Musiktherapie Kinder

Klangtherapie Kinder

Bei welchen Kindern wird die Musiktherapie besonders empfohlen? Psyche: Wenn Kinder nur mit der Musiktherapie Wörter entdecken....

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Einige Kinder ziehen es vor, Jingles, Schlagzeug zu spielen oder zu vortragen. Im Falle einer Sprechstörung kann eine Behandlung dazu beitragen, Wörter zu ergründen. Die Musiktherapie - das heißt, mit einem Therapeuten zusammen Musiktitel zu spielen. Egal ob in der Einzel- oder Gruppenarbeit: Die Musiktherapie verläuft unterschiedlich. Auch wenn es nicht immer stimmig klingt, kann das Musikmachen mit Kinder einen großen Unterschied machen.

Wenn man es zum ersten Mal hört, scheint es, als müsse man sich daran gewöhnen: Prof. Lutz Neugebauer reagiert auf das laue Geschrei und Heulen seines vier Jahre alten Kranken Mustafa mit kräftigen, klappernden Klaviertöne und heulenden Gesangs. "In der Musiktherapie wird dem Betroffenen nach gängiger Meinung Musik vorgeführt, die eine gewisse Wirksamkeit haben soll", sagt die Therapeutin, die Mitglied im Vorstand der DTM ist.

"Mustafa hatte aufgrund einer Autismusstörung erst eine eigene Fremdsprache gelernt, als er in meine Arztpraxis kam", sagt Neugebauer. Sprachverzögerte Kinder werden in der Behandlung ermutigt, sich durch Musik machen auszusprechen. "Bei allem, was die Kinder tun, gibt es Musik", sagt Neugebauer. Das Geschrei begreift der Psychotherapeut auch als eine musikwissenschaftliche Stimmäußerung, auf die er musiktechnisch anspricht.

"Damit sich die Kinder auch ohne Sprachkenntnisse verständigen können. "Nach und nach werden sie durch die Lieder mit den ersten Worten vertraut gemacht. Aber auch die Musiktherapie kann ganz anders aussehen: Mