Moxatherapie bei Beckenendlage

Moxotherapie in der Endposition des Verschlusses

Steißlage Die meisten Kleinkinder werden aus der so genannten Schädelposition heraus zur Welt gebracht, d.h. mit dem Kopf zuerst, einige wählen die entgegengesetzte Seite, die so genannte Hinterbackenendlage. Abhängig von der genauen Haltung der Kleinen kann zwischen der Verschlussstellung (Kopf oben, Hintern unten, die gebräuchlichste Art der Verschluss-Endstellung), der Kniestellung oder Fußstellung (Kopf oben, Kniestücke oder Füsse unten) differenziert werden.

Wenn sich zum Berechnungszeitpunkt ca. 4-5% der Nachkommen in der Verschlussendposition aufhalten, sind es in der Regel noch ca. 10% in der 4. Woche der Schwangerschaft. Die vorliegenden Abbildungen verdeutlichen, dass eine Spontandrehung der Kleinen aus der Endposition des Verschlusses in die Schädelstellung prinzipiell bis zur Entbindung möglich ist. Aufgrund des immer knapper werdenden Platzangebotes sinkt die Chance auf Spontanrotation, insbesondere bei Erstmüttern, ab der 32. Woche der Schwangerschaft jedoch signifikant.

Nur im Einzelfall kann eine Fehlerursache für das Bleiben der Kleinen in der Endstellung des Verschlusses gefunden werden. Möglicherweise ist die Mutterkuchen so stark begrenzt, dass sie dem sich drehenden Baby im Weg steht, oder die Patientin ist sich bewusst, dass sie eine Gebärmuttermissbildung hat. Kann, wie üblich, keine pathophysiologische Begründung gefunden werden, lassen sich die emotionalen Voraussetzungen für den "Sitzschlag" des Babys teilweise in einem Einzelgespräch nachvollziehen.

Möglicherweise ist die Ehefrau noch nicht reif für das Geburtsabenteuer, oder sie möchte mehr Hilfe von ihrem Gegenüber. Neben einer Ultraschallkontrolle während der medizinischen Untersuchungen kann die Geburtshelferin auch die Position des Babys während der Bauchpalpation bestimmen. Doch auch die Schwangerinnen selbst merken oft, dass ihr Baby "in die Harnblase tritt", oder sie spüren "etwas rund, hart unter den Rippen".

Eine Spontanrotation der Kleinen in die Schädelstellung kann bis zur dritten, vierten Woche der Schwangerschaft in Ruhestellung erwartet werden. Bleibt das Neugeborene in der Endposition des Verschlusses, ist die 44-, 45-, 35. Woche der Schwangerschaft der richtige Zeitpunkt, um das Neugeborene behutsam zum Umkehren zu ermutigen. Der Eingriff wird drei- bis viermal alle zwei Tage ausgeführt (es sei denn, das Kleinkind hat sich in der Folgezeit gewendet).

Die Rotation des Babys kann durch gewisse körperliche Übungen gefördert werden. Bei der Indian Bridge liegt die Schwangerin 15 Min. lang zwei Mal am Tag auf dem Rücken, legt ein dickes Kissen unter ihr Hüfte und stellt ihre Unterschenkel zurecht. Der Mann kniend auf dem Erdboden, die Dame stellt ihr Hüfte auf seine Oberschenkel und ihre unteren Beine auf seine Achseln.

In dieser Stellung rutscht der Hintern des Babys aus dem Becken der Mutter heraus und das Neugeborene kann sich leichter in die Schädelposition eindrehen. Darüber hinaus gibt es diverse Hinweise, die auf empirischem Wissen beruhen, aber nicht naturwissenschaftlich erforscht sind, wie das Kleinkind noch dazu angeregt werden kann, sich in die Schädelstellung zu verwandeln. Osteopathie/Cranio Sacral Therapy kann die Bewegungsfreudigkeit des Babys erhöhen, indem sie den Muskelaufbau reduziert und Beckenknochenstörungen beseitigt.

Ein über den Bauchnabel geführtes Fackel- oder Musikinstrument sollte dem Kleinkind den Weg durch die optischen oder akustischen Reize zeigen und es dazu verleiten, ihr zu folgen. So können sie ihr Baby im Zuge von Visualisierungs- und Relaxationsübungen und auch ganz ohne Technologie kontaktieren und durch die Bauchwand anfassen, so dass es zum Umdrehen anregen kann.

In der so genannten "äußeren Wendung" spürt der Doktor das Köpfchen und den Hintern des Kleinkindes durch die Bauchwand und drückt es vorsichtig mit den Fingern, um eine Drehung nach vorne oder hinten zu machen. Befindet sich das Kleinkind in der Endposition des Verschlusses, wird heute sehr oft ein Kaiserschnitt durchgeführt, um eventuelle Folgen einer Vaginalgeburt, wie z.B. mangelnden Sauerstoff im Kleinkind, zu verhindern.

Umfangreiche Untersuchungen haben ergeben, dass Geburten nach der Vagina in der Beckenendlage keine langfristigen Gesundheitsnachteile im Vergleich zu Kaiserschnittbabys haben (z.B. Whyte et al. 2004). Die Ausrüstung der Spitäler und die Erfahrungen und Fähigkeiten der Geburtshelfer haben sich als sehr wichtig für die Sicherung der Vaginalgeburt erwiesen, da sie bei der Endlagengeburt des Beckenbodens sehr spezifische Aufgaben bewältigen müssen.

An einigen Wiener Krankenhäusern, wie dem St. Josefsspital oder dem Donauspital/SMZ-Ost, haben Mütter nach eingehender Information und eingehender Prüfung die Chance auf eine vaginale Entbindung (auch wenn sie sich zu Schwangerschaftsbeginn in einem anderen Spital zur Entbindung gemeldet haben).

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