Krankenkassen die Homöopathie Bezahlen

Die Krankenkassen, die für die Homöopathie bezahlen.

Mehrere Krankenkassen zahlen für alternative Heilmethoden - obwohl ihre Leistungen umstritten sind. Sollen sie nicht mehr bezahlt werden? Disput um Alternativtherapie: Sollen die Krankenkassen die Homöopathie bezahlen?

Manche fluchen darauf, andere weisen es völlig zurück: Die Homöopathie ist nach wie vor kontrovers. Kritisiert werden vor allem Krankenkassen, die die anfallenden Ausgaben tragen - obwohl die Wissenschaft von einer Scheintherapie spricht. Merkur, Teile von Pflanzen, Hundekot: Stark verdünnte Substanzen sollen in der Lage sein, Erkrankungen zu kurieren oder wenigstens zu mildern. Das glaubt der Homöopathie-Fan. Wie kaum eine andere Form der Therapie ist sie so kontrovers.

Die Krankenkassen dürfen nur die Ausgaben für anerkannte wirksame Behandlungen übernehmen, aber der Versicherungsgesetzgeber hat spezielle Regeln für Homöopathie und vergleichbare Behandlungen aufgesetzt. Lübbers arbeitet auch mit dem Homöopathie-Informationsnetz zusammen, um sicherzustellen, dass die gesetzlichen Krankenkassen keine Therapie mehr bezahlen. An den Gesprächen waren mehrere Krankenkassen beteiligt - eine zog sich jedoch inzwischen aus dem Tausch zurück.

"Ganz überraschend" hatte "eine der großen Krankenkassen Deutschlands" eine bereits vor wenigen Tagen vereinbarte Diskussion über die zukünftige Erstattung der Homöopathie gestrichen, wie das Netz in einer Pressemitteilung Ende letzter Woche mitteilte. Später auf der Technikerkasse enthüllte die Technikerkasse selbst, dass sie das Meeting absagt. "Die unter dem Schlagwort "Krankenversicherung ohne Homöopathie" erreichte Akzeptanz beweist aus der Perspektive des Informationsnetzes Homöopathie, dass der Kostenübernahmewunsch für die Homöopathie "keineswegs so weit verbreitet" ist, wie es von Interessenvertretern oft behauptet wurde.

"Vielmehr wurde auch gezeigt, dass viele Patientinnen und Patientinnen ohne Homöopathie-Erstattung zu einer Krankenkasse wechselnd. "Das Informationsnetz bezieht sich auch auf eine Untersuchung von Charité-Forschern. Auf der Grundlage von Langzeitdaten der Technikerkasse haben sie berechnet, dass Homöopathen im Vergleich zu konventionellen Behandlungsmethoden einen höheren Preis haben. Ein möglicher Faktor ist die Ausbreitung der Krankheit allein durch die homöopathische Mittel.

Die Homöopathie ist ein sensibles Fach für die Gesundheitspolitik. "â??Man sollte den Bargeldern einfach untersagen, die Homöopathie zu bezahlenâ??, erklÃ?rte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach noch im Jahr 2010. â??Kein Ausdruck zur Homöopathie, wird sie jetzt von ihrem Amt aus genannt. Darüber hinaus sollte es, wie zuletzt in den USA, Warnungen vor fehlenden Wirksamkeitsnachweisen an den Medikamenten gegeben haben, da "weder ein aussagekräftiges Erklärungsmuster noch klare Wirksamkeitsnachweise zur Verfügung stehen", so der Gesuch.

Jürgen Windeler vom Institute for Quality and Efficiency in Health Care, der für die Prüfung der Wirksamkeit von Therapieverfahren verantwortlich ist, ist sich bewusst, dass hoch verdünnte homöopathische Arzneimittel nur Scheinheilmittel sind. "Die Menschen begreifen nicht, warum sie ihre Brillen selbst bezahlen müssen - und zugleich bezahlen die Krankenkassen die Homöopathie", sagt er. "Die Krankenkassen selbst sind nicht von den Vorteilen dieser Prozeduren überzeugt.

"In der Tat streiten die Krankenkassen kaum mit den besten Zahlen über die Wirkung von homöopathischen Medikamenten. Vielmehr betonen sie die Forderung: So bezieht der Fachmann die Krankenkasse auf Verbraucherbefragungen, die ergeben hätten, dass sich einige Versicherungsnehmer selbst gerne hätten - so genannte komplementär-medizinische Leistungen? Die Boomzeiten des Homöopathiemarktes in Deutschland mit einem Volumen von mehr als einer halben Mrd. EUR können durchaus überstanden sein.

So wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahrs rund 3 Prozentpunkte weniger Homöopathieprodukte mitgebracht. Die Mediziner verordneten 13% weniger verschreibungspflichtige Homöopathieprodukte als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

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