Krisenintervention

Notfallintervention

Als vor dreißig Jahren der Begriff "Krisenintervention" verwendet wurde, wurde er meist als präventiver Ansatz verstanden. mw-headline" id="Begriffe">Begriffe[Edit | < Quelltext bearbeiten] Der Kriseneinsatz im Rettungskräftedienst kümmert sich um unversehrte Teilnehmer und Verwandte bei akuten psychologisch traumatischen Unglücksfällen, Notsituationen und Naturkatastrophen. In der Psychiatrie ist die Versorgung von verwirrten oder psychotischen Menschen nicht eine der Hauptaufgaben der Krisenintervention. Bei den für die Krisenintervention besonders geschulten Helfern handelt es sich um erfahrenes Rettungs- oder Zivilschutzpersonal, das in der Regelfall über die Leitstelle benachrichtigt wird.

Der Fachausdruck Krisenintervention im Rettungsbereich und die Kurzbezeichnung KIT sowie das KIT-Logo sind eingetragene Marken oder Bildmarken des Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverbandes Oberbayern e. V. Der Fachausdruck "KIT" (oder auch "KID") ist jedoch als Pauschalbetrag pro total zwischenzeitlich ein fester Bestandteil im Notfall. Als Sammelbegriff für diese Aktivität im Sinn eines spezialisierten Dienstes oder einer organisationalen Klassifizierung in einer Hilfseinrichtung gilt der Spitzname Kriseninterventionsdienst (KID).

Der Kriseninterventionsdienst (KIT) bezieht sich auf die gesamte Gruppe (und ist oft Teil seines Namen, soweit der beschriebene Schutz der Marke dies zulässt), aber der Einsatzbereich wird in der Praxis meist mit "nur" zwei Hilfskräften angesprochen - im Falle des KIT München auch oft als "individuelles Team" mit nur einer Kraft. Die Bezeichnung "Notfallpastoral" (durch kirchliche und religiöse Organisationen) ist in engem Zusammenhang stehend, wird aber nicht nur im Betreuungsbereich der Betroffenen, sondern auch im Notfallnachsorgebereich eingesetzt.

Andere gängige Begriffe sind Krisenintervention im Notfalldienst (KED), Notfall-Nachsorge und Notfallversorgung (NFB). Der Terminus Nothelfer oder Kriseninterventionshilfe (KIH) wird allgemein verwendet, um die in der Krisenintervention geschulten Arbeitsgruppen zu beschreiben; Notfallpastologen werden als Notfallpastoralarbeiter bezeichnet. Viele Katastrophenhelfer werden jedoch in der SbE weitergebildet, und an einigen Stellen werden beide Dienstleistungen zusammen erbracht. Die Notfallmedizin hat die Funktion, die Funktionen des Lebens aufzufrischen, zu warten und den ordnungsgemäßen Transfer von verwundeten oder kranken Personen in eine weitere Pflegeeinrichtung sicherzustellen.

Die Bedeutung der Krisenintervention ist nach anfänglichem Zweifel in der Berufswelt nicht mehr umstritten; sie ist inzwischen in vielen Belangen integraler Teil des Rettungswesens geworden, und auch die Grundkenntnisse wurden unter dem Stichwort Krisengrund-Intervention in den Lehrplan der Ausbildung deutscher Sanitäter einbezogen. Mit dem KIT München des Arbeiter-Samariter-Bundes wurde das KIT Stuttgart, das KIT Leipzig, das KIT Erding/Freising/Ebersberg/Kreis Schleunstein in anderen dt. Metropolen und Bezirken sowie bald auch im Ausland in Luxemburg (Unité de Support Psychologique, USP) und Südtirol aufgebaut.

Dazu wurde eine eigene Aus- und Weiterbildungseinrichtung ins Leben gerufen, die KIT-Akademie in München. Die KIT-Akademie des KIT offeriert heute auf eigene Rechnung - allerdings ohne Gewährleistung, danach auch beim KIT München des Arbeiter-Samariterbundes zahlreiche Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, wie z.B. zur Kriseninterventionshilfe, für sich selbst.

Das KIT-München des Arbeiter-Samariter-Bundes ist nicht zu ersetzen mit dem KID des MÃ??nchner Roten Kreuzes, das auch im MÃ?nchner Rettungsdienst aktiv ist. Obwohl die Helfershelfer beider Mannschaften über eine vergleichbare Schulung gemäß den landesweit zwischen allen Hilfswerken abgestimmten Leitlinien verfügt, hat der Samariter Verband der Arbeiter nicht nur ehrenamtliche Mitarbeiter (2017: ca. 55 Aktivmitglieder), sondern auch hauptamtliches Management- und Verwaltungspersonal eingestellt.

