Lidocain Spritze

Kokainspritze für Lidocain

Das Lidocain (z.B. Handelsname Xylocain) ist ein lokal wirksames Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) vom Amidtyp. Lidocain wird von Zahnärzten sehr häufig zur Betäubung der Zahnwurzeln verwendet. Auch hier wird die Lokalanästhesie mit Hilfe einer Lidocain-Spritze durchgeführt.

Lidocain ist ein Lokalanästhetikum zur schnellen Lokalanästhesie. Mit einer Spritze wird die Höllenquälerei gestoppt:

mw-headline" id="Geschichte">Geschichte[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des Möglichen und Üblichen werden SI-Einheiten eingesetzt. Das Lidocain (z.B. Markenname Xylocain) ist ein lokal wirkendes Anästhetikum ("Lokalanästhetikum") vom Amidtyp. Außerdem fungiert es als antiarrhythmisches Mittel der Klasse Ib bei tachykardischen Kammerarrhythmie. Das Lidocain war das erste Aminoamid-Lokalanästhetikum und wurde 1943 von den beiden Schweden Nils Löfgren (1913-1967) und Bengt aufbereitet.

5 ][6] Sie veräußerten die Lizenzrechte an Lidocain an den japanischen Pharma-Konzern Astra AB. Lidocain wurde ab 1947 auf der ganzen Welt verabreicht und wird in mehreren Stufen aus 2,6-Xylidin synthetisiert. Aber auch die Form des Salzes, Lidocainhydrochlorid, wird oft medizinisch genutzt. Das Lidocain blockt spannungsabhängig Natriumbahnen in den Zellenmembranen der Nasennervenzelle. Bei Injektionen unter die Hautstelle oder als Salbe wirken Lidocain nur auf die dort vorhandenen Energiezellen.

In der Human- und Tiermedizin wird Lidocain oft als gutes und rasch wirkendes Lokalanästhetikum verwendet. Lidocain wird entweder in das Körpergewebe injiziert (Infiltrationsanästhesie), um einen kleineren Bereich zu anästhesieren, wie es für die Nähte einer Rissbildung oder ähnlicher kleinerer Operationen erforderlich ist. Weil Lidocain gut über die Schleimhäute resorbiert wird, ist dieser Aktivstoff in Gestalt von Sprays oder Wundsalben für die oberflächliche Betäubung erhältlich.

Aus der Verbindung von Lidocain mit dem Anästhetikum Prilocain im Mischungsverhältnis 1:1 ergibt sich eine elastische Mixtur ("Eutektische Mixtur aus Lokalanästhetikum", EMLA), die bei Hautempfindlichkeit in flüssiger Form vorliegt und eine gute Eindringtiefe in die Hautstelle hat. Sie wird als aktiver Bestandteil in der oberflächlichen Anästhesie der Lederhaut angewendet (Handelsname EMLA). Ebenfalls zum Einsatz kommt eine äutektische Mixtur mit Tetracain (Handelsname Pliaglis).

Ein weiterer pharmazeutischer Fortschritt ist die seit 1998 therapierbare Liposomeneinbindung von Lidocain (Handelsname LMX4). Das Lidocain ist bis auf wenige Ausnahmefälle nur für den parenteralen Gebrauch sowie für die Verwendung am Augeninneren und am Außengehör. Bei der subkutanen oder intramuskulären Lokalanästhesie in der Gynäkologie (Durchführung von Episiotomien, vernähte Episiotomien und Episiotomien) kann Lidocain in Deutschland an Geburtshelferinnen und Geburtshelfer in begrenzten Dosen und in einer Konzentration von bis zu 1% ohne ärztliches Verschreiben verabreicht werden.

Lidocain ist für Männer in Gestalt von Wundsalben, Sprays oder Cremes verfügbar, um die vorzeitige Ejakulation zu unterdrücken. 14 Die lidokainhaltigen "Langzeit-Salben" oder "Verzögerungscremes" oder "Verzögerungsspraylösungen" sind verschreibungspflichtig und werden bei eingefahrener Vorderhaut auf die Eichel aufgetragen. Lidocain reduziert je nach Dosis oft erst nach 30 Min. die Empfindlichkeit der Eichel und kann über 60 Min. einwirken.

Lidocain wird auch als aktiver Bestandteil in einer Kinderkrankheitshilfe für Kleinkinder verabreicht. Lidocain wird auch in Verbindung mit Kamillenblüten-Extrakt als mildes Medikament zur Therapie von Schmerzen im Zahnfleisch und in der Mundhöhle eingenommen. Das Lidocain bremst die Ausbreitung der Erregung im Herzen zwischen seinen Bündeln und den Purkinje Fasern und hat somit eine stabilisierende Wirkung auf den Herzschlag. Die antiarrhythmische Medizin der Güteklasse Ib hemmt kardiale Arrhythmien, die ihren Ursprung in den Ventrikeln haben (ventrikuläre Extrasystolen/Tachykardie) und wird hauptsächlich bei tachykardischen kardialen Arrhythmien angewandt.

