Maya mais

Maya-Mais

" Menschen aus Mais" - "Hombres de maíz" sind bis heute die Namen der Maya. Es wurden nicht nur Kalender geschrieben, sondern auch Mais nach den Olmeken gezüchtet. Die Maya sind berühmt für ihren Maisanbau, ihre Mathematik und ihre ausgefeilten Kalender in Maya-Schrift.

Mais: Die geheiligte Anlage der Mexikaner - Nahrung - Gemeinschaft

Noch als die Welt verlassen war, holten die Gottheiten den Mais und bildeten den Menschen daraus: Der Mythos der Herkunft ist in dieser oder einer ähnlichen Art in vielen zentralamerikanischen Ländern zu finden, zum Beispiel im Papst Vuh, dem Heiligsten der Maya. "Hombres de maíz" sind bis heute die Namen der Maya.

Der Mais ist ein Geschenk der Gottheiten, denen sie ihre eigene Zukunft haben. Damals waren sie jedoch noch anders als der Mais, den wir heute auf dem Markt haben: Die Maiskolben hatten eine maximale Länge von 2,5 Zentimetern und hatten sechs bis neun kleine Körnchen pro Zeile. Mais wächst in freier Wildbahn und versorgt die damals noch nomadisierende Bevölkerung Mexikos mit einer sicheren Nahrungsquelle: Zwei Mal im Jahr ernten sie ihn und lagern ihn dann in Tontöpfen.

Nur im Zuge der Besiedlung begann man, den Mais zielgerichtet zu kultivieren und anzubauen: Außer Mais pflanzte man auch Kürbis, Avocado, Bohnen und Chilli. Heute wird vermutet, dass Mais die Basis für die zentralamerikanischen Hochzivilisationen der Maya, Azteken, Inkas und Dolteken war. In San Salvador haben Christoph Kolumbus und seine Begleiter zum ersten Mal Mais gesehen, den Kolumbus damals noch als Hirse betrachtete.

Nach seiner zweiten Entdeckungsreise kehrte er 1496 nach Spanien zurück und holte Maiskörner, die nach dem indischen Namen "mahiz" benannt wurden. Im 19. Jh. nannte der Pflanzenforscher Carl von Linné Mais "zea mays" - "zea" für die Süßgräserfamilie. In Spanien wurde der erste Mais kultiviert, blühte dort hervorragend und breitete sich innerhalb weniger Jahrzente aus.

In der Türkei, wo Reisende nach Asien Ende des XVI Jahrhundert Mais-Plantagen entdeckt haben, wurde er besonders stark kultiviert. Der Ursprung des Mais war beinahe vergessen, statt dessen hieß er heute "Türkisches Getreide" oder "Türkischer Weizen". Früher mussten sie auf die Ernte im späten Herbst abwarten und hatten oft genug zu hungern, jetzt konnten sie den Mais in den Sommerferien einbringen.

In Nordeuropa dagegen hat es bis zur Hälfte des zwanzigsten Jahrhundert gedauert, bis Mais extensiv kultiviert werden konnte. Nur als kaltunempfindliche Arten und Geräte für Kultur und Ernten auf den Markt kommen, beginnt der Triumphzug des Mais auf den Feldern. Der Vorzug der südeuropäischen Bevölkerung für Mais hatte bald Konsequenzen:

Seit Ende des siebzehnten Jahrhunderts waren es vor allem die Armen, die unter Hautausschlag und demenzkrank waren. Jh. erkannte man, dass Pellagra eine Mangelkrankheit ist, die durch die unausgewogene Diät mit Mais verursacht wird. Erst in den 70er Jahren haben die Chemiker die Ursachen entdeckt: Die Erfinder der Neuen Welt hatten den Mais nach Europa mitgebracht.

Mais wurde in Europa wie Getreide zermahlen. In der indischen Getreideverarbeitung wird der Mais dagegen in einer Limettenlösung getränkt, gekocht und anschließend aufbereitet. Mit der Ankunft der ersten Europäer in Amerika hatte sich Mais längst über Nord- und Südamerika ausgebreitet. Das Getreide war einfach zu züchten, genügsam und produktiv.

Die mitgebrachten Samen blühten dagegen schlecht oder gar nicht. Das indische Wissen wurde von den Siedlern übernommen und als "Mais" oder "Indischer Mais" bezeichnet. Der Mais wurde zusammen mit Rinderfleisch zur Nahrungsgrundlage der Vorreiter. Der Mittlere Westen hat sich zu den wichtigsten Anbaugebieten für Mais entwickelt, die auf vielfältige Weise genutzt werden können: Iowa, Illinois, Indiana, Ohio und andere Länder zusammen ergeben den sogen.

Die USA erzeugen heute nach Berechnungen der Ernährungs- und Landwirtschafts-Organisation der UNO (FAO) rund 360 Mio. t Mais pro Jahr (2017) und sind damit der weltgrößte Erzeuger und Ausführer. Schon damals gab es die Meinung, dass die Entwicklungsländer durch die Intensivhaltung und die Fütterung von Mais nicht über das notwendige Korn verfügten, um die Menschen zu versorgen.

Jahrhunderts ist die globale Getreideproduktion auf über eine Mrd. t pro Jahr angestiegen, davon rund ein drittel aus den USA. Mais erfuhr mit seiner Erfindung als Energiepflanzen einen neuen Aufschwung. Jahrhunderts hat sich eine neue Wirtschaftskrise entwickelt: Die zunehmende Verwendung von Mais als Biokraftstoff in den Industriestaaten entzieht vielen Staaten wieder einmal ihre Nahrungsressourcen.

Mehr zum Thema