Die KIT-München des Arbeiter-Samariter-Bundes sorgt für eine 24/7-Bereitschaft. Die Krisenintervention ist nun österreichweit möglich, die letztgenannte wurde im Burgenland im Sommersemester 2009 umgesetzt. Für die Schweiz ist der Aufbau eines Kriseninterventionsdienstes nach deutschem und österreichischem Modell im Blick. Zusammen mit der Kriminalpolizei liefert der Katastropheninterventionsdienst auch Todesmeldungen.

Bei den Polizisten ist das oft eine große Erleichterung, die ausgebildeten Katastrophenhelfer sind oft besser in der Lage, auf die Wünsche und Maßnahmen der Verwandten einzugehen. Im Falle von schwerwiegenden Verkehrsunfällen, Eisenbahnunfällen oder Betriebsunfällen ist es grundsätzlich ratsam, Kriseninterventionen einzusetzen, da in solchen Fällen oft mit belastenden Umständen zu rechnen ist. Einige Transportunternehmen haben gar Krisensituationen (z.B. bei der Deutschen Bahn AG).

In diesem Kontext sind Selbstmordversuche durch Umkippen mit dem Schleppzug eine häufigste Quelle für Kriseninterventionen. So wurden in Wien und München in Kooperation mit den Medien Modellversuche durchgeführt, die nicht mehr über solche Selbstmorde informieren sollen, um den Imitatoreneffekt (Werther-Effekt) zu reduzieren. Die Anwendung der organisatorischen Krisenintervention ist auch in anderen Missionen Sinn, in denen mit einer psychologischen Traumentzerrung von physisch unverletzten Personen zu rechnen ist.

Der Einsatz eines Kriseninterventionsdienstes wird in der Praxis in der Praxis von der örtlichen Polizeidienststelle, der örtlichen Berufsfeuerwehr und dem Rettungspersonal entschieden. Die Krisenintervention wird bei gewissen Alarmbildern bereits von den Rettungszentralen über den Notruf gleichzeitig mit dem Rettungskräftedienst benachrichtigt, um rechtzeitig an der Unfallstelle zu sein und auch die Zeugen aufzusuchen.

Allerdings bestehen in einigen Leitstellenbereichen, wie z.B. München, noch große Unsicherheiten über die Alarmwege der PSNV-Notdienste. Dies führt nicht nur zu behindernden Wettbewerbssituationen zwischen den teilnehmenden Hilfswerken, Notfallpastoral und BOS in einem Leitstellenbereich. Selbst bei der Koordinierung von Großschadenslagen (wie z.B. dem Münchner Mordfall vom 21. Juni 2016) wird bei der Warnung einer Leiter PSNV nicht immer eine PSNV-Task Force mit der verantwortlichen Kontrollinstanz eingesetzt, sondern diese wird manchmal an privatwirtschaftliche Hilfswerke übertragen.

Krisenintervention hat auch in Großschadensituationen und bei Massenopfern ihren Platz. Die erste große Mission für Krisenintervention und Notfallpastoral mit grossem medialem Interesse war 1998 während des ICE-Unfalls in der Escheder. Nationale und interna-tionale Entsendungen von lokalen Kriseninterventionskräften haben sich ebenfalls durchgesetzt (Beispiele sind der Concorde-Absturz in Paris im Jahr 2000, der Bergbahnunfall in Caprun im Jahr 2000, die terroristischen Anschläge vom 11. September 2000 und der "Concorde"-Absturz in Paris im Jahr 2000).

Folgende Ereignisse fanden statt: die Erfurter und Freisinger Tötungsaktion vom 9. Sept. 2001 in New York City, 2002; die Busunfälle von 2003 in Siófok/Ungarn, Lyon/Frankreich, Vicenza/Italien; eine Entführungsaktion am MÃ??nchner Airport im Jahr 2004; die Hochwasserkatastrophe nach dem Seebeben am Indischen Ozean und der Zusammenbruch der Eissporthalle in Bad Reichenhall im Jahr 2006). Die Krisenintervention des Bayerischen Roten Kreuzes ist fester Bestandteil überregionaler Arbeitsgruppen.

