Musik als Therapie

Die Musik als Therapie

Bei der Musiktherapie (aus dem Altgriechischen ?????

?? musik? "music" und ???????? therapeia "service, care, healing") handelt es sich um eine eigenständige Heilmethode. Die Musik als Therapie bei Depressionen. Therapie gilt als eine nonverbale Form der Psychotherapie. Die Musik ist eine Therapie für Körper und Geist.

Die Kraft der Musik: Klangtherapie - Musik - Musik - Culture - Culture

Prof. Harald Schachinger, Leiter der Frühgeborenenstation im Berlin Waldrankenhaus, erreicht mit Hilfe der Musik große Fortschritte bei der Entfaltung seiner kleinen Mitpatienten. Über Ohrhörer gibt er ihnen ausgesuchte Musik ab. Durch die Musik konnte er etablieren, dass der Herzrhythmus von Frühbabys viel ruhiger und ausgeglichener wird. Wenn die Musik das passende Tempowechsel hat, gibt es einen so genannten Kopplungseffekt: Der Heartbeat ist an den vorgegebenen Takt gekoppelt.

Die Musik verursacht eine niedrigere Freisetzung von Stress Hormonen und erhöht die Freisetzung von schmerzlindernden Beta-Lieferanten. So empfindest du weniger Stress mit Musik. Die Musik schützt natürlich auch bei einer Vollnarkose vor unangenehmen Geräuschen von aussen. Auch die Musik ist Pflege und Aufmerksamkeit - der Betroffene hat das Gefühl, besser versorgt zu sein. Es wird auch in der Therapie von chronischen Schmerzzuständen verwendet.

Beispielsweise berichteten die Betroffenen, dass sie durch Musik buchstäblich vor ihren Qualen geschützt sind. Ausgesuchte Musik überlagerte neben der Erholung auch Störgeräusche in den Ohren und drückte sie aus dem Bewußtsein. Bei der Rehabilitierung von Strokepatienten ist es besonders darauf zu achten, die Betroffenen wieder in ihren Bewegungsabläufen zu schulen. In Zusammenarbeit mit einer Nicht-Musikergruppe wurde ein Rehabilitationstraining mit musikalischen Übungen auf einem Keyboard und einem Elektro-Drumset durchlaufen.

Wie sich herausstellte, kamen sie rascher voran als andere Patientinnen. Es wird davon ausgegangen, dass dies unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass die Betroffenen beim Musikmachen über die Ohren sofort ein Feedback darüber erhalten, ob sie eine Übung richtig durchgeführt haben oder nicht. Darüber hinaus macht diese Trainingsform den Betroffenen schlichtweg mehr Freude und steigert so auch ihre Einsatzbereitschaft während der Trainingstätigkeit.

Die Musik wird auch bei Alzheimer-Kranken eingesetzt. In der Universität Zürich wurde mit dem Kernspintomographen das Gehirn von Musikern unter die Lupe genommen und festgestellt, dass sie an manchen Orten mehr Gewicht haben als das Gehirn von NichtMusikern. Die ersten Ansätze, die Patienten mit Alzheimer mit Musik zu behandeln, waren sehr erfolgreich. Offerten wie "Musik auf Rädern" werden von den Betreffenden ebenso gut angenommen wie von Betreuern und Verwandten.

Musiktherapeutinnen kommen in die Häuser, Wohnungen oder Krankenhäuser der Menschen und bringen Songs mit. In einigen FÃ?llen kann Musik der einzigste Weg zum Menschen sein, vor allem, wenn er die Rede nicht mehr versteht. Nach einer Stunde Therapie sind die Patientinnen und Patientinnen ausgewogener und gelassener. Hinzu kommen nun weitere Musikangebote vor allem für Alzheimerkranke, wie z. B. Auftritte, Tanzlokale und Kunstevents.

Die Musik baut Angst ab und lindert die Depression. Dies war bereits die erste überlieferte Therapieanwendung von Musik. Die Musik erreicht anscheinend Gebiete im Hirn, die mit der Rede nicht erreichbar sind. Die Musik kann ihnen dabei behilflich sein. Therapeutinnen und Therapeuten der Universität Witten/Herdecke sprechen mit ihren kleinen Patientinnen und Therapien ausschließlich über Musik.

So können sie sich im Laufe der Zeit entspannen und selbstständig auf die Musik reagieren. Sie sind nach der Therapie lockerer und gelassener.

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