Maya Kultur heute

Maya-Kultur heute

Noch immer rätseln die Forscher über die Gründe für diese Entwicklung. Die Maya leben noch. In Lateinamerika wird die indigene Bevölkerung auf 39.317.000 Menschen geschätz.

Es gibt 5.400 Menschen in Guatemala. 00 Mayans. Bei den Indianern Amerikas gibt es 409 unterschiedliche Ethnien, die die Urvölker dieses Kontinentes sind. Der überwiegende Teil von ihnen lebt in den südamerikanischen Ländern (Peru, Kolumbien, Ecuador und Bolivien), in Mesoamerika (Südmexiko, Guatemala, Honduras und Salvador).

Bis heute werden auf dem ganzen Erdteil 400 unterschiedliche indische Sprachen ausgesprochen. In Guatemala allein sind 21 unterschiedliche Mundarten der Maya-Sprache am Leben und in Verwendung. Es sind die Nachfahren des großen Maya-Volkes in Guatemala, ein Volke, zu dem große Bauherren, Mathematikern, Wissenschaftlern und Bauern gehörten. Bis heute hat die Maya-Bevölkerung das biologisch- linguistische und gesellschaftliche Vermächtnis der antiken Maya beibehalten.

Aber die Widerstände der Maya, ihre starke Bindung an ihre Kultur verhinderten dies und so können wir immer noch bedeutende Überreste dieser großen Kultur im Denken der Guatemalteken wiederfinden. Das Fortbestehen der Maya-Sprachen, die Rückkehr zu Glaubensbekenntnissen und der Glaube nach mehr als 500 Jahren der Vernichtung und Verleugnung sind Belege für die Lebensfreude der Maya.

Seit mehr als 500 Jahren erleben die Mayas von Guatemala und die anderen indischen Gruppierungen in ganz Lateinamerika Repression, Misshandlung und Benachteiligung. Der ständige Raub der Menschen-, Sozial-, Wirtschafts- und Politikrechte sowie das unfaire Verhältnis zwischen der indischen und der Mischbevölkerung und die damit einhergehende ungerechtfertigte Not haben ihren Anfang in der Zeit der Besatzung, verursacht durch das damalige koloniale System.

Ihm zufolge, Guatemala. Im Laufe der vergangenen 30 Jahre wurden eine Millionen Maya verdrängt, umgebracht, vierzigtausend Menschen sind nach Mexiko geflohen, vierzigtausend werden vermisst, hunderttausend sind verwitwet und 250 000 sind zu Vollwaisen oder Vollwaisen geworden. Entgegen dieser unfairen Wirklichkeit sind es die Maya, die den Grundstock für den Wohlstand Guatemalas gesetzt haben und noch heute sind.

Darüber hinaus sind die antike Maya-Kultur und die noch bestehende Kultur eine Touristenattraktion in Guatemala, die ausländische Währung in das ebenso große Exportland bringt wie der Export von Kaffee. Guatemala wird im Ausland für seine indische Kultur verehrt. Zahlreiche Maya-Organisationen kämpften heute für ihre Rechte. das Recht auf Grundbesitz, eine faire Gerichtsbarkeit, die Verwendung ihrer Muttersprache, eine adäquate Ausbildung, die Achtung ihrer Kultur, ihrer Bürgerrechte und ihrer wirtschaftlichen und sozialen Gleichheit.

Zu diesen Anforderungen gehören die wichtigsten: die Erkennung von Landbesitz, die prozentuelle Beteiligung der Maya-Bevölkerung an den Staatsorganen, insbesondere an der Wiedereröffnung des Repräsentantenhauses. Das Anerkennen der althergebrachten Maya-Sozialnormen in den Landesgesetzen und das damit einhergehende Recht auf Schulbildung, das - zusätzlich zu den bestehenden - auch den Ansprüchen der Maya-Bevölkerung entspricht.

Das Anerkennen der Maya-Kultur in der selben Weise wie die Kultur der Hybriden. In Guatemala bemühen sich die Maya darum, dass ihre Kultur, Religionszugehörigkeit, ihre Sprachen, ihre alte Gesellschaftsordnung und ihre geschichtliche Grösse durch eine "Revitalisierungsbewegung" erkannt werden.

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