Die Funktionsweise einer Krisenintervention im Rettungsbereich kann in verschiedene Etappen unterteilt werden, in denen verschiedene Gesichtspunkte und Verfahren im Mittelpunkt stehen: Zu Beginn der Pflege sollte der Kriseninterventionsassistent sicherstellen, dass sich der Betreffende in einem Milieu ( "Setting") aufhält, in dem er Gefühle auslösen kann und vor störenden Umwelteinflüssen bewahrt wird.

Eine wichtige Grundlage der Krisenintervention ist die Fortführung der Pflegesituation, um die Mehrbelastung durch wiederholte Pflegewechsel zu verhindern. Weil der Betreffende die Stresssituation in der Regel aus einer aktiven Opferstellung heraus erfährt, wird die Wiedererlangung der Handlungskompetenz als kurzzeitiges Kriseninterventionsziel angesehen. Überbrückungsfunktion: Am Ende der Krisenintervention sollte der Transfer zum sozialen Netzwerk stattfinden.

Der Einsatz eines Krisenmanagers ist in der Regel einige Zeitdauer, aber es gibt, wenn auch nur in seltenen Fällen, Operationen, bei denen Angestellte bis zu 8 Std. lang vor Ort sind. Anders als die Notfallpastoral führen die Katastrophenhelfer keine gottesdienstlichen Tätigkeiten durch. Wird dies von den Auftraggebern erwünscht, gibt es oft eine Zusammenarbeit mit der lokalen Notfallpastoral oder den Religionsgemeinschaften (Bereitschaftsseelsorge).

Wiederholte Besuche nach der ersten und operativen Krisenintervention sind nicht alltäglich. Infolgedessen wären die Verfahren der Krisenintervention im Rettungsbereich nicht mehr ohne weiteres einsetzbar und eine bestmögliche Betreuung des Kunden wäre daher nicht garantiert. Damit sind die Bedingungen für die Teilnahme, die Qualitätskontrolle, das Curriculum für die Weiterbildung zum Kriseninterventionsbeauftragten (KIH) und die Qualifizierung der beschäftigten Trainerinnen und Trainer gleichermaßen festgelegt.

Nur dann ist es möglich - in einigen Gruppen - ein Praxissemester unter der Leitung von erfahrenen Mitarbeitern im Notfalldienst zu absolvieren. In einigen Gruppen dürfen die Beschäftigten erst dann in den Notdienst eintreten, wenn sie ihre theoretische Schulung abgeschlossen haben. Der Kriseneinsatz im Rettungsbereich kann zurzeit nicht mit den in Deutschland ansässigen Kassen abgestimmt werden. In Anbetracht dieser Sachlage bleiben die Leistungen immer auf freiwilliger Basis, was angesichts der potenziell stressigen Tätigkeit der einzusetzenden Krisenhelfer eine Erleichterung sein kann, aber auch ein großes Hemmnis für die Errichtung eindeutiger und ähnlicher Einrichtungen wie Feuerwehren, Polizeidienste und des Katastrophenschutzes ist, was zu den oben genannten Problemfeldern z. B. im Alarmfall mit sich bringt.

Zahlreiche Kriseneinsatzkräfte haben ein eigenes Rettungsfahrzeug, um an den Ort des Geschehens zu gelangen, und einige benutzen die privaten Wagen der Hilfskräfte oder der Rettungsdienste, der Berufsfeuerwehr oder der Autobahn. Die Nutzung von Sonder- und Wegerechten für eine Kriseninterventionsmission ist in Deutschland von Region zu Region verschieden geregelt. Der Einsatz von Sonderrechten und Wegerechten ist in Deutschland von Region zu Region verschieden. Karl-Heinz Daschner: Krisenintervention im Rettungskräftedienst (KIT). Notfallintervention im Rettungsbereich.

Kategorien: Rettungswesen. Dr. Bernd Fertig, Hanjo von Wieterheim (Hrsg.): Personal- und Krisenintervention in Rettungsdiensten. Die KIT München in Aktion. Im: Rettungskräfte. 07/2003. Die Rettungskräfte. 2003 in Deutschland. Birgit Richter, Regina Karl: Krisenintervention im Rettungskräfte. Die KIT München. München, München 2000 Peter Zehentner: So schnell kann eine Krisenintervention das Leiden lindern.

Zehentner: Der Weg in die Krisensituation. Eine sozialpädagogische Schulung zur Berufsvorbereitung auf den Einsatz im Rahmen der Vorklinik. Peter Zehentner: Das Kriseninterventions-Team (KIT) München. Heidelberger Zeitung 2007, ISBN 978-3-540-71625-9 Sebastian Roth: Krisenpädagogik - Bildung und Ausbildung von Kriseninterventionshilfen.

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