Lymphdrainage

lympatische Drainage

Lymphdrainage ist in Fachkreisen unumstritten. Wer selbst eine Lymphdrainage durchführen möchte, kann geschwollene Beine und Arme effektiv behandeln. Lymphdrainage: Wenn es Sinn macht Durch ihre Bewegungen will sie angesammelte Flüssigkeiten aus dem Körpergewebe freisetzen. Oft wird jedoch die Lymphdrainage als Teil eines ganzheitlichen Therapiekonzepts eingesetzt. Wie funktioniert die Lymphdrainage?

"Mit der manuellen Lymphdrainage wird die Lymphdrainage angeregt", erläutert Andreas Bünz, Facharzt für Innere Medizin und Chefarzt der Naturheilkunde an der Hufeland Klinik Bad Ems.

Flüssigkeiten und NÃ??hrstoffe dringen Ã?ber den Kreislauf in das Geweb. Dabei wird der größte Teil zurück ins Gehirn transportiert, ein Teil bleibt im Zellinneren und reichert sich zwischen den einzelnen Eizellen an. Dieses Lymphfluid wird über Lymphbahnen in den Blutstrom zurückgeführt. Neben dem Kreislauf ist das Lymphsystem das bedeutendste Verkehrssystem im Organismus und nimmt auch eine bedeutende Stellung im Abwehrsystem ein.

Ist der Lymphfluss gestört, kann sich die Feuchtigkeit im Körpergewebe ansammeln, was zu einer Schwellung unter der Oberhaut führen kann. Weil die Oberflächenlymphkanäle dicht an der Oberhaut liegen, können "rhythmische, kreisförmige und Pumpbewegungen die Drainage anregen", erklärt Eva Streicher das Funktionsprinzip der Lymphdrainage. Der Physiotherapeut ist Leiter der Arbeitsgruppe Lymphdrainage der Gesellschaft für Physikalische Therapie.

Dadurch wird auch das Vorgehen von der Masseurin /dem Masseur unterschieden, die/der das Material kräftig knetet und verarbeitet. Ab wann ist die Lymphdrainage sinnvoll? Eine Lymphdrainage kann immer dann Abhilfe schaffen, wenn sich Flüssigkeit im Körpergewebe ansammelt und z.B. ein Fuß oder eine Armmuskulatur aufquillt. "Die Lymphdrainage kann nach der OP beeinträchtigt werden, wenn der Hautinzision das Lymphsystem durchtrennt", sagt Bünz.

Wenn sich eine Patientin einer Operation unterziehen muss, weil sie an einer Brustkrebserkrankung erkrankt ist, hat sie oft ein Lungenödem im Unterarm. "Eine regelmässige - manchmal gar täglich - Lymphdrainage und Kompressionsbehandlung reduziert Schwellungen im Bereich des Armes und die Beschwerden gehen zurück", so Physiotherapeut Streicher. Begleitet wird die überwiegend kongenitale Erkrankung von erhöhten Fettablagerungen in den Schenkeln.

Die Lymphdrainage kann neben diesen Anwendungsbereichen auch bei sportlichen Verletzungen und Venenschwächen eingesetzt werden. Jeder, der eine akute Blutgerinnsel hat, an einer Entzündung oder einer schweren Herzinsuffizienz erkrankt ist, sollte keine Lymphdrainage erhalten. Für wen ist die Lymphdrainage geeignet? Die Lymphdrainage erfolgt in der Regel durch einen Physiotherapeuten oder Massageexperten. Die Therapeutin gibt Ihnen unter gewissen Voraussetzungen Hinweise für Ihr Zuhause oder weist Sie auf die einfachen Schritte hin, mit denen Sie die Lymphdrainage selbst stimulieren können.

"Lymphdrainage ist immer nur ein Bestandteil der Therapie", sagt Bünz. In der Regel ergänzt die Lymphdrainage die Physiotherapie und die Komprimierung. Zum Beispiel werden Sie Ihren Armverband oder einen Druckstrumpf nach der Stimulation der Lymphdrainage haben. "Aufgrund der Abschwellwirkung macht die Lymphdrainage oft solche Massnahmen möglich", sagt Experte Streicher.

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