischen Anfangsanamnese laut Auftrag in der Regel mehr als eine Autostunde - für Kinder mehr als 40 Min. - und kann maximal einmal im Jahr vergütet werden. Ein homöopathischer Eingriff kann fünf Mal pro Vierteljahr zu Kosten der Krankenversicherung erfolgen. Für die Homöopathie muss der Versicherungsnehmer außer den Medikamenten keinen einzigen Pfennig aus der eigenen Handtasche bezahlen.

In einigen DZVhÄ-Auswahlverträgen ist die Homöopathie auch in den deutschen Apotheken enthalten - und das ist eine besondere Eigenschaft. "Als Naturheil- und Homöopathieapothekerin heiße ich die Kooperation mit Homöopathen vor allem zum Wohl der Patientinnen und Patientinnen vor Obliegenheiten willkommen und freut mich, dass die Homöopathie als ein so wirksames Medikament ihren Weg in die GKV gefunden hat", sagt Birgit Neuhaus, Pharmazeutin für die Pharmazie im Bonner Stadtteilhaus.

Die selektiven Verträge bringt Hom?opathie auch aus der Perspektive der Kassenärztinnen DZVh?selective für alle Betroffenen Vorteile: Es macht nun richtig Spaß, Hom?opathie in der Kasse zu üben, denn die zusätzliche Arbeit wird erkannt. Jetzt kann ich es mir erlauben, den Patientinnen und Patienten die Zeit zu schenken, die sie brauchen", sagt Dr. Ferdinand Escher, Homöopathiearzt aus dem Hagener Land (NRW).

Seit 2005 sind die DZVhÄ Selektiv-Homöopathie-Verträge abgeschlossen und eröffnen sowohl den Kassen als auch den Homöopathen einen Handlungsspielraum im sonst so eng gesteckten Umfeld der GKV. Die Homöopathie im Sinne einer ganzheitlichen Pflege ist damit "zu einer wirklichen Handlungsalternative zur Standardversorgung geworden", wie die damals stellvertretende Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Marion Caspers-Merk, im Jahr 2007 sagte.

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