Menschliches Magnetfeld

Human-Magnetfeld

Der Magnetismus ist ein physikalisches Phänomen, das sich unter anderem als Kraft zwischen Magneten, magnetisierten oder magnetisierbaren Objekten und beweglichen elektrischen Ladungen, wie beispielsweise in stromführenden Leitern, manifestiert. Um Magnetitkristalle zu isolieren und ihr Magnetfeld zu messen. Oder elektrische Felder haben einen Einfluss auf den menschlichen Körper. Messen von Verletzungsströmen im menschlichen Körper.

Gehirnforschung: Menschen haben vielleicht doch einen Sinn für Magnete.

Eine Taube orientiert sich an den Erdlinien. Nicht nur an Sehenswürdigkeiten, sondern auch am Magnetfeld der Welt richten sich Spixaras und Seeschildkröten bei ihren Fluchten und Wassermigrationen rund um den Erdball. Forscher vermuteten, dass gewisse lichtsensitive MolekÃ?le, die Kryptochrome, den Tierchen bei diesem Prozess zuarbeiten. Mit diesen Flavoproteinen wird anscheinend sichergestellt, dass die Magnetinformationen aus den Feldlinien des Erd-Magnetfeldes in eine optischere umgewandelt werden - und dass die Lebewesen die Magnetfeldlinien auch wirklich wahrnehmen können.

Es ist noch nicht erwiesen, ob der Mensch auch - wenn auch nur ansatzweise - einen Sinn für Magnete hat. Bei Baker' s Experimenten kamen die Testpersonen überraschend nicht so schlecht weg, viele von ihnen wiesen sogar in die gewünschte Ausrichtung. Dies interpretierten Baker und seine Mitarbeiter als Zeichen für einen magnetischen Sinn beim Menschen. Es ist noch immer nicht erwiesen, dass der Mensch einen magnetischen Sinn hat oder dass er keinen hat.

Schließlich ist inzwischen eindeutig nachgewiesen, dass der Mensch über ein Gen verfügt, das die Blaupause für Kryptochrome enthält. In der Netzhaut des Menschen werden auch die entsprechenden Genen gelesen und die strahlungsempfindlichen Eiweiße eingearbeitet. Es ist noch nicht untersucht, ob die Kryptochrome auch funktionstüchtig sind, ob man mit ihnen die Feldstärke in der Theorie oder gar in der Praxis sieht.

Das menschliche Erbmaterial für gewisse Kryptochrome haben die Gehirnforscher in die Fruchtfliege eingeführt. Diese verfügen auch über die Sinnesproteine und dienen in ähnlicher Weise wie bei Vögeln oder Seeschildkröten zur Ausrichtung. Nun schalten die Forscher die Fruchtfliegen-Kryptochrome aus und bringen die Moleküle für den Aufbau von humanen Kryptochromen in ihr Genom.

Man wollte herausfinden, ob die humanen Moleküle den Obstfliegen ihren abgeschalteten magnetischen Sinn zurÃ? Die genmanipulierten Obstfliegen mussten durch ein Irrgartenlabyrinth geflogen sein, um eine Entlohnung zu erwirken. Bei einigen Korridoren wurde ein Magnetfeld angelegt, bei anderen nicht. In der Magnetfeldhalle fand die Fliege zur Entlohnung Wasser mit Zucker. Bald erfuhren sie, wie Magnetfeld und Prämie zusammenhängen.

Jetzt erzeugen die Wissenschaftler in anderen Korridoren des Labyrinthes magnetische Felder - die Maulwürfe fliehen unbestechlich in diese Korridore. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Tierchen die magnetischen Felder auch mit humanen Kryptochromen ausmachen. "Wir wissen noch nicht, ob diese Molekülfähigkeit in eine chemische Umsetzung in der Netzhaut des Menschen umgesetzt wird", erklärten sie in Nature Communications.

"Die Resultate und früheren Untersuchungen legen jedoch nahe, dass eine Neueinschätzung der magnetischen Empfindlichkeit des Menschen erforderlich sein könnte."

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