Die früher häufigste Anwendung als Notfallmedikation ist inzwischen deutlich gesunken, da Lidocain wiederum eine Herzrhythmusstörung verursachen und die Kontraktion des Herzmuskels begrenzen kann (= negative inotrope Wirkung). Das Lidocain muss als ( (Ib-)antiarrhythmisches Mittel zur intravenösen Verabreichung gebracht werden. Bei der ersten Dosierung (1 bis 1,5 mg/kg) wird die intravenöse Verabreichung als "Bolus" durchgeführt, danach sollte Lidocain in einem Aufguss oder über eine Injektionspumpe (1 bis 5 mg/min) zugeführt werden.

16 ] Es ist für alle Arten von Kammerarrhythmien angezeigt, einschließlich der Vergiftung mit antidepressiven Mitteln oder Glukosiden und Torsade de pointes Tachykardie. Lidocain kann vorbeugend verabreicht werden, um das Restrisiko einer Herzrhythmusstörung zu reduzieren. Lidocain darf nicht mit einem AV-Block der Klasse II verabreicht werden. Herzinsuffizienz oder Blutdruck sind weitere Gegenanzeigen, da Lidocain, wie andere antiarrhythmische Mittel, auch eine negative inotrope Wirkung hat.

Das Lidocain bremst den starken Zuwachs an Wirkungspotenzial der Herzmuskelzellen, der durch den schnellen Zufluss von Natriumpulver in die Herzmuskelzellen verursacht wird. Ähnlich wie bei Neurotransmittern verhindert Lidocain die Natrialkanäle im Herzen, und der Natriumeintrag in die Herzmuskelzellen wird während der Anregung langsamer. Das Binden von Lidocain an einen Natrialkanal und sein Einfluss ist nur möglich, wenn sich der Natrialkanal in einem offenen oder deaktivierten Erhaltungszustand befindet - d.h. während oder am Ende einer Herzschlag.

Bei geschlossenem, d.h. ruhendem Natrialkanal trennt sich das Lidocain nach und nach vom Nodalkanal. In diesem Zeitraum zwischen zwei Aktionspotenzialen sinkt daher die Hemmwirkung von Lidocain stetig. Somit ist die inhibitorische Wirksamkeit des Lidocain vom Herzschlag abhaengig ("Nutzungs-Abhaengigkeitsblock"). Lidocain löst sich bei hohen Herzfrequenzen nur teilweise vom Natrium-Kanal, bis bereits ein neuer Wirkungsbereich vorhanden ist.

Das Lidocain hat bei langsamer Pulsfrequenz genügend Zeit zwischen zwei Aktionspotenzialen, um sich komplett vom Natrialkanal zu abgrenzen. Infolgedessen ist die Abbremsung des Aktionspotenzials bei niedriger Pulsfrequenz weniger effektiv, wenn überhaupt, während die Auswirkung auf die Natriumbahnen bei hoher Pulsfrequenz sehr deutlich ist. Das ist ein entscheidendes Plus bei der Therapie von tachykardischen Herzversagen mit Lidocain.

Der weitere Pluspunkt ist, dass Lidocain nahezu nur auf bereits geschädigte Zellen des Herzmuskels einwirken kann, da diese bereits "vordepolarisiert" sind und die Ruhestandsphase, in der sich Lidocain nicht an den Natrialkanal bindet, gekürzt wird, obwohl die Zeit zwischen den Aktionspotenzialen nicht gekürzt werden muss. Lidocain kann wie alle lokalen Anästhetika die üblichen Begleiterscheinungen und (bei Überdosierung) Vergiftungssymptome hervorrufen, darunter auch Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem (z.B. Rastlosigkeit, Anfälle, etc.), das Herz (Arrhythmie), Blutdruckabfall und Allergiker.

Eingetragen in die ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM). Lidocain bei Sigma-Aldrich aus dem Datenblätter, heruntergeladen von ? 8. März 2011 (PDF). Heggstroms, Stockholm, Shanghai, 1948. Jiao, Qingqing, et al. Lidocain hemmt die Aktivierung durch Staphylokokken-Enterotoxine von mononukleären Zellen des peripheren Blutes bei Patienten mit Neurodermitis.

Lidocain für vorzeitige Ejakulation. A. Herminghaus, M. Wachowiak, W. Wilhelm, A. Gottschalk, K. Eggert, A. Gottschalk: Intravenöses Lidocain für die perioperative Schmerzbehandlung. Springer, Berlin/Heidelberg/New York und andere 1999, ISBN 3-540-65024-5, S. 73-76. C Rudack, M Hillebrandt, M Wagenmann, U Hauser: Tinnitustherapie mit Lidocain?

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