Maya Ernährung

Mayan Ernährung

So war der alte Superfood-Kakao ein fester Bestandteil ihrer Ernährung. Das Essen der Maya Cacao, wie die Cacaopflanze selbst, war etwas Himmlisches für die Maya. Erst 1502 entdeckt die europäische Bevölkerung die Kakaobohne, als sie Mittelamerika entdeckt. Einer der Mayagottheiten war die Gottheit Itzamná, die ihren Glaube an den mehrere hundert Zentimeter hohen Edelkakaobaum als Gabe an ihr Volke gab.

Noch heute wird in seiner früheren Herrschaft, dem heutigen Südmexiko, wie Guatemala, Honduras, Belize und El Salvador kultiviert. Cacao war für alle Menschen erreichbar, unabhängig davon, welcher Ebene sie angehören. Die Kakaoernte war ein bedeutender Teil verschiedener Feierlichkeiten, wie z. B. Trauungen und Opferfeiern, bei denen er mit Tieren und menschlichem Blut vermischt wurde.

Die Maya waren noch nicht in der Lage, Vieh zu züchten, sie konnten ihren Bedarf an Fleisch durch Fischen und Jagen decken.

Die Unterernährung in Guatemala - Die schicksalhafte Überlieferung der Maya (Archiv)

In Guatemala sind bis zu 80 % der Maya unterernährt. Die Grundnahrung Mais ist den Maya geheiligt und unterworfen. Marizella Coy ist knapp 1,40 m groß, bekleidet mit einem bunten Plisseerock und einer mit Blüten gestickten türkisen Blüte. An ihrem Handgelenk jammert der kleine Raucher, bis er Milchreis mit etwas Glück aus dem Handgelenk seiner Mama saugen darf.

"Hauptsächlich kultiviere ich Getreide - für die Tortilla, die wir zwei Mal täglich verzehren; für Tamales, Maiskuchen, die ich mit schwarzer Bohne füllte, manchmal auch mit Hühnchen. Die Maricella Coy zählt zur einheimischen Gemeinschaft der Maya. Sie machen die Haelfte der Bevoelkerung Guatemalas aus und wohnen hauptsaechlich im Gebirgsdschungel des Abendlandes.

Auf der anderen Seite sorgt die herkömmliche Mischung aus Mai und Bohne für eine gute Eiweißversorgung; Früchte und Gemüsesorten wachsen auf dem fruchtbarem Boden Westguatemalas und es gibt Regen. Das ist der Grund, warum die Maya-Diät besser sein sollte als in vielen afrikanischen Staaten. Mit beinahe 50 v. H. gehört Guatemala zu den Regionen mit der größten Rate an chronischen Unterernährung in der Welt; sie ist besonders hoch unter den Maya im Abendland.

Dort sind bis zu 80 % aller Kleinkinder in ihrem körperlichen und geistigen Wachsen behindert, weil ihnen Proteine und Mikronährstoffe fehlen. Sie sind empfänglich für ansteckende Krankheiten und als Erwachsener für Adipositas. In Cobán steht ein gutes Jahrzehnt Mercy Corps vor einem brandneuen Fabrikgebäude, in dem jeden Tag mehrere tausend Essensrationen Öl, Korn und Kaffeebohnen eingefüllt werden - mit modernster Technik.

Die PROCOMIDA gibt in fünf Jahren 50 Mio. USD aus, um 60.000 sogenannte Mutter-Kind-Einheiten in Westguatemala vor Unterernährung zu retten, so Olga Maria Lorenzana Alvarez. Als Ethnologin des Programmes ist sie für sozio-kulturelle Themen verantwortlich und besucht die junge Maya-Frau Maricella. Ich erhalte einmal im Monat vier Kilogramm Mais- und Soja-Mehl für mich und das Kind, dazu kommen Milch, Mais, Bohnen und Öl für die Fam.

Darin wird erläutert, wie wir unsere Kleinen so gut wie möglich nähren. In den ersten sechs Lebensmonaten sollten sie das ausschließliche Stillen erlernen, ihre Säuglinge mit Durchfalllösungen versorgen, die ihren Wasserhaushalt festigen und ihre Kleinen auch dann versorgen, wenn sie einmal nicht richtig versorgt sind. Nicht nur Tortillas und Hülsenfrüchte, sondern auch Früchte, Gemüsesorten und Rindfleisch sollten die Familie erlernen.

Für den Umschlag von Getreide gibt es daher festgelegte Vorschriften. Die Maricella Blätter und Samen der Maiskolben erst nach dem Kochen des Mehls. Auch in Guatemala City protestieren Studierende wieder gegen Bestechung im Präsidialpalast.

Noel Solomons, ein lauter Doktor aus den USA, leitet am Stadtrand ein Forschungsinstitut für Ernährung. Pilztoxine reichern sich im Organismus an; sie sind für millionenfach nicht diagnostizierte Leberzirrhosen in ärmeren Regionen und für 40 % aller Leberkrebserkrankungen in Afrika zuständig. Auch sie überquerten die Blutbarriere zwischen Frau und Kind, erläutert Solomons.

In Guatemala, dem Ursprungsland der Maispflanzen, verarbeitet die Lebensmittelindustrie aus gutem Grund nur Importmais. Darüber hinaus, so Noel Solomons, sind Pilztoxine eine der Hauptursachen für chronische Unterernährung bei Kleinkindern. "In Westguatemala ist das niedrige Wachstum vieler Menschen darauf zurückzuführen, dass ihr wichtigster Nahrungsbestandteil, das Getreide, seit langem mit Schadstoffen verseucht ist.

"Reduziertes Kinderwachstum " "Der Studie zufolge verursachen hohe Aflatoxinwerte in der Umgebung einen starken Stress in der Muttermilch - und damit ein stark reduziertes Kinderwachstum. Häufig stirbt oder erkrankt das Kind immer wieder an akute Infektionen, auf die sein Abwehrsystem nicht ausreichend anspricht.

Zudem leidet das betroffene Kind an Kognitionsdefiziten. "Unterernährung hat nur dann eine nachhaltige Auswirkung, wenn sie wirklich die Ursache der chronischen Unterernährung bekämpft, sagt Solomons. Hierzu gehören der Mangel an Land und steinzeitlichen landwirtschaftlichen Techniken, die soziale Schwäche der Frau, mangelnde Ausbildung, mangelnde hygienische und gesundheitliche Versorgung - aber auch die pilzlichen Gifte in den Mais-Tortillas der Maya.

Der Vertreter des UN-Kinderhilfswerks UNICEF in Guatemala City setzt sich ebenfalls für das richtige Stillverhalten als Mittel gegen Unterernährung ein. "In Guatemala wird gestillt, aber die meisten von ihnen befolgen nicht die Vorschrift, wonach nur stillende Mütter bis zum sechsten Monat gestillt werden dürfen. Und wenn das Baby viel schreit, glaubt die Mama, das Baby habe Magenschmerzen und gibt ihm einen Löffel voll frisches Trinkwasser - mit Gewürzen wie Anis, Reis oder Getreide; eine "aguita", ein kleines Mineralwasser, wie wir es hier nannten.

Sie vermischt alles was möglich ist im Trinkwasser, versorgt das Kleinkind damit und bringt so eine fatale Veränderung in Gang: Das mit "aguita" gesättigte Kleinkind nimmt weniger Milch zu sich; es kriegt von keimbelastetem Trinkwasser Diarrhöe, und früher oder später gerät es fast unweigerlich in Unterernährung. In Guatemala ist es sehr, sehr häufig.

"In Guatemala entscheidet die Mutter auf dem Land kaum selbst, wie sie ihre Kleinen ernährt, sagt Claudia Maria Santizo. "lch muss eine Dame nicht unbedingt wissen, wie alt sie ihr Kind stillt. Seit Jahren fördern wir das exklusive Stillverhalten in den ersten sechs Lebensmonaten, und dann lernen wir, dass nur ein Prozentsatz der Frauen die Wichtigkeit des Stills wirklich erkennt.

Eine Menge Bildungsarbeit; viele Maßnahmen zur Bekämpfung der Fehlernährung scheitern offensichtlich daran, dass sie die gesellschaftliche Lage der Menschen nicht verändern - und nicht das traditionelle Ernährungsverhalten miteinschließen. Jedoch bezweifeln viele Fachleute, dass angereicherte Nahrungsmittelrationen ein bis zwei Jahre lang als Mittel gegen Unterernährung eingesetzt werden können.

Die durch das Projekt bereitgestellten Mittel entwickelten sich gut, solange sie ihre Verpflegung erhielten. Aber was ist mit diesen Kindern in fünf Jahren - und wie sieht es mit der Unterernährung in ihren Heimatdörfern aus? Fragen Sie Anderson: "Versickern kostspielige Nahrungsprogramme letztendlich im Schlamm von Elend und Unterernährung? Viele Lebensmittelprojekte sind auf die zeitlich befristete Distribution großer Warenmengen ausgelegt, aber die Projektleiter müssen in der Lage sein, rasch zu Ergebnissen zu kommen.

"Es ist etwas ganz anderes und erfordert viel mehr Aufwand, Müttern von Kleinkindern sozusagen individuell zu raten und ihnen damit wirklich zu helfen, anstatt ihnen nur Päckchen zu übergeben. "In Samác haben Maricella Sárab Coy und ihre Angehörigen vor kurzer Zeit aufgehört, Essen zu ernten. Marizella kann auf die Verpflegung verzichtet werden, ihr Mann bekommt genug.

Aber es war verlockend für sie, wie wenig Aufwand sie in die Vorbereitung von Rigoberto's Mais-Sojapulver investieren musste, wie wenig Aufwand sie in die Vorbereitung von küchenfertigem Reise und Kaffeebohnen für die Ehe. Ein gutes Jahr lang musste Maricella weniger Getreide keimen und zertreten, weniger Getreide pflücken und tränken, weniger Obst säubern und weniger Brennholz auffangen.

"Fragen Sie den Doktor und Ernährungsberater Noel Solomons in Guatemala City: "Ist die Nahrungsmittelverteilung gegen Unterernährung vielleicht ein neuer Problemfall? Das ist ein guter Punkt - sagt Solomons. In Guatemala sind bereits 40 % aller Mütter übergewichtig, viele leiden an einer Erkrankung. "In den Supermärkten sucht man nicht nur nach Getreide und Saft.

Diese Lebensmittel stimulieren den Geschmacksinn viel stärker als Getreide und Sojabohnen.

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