Malwelt

Malerei-Welt

WELTENBUMMELTREISE ALS FAMILIE Paris, ein Lebensfest - was für ein Festmahl! Im Halbfinale waren die Girls und ich in Paris und sahen Tausenden von Franzosen beim Singen zu, die unwillkürlich neue Songs schufen und auf der Strasse tanzen. Die Frauen waren erstaunt, wie rasch die Französinnen sprachen und stellten immer die Frage: "Wer war er ohne Haar?

Überraschenderweise hatte er sich für mich überhaupt nicht geändert, der gleiche Kerl, nur ohne Haar, für die Mädels, naja. Zwei Jahre lang lebte ich in Paris und war danach immer wieder dort, zumindest einmal im Jahr, staunte, wie sich die Situation in der Hauptstadt ständig änderte, wie sich die Szenerie weiter entwickelte, bis ich lange nicht mehr daran teilgenommen hatte, die Musik.

Auch auf Paris. Unser Appartement oben, das über eine enge Treppe zu erreichen ist, mit Aussicht auf die Dachterrassen von Telleville und der näheren und weiteren Region. Es war die gleiche Unterbringung, wie ich mir eine Ferienwohnung gewünscht hätte, wenn ich in ihrem Lebensalter wäre, etwa dreißig Jahre alt, voller Lebensfreude, Neugierde auf die Vergangenheit und den Wunsch zu malen.

mit Büchern von Hannah Arendt und Hancock und Simon de Beauvoir und vielen Denkern und Denkern - viele der Werke, die ich selbst habe und die ich gerne gleich am Schreibtisch gesessen hätte, wie ich es früher getan habe, eine rauchen, rotweinen und mit meiner Wirtin diskutieren..... plus französiche und ein paar deutschsprachige Fernsehfilme, viele davon aus dem Dokumentarfilmsektor, die ich gerne nacheinander gesehen hätte.

Ich setzte mich auf den schönen Lehnstuhl im 60er Jahre-Stil, beugte mich gegen das darauf befindliche Hundkissen und blickte in den rot-getrübten Himmel von Paris am Abend und war - glücklicherweise. Inmitten des Landes, zwischen Ehrenfleur und Forellen, leben wir in einem 300 Jahre alten Gebäude, in das wir uns auf Anhieb verliebten.

Die Wohnung ist Eigentum eines Franzosenpaares, das seinen Hof ein Paar hundert Kilometer weiter hat und wir wurden mit hausgemachter Aprikosenkuchen und Quittengelee begr??sst. Sie war empört, dass die Franzosen dich überhaupt auf Verkehrsschildern zum Trinken auffordern: "Da ist es wieder:'sauf....' (ok, ich habe sie schon mal aufgeklärt....).

Abends zum Abendessen oder Spazierengehen Auto zu fahren (ja, trödeln, so etwas tun Frauen, d.h. man wandert ziellos durch einen fremden Platz, durch fremde Straßen, vorbei an uralten Holzhäusern, beisst wechselweise in eine Tartelettenzitrone oder eine aus unverschämter schwarzer Vollmilchschokolade, vorzugsweise beide zur gleichen Zeit, geht brüllos und in völliger Übereinstimmung, am allerwenigsten mit Blickkontakt:

Es ging mit dem Kopfhörer durch sein Zuhause, an sprechende Bilder vorbeigegangen, wie von selbstspielenden Flügeln, seltsame Wesen, die sich schlagartig zu einem zusammenschoben, Fantasiefiguren, Räume, die je nach Uhrzeit und Satiestimmung ihre Laune und ihren Musikstil veränderten, dunkle Treppenhäuser, die ins Nichts zu münden schienen, und schlussendlich ein Umlaufkarussell, mit speziell entwickelten Instru kten, die, sobald man sich mit einer der Medizinkugeln hinsetzte und in die Pedale stieg, musiksoundig machten.

Hört sich nach einem Franzosen an.

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