Maya Astronomie

Maya-Astronomie

Die Maya stellten sich den Kosmos vor und teilten ihn in drei Ebenen auf: Astronomie der Maya 3 und die Maya und ihre Beziehung zur Astronomie: Die Maya, die indigenen Indianer einiger Gebiete des jetzigen Mexiko und Yucatan, sind heute nicht nur für ihre hohe und relativ frühe kulturelle Bedeutung bekannt, sondern auch für ihre enorme weitreichende astronomische Erlebnisse. Die Astronomie hat ein sehr vielschichtiges Wissen entwickelt - ihr Wissensstand in der Hochblütezeit ihrer Kulturen um 500 n. Chr. überstieg den in Europa um ein Mehrfaches.

Anders als die moderne Astronomie war die Maya-Astronomie kaum von der Sternenkunde zu unterscheiden. Wahrscheinlich der klarste Beleg dafür sind die Pfarrer, die über ausschliesslich astronomische Kenntnisse verfügen, die zu ihrem guten Ruf geführt haben. Die Maya glauben außerdem an eine Beziehung zwischen dem Menschen, seinem Wirken und dem Universum.

Als Götter beteten sie die Erde, die Erde, die Venus aber auch den Menschen als Götter an, die von den Priestern aufmerksam verfolgt und untersucht wurden. Letztere sind Broschüren, die wesentliche Tatsachen wie z. B. die günstigen Zeiten für Aussaat, Ernte, Jagd oder Krieg in einer Form eines tabellarischen Systems enthalten. regelmäßige Absprachen zu machen oder Kalkulationen zu machen.

Die Maya hat mehrere Verfahren entwickelt, da sichergestellt werden musste, dass die Messungen immer aus dem selben Winkel durchgeführt wurden, um die Messergebnisse nicht zu verzerren. Der Dresdener Code (benannt nach dem aktuellen Speicherort) enthält solche Rechnungen und Angaben für 68 Solarfinsternisse über einen Zeitraum von 33 Jahren. Eine weitere Anwendung der Maya ist ein geschliffener, gewölbter Obsidianspiegel, der vielleicht zur Vergrösserung verwendet wurde.

In all ihren Bemerkungen nahmen die Maya an, dass die Welt das Zentrum des Universums sei. Für die heutige Wissenschaft ist diese Erkenntnis überwältigend, denn trotz der von ihnen vertretenen geographischen Weltanschauung stimmen viele Rechnungen beinahe mit unseren ab. Zum Beispiel wurde die Umlaufbahn der Erde mit einer Länge von 584 Tagen errechnet ( "synodische Umlaufzeit", d.h. die Erdumlaufbahn ist der Startpunkt der Überlegungen).

Für die Maya war die Venus von großer kirchlicher Wichtigkeit. Tage, an denen es zwischen Himmel und Hölle (auf der Welt nicht sichtbar) zusammen mit der aufgehenden Luft war. Ihr Mittelwert kommt, wie die Berechnung der Vennus, den aktuellen Kalkulationen sehr nahe. Im Maya-Archiv wird die Sonnenfinsternis als Doppelkopfschlange wiedergegeben.

Obwohl angenommen wird, dass die Maya andere Welten beobachten, spielen diese für sie keine große Bedeutung und werden daher in den Akten kaum genannt. Der Mayakalender: Da die Maya-Priester die Sonneneinstrahlung beobachten, die Länge eines Sonnenjahrs berechnen und für gewisse Zeiträume Sternzeichen anzeigen, ist es offensichtlich, dass sie auch eine gewisse kalendarische Ordnung hatten.

Die Grundbestandteile des Maya-Kalenders waren die beiden Kalendarien Zolkin und Haab, da sie im Maya-Leben praktisch anwendbar waren. Als dritter wichtiger Terminkalender gilt der so genannte "Long Count". 3.1 Die "Lange Zählung": Diese Kalenderart gilt, wie wir sie heute kennen, für die Tage seit dem Tag Null, an dem die Erde geschaffen wurde.

Bei den Maya war dies der 11. 8. 3114 v. Chr. Die "Lange Zählung" hat eine Häufigkeit von 1 872 000 Tagen, so dass die Maya einen Tag innerhalb von 5 125 Solarjahren kennen. Diesem mathematischen Verfahren lag die Zahl 20 zugrunde, die sie mit den heutigen Dezimalstellen berechneten.

Dieses Abweichen vom Normalsystem kommt zustande, da man sich am Solarjahr zurechtfinden musste, das bei den Maya auch 365 Tage lang war. Das Datum in der langen Zählung besteht aus fünf Ziffern, die in einem Bedeutungssystem von der niedrigsten bis zur höchsten (in umgekehrter Richtung wie oben beschrieben) senkrecht angezeigt werden.

In der Regel würde dies bis zum Tag 19.19.19.19.19.19.19. dauern aber Maya-Experten glauben, dass der dreizehnte Aktun (13.00.00.00.00.00. 00) dem Nulltermin und damit einem neuen Kreislauf nachfolgt. Sie konnten so über Jahre hinweg exakte Vorhersagen (Regenzeiten, Astronomie ereignisse) machen.

3.2 Zolkin, Haab und die Kalenderrunde: Die Zolkin dienten als eine Form des Ritualkalenders für die Maya, nach dem sie die Termine für Feierlichkeiten und kirchliche Feste festlegten, aber auch Vorhersagen über die zukünftige Entwicklung machten. Der Sinn der Nummer 20 kommt aus dem Maya-System. Sie selbst verknüpften die Venus-Zyklen, die neun Monate landwirtschaftliche Periode und die Schwangerschaftsdauer von 255-260 Tagen mit dem Zolkin.

Nummer und Name laufen selbständig durch den Kalendar. Der Zivilkalender der Maya war der des Haabs. Es ist unserem Kalendarium verhältnismäßig nahe, basiert auf dem Solarjahr, hat also 365 Tage, die in Monaten aufgeteilt sind. Der Ablauf der Tage weicht erheblich von dem von Zolkin ab: Normalerweise wurden die Informationen sowohl von Zolkin als auch von Haar verwendet, um gewisse Informationen aufzuschreiben.

Solch eine Verknüpfung wird als Kalendarium (__) genannt. Diese Runde repräsentiert die Kalender-Runde der Maya. Allerdings wurde diese Runde auch sehr oft mit der Langen Zählung der Maya in Zusammenhang gebracht. 2. Weil eine solche Mischung aus Tzolkin, Haab und Long Count nach 1 872 000 Tagen zurückkehrt, hat sie einen Kreislauf von 136 656 000 Tagen, was einem Zeitabschnitt von 374 152 Jahren oder 73 Maya-Epochen von je 13 bak.

Das geniale Verfahren demonstriert, wie gut die Maya die Astronomie kannten, wie viel Zeit sie ihr widmen mussten und wie sie mit ihrem Rechensystem in sehr großen Abmessungen rechnen konnten. Die Maya nutzten die Astronomie zwar nur als Mittel zum Zwecke, um beispielsweise Saatgut und Ertrag zu ermitteln oder ihre Macht zu erhalten, aber sie haben ein beträchtliches, sehr vielschichtiges Wissen entwickelt, auch wenn es an die Religionszugehörigkeit gebunden war, das weit über das damalige Wissen Europas hinausging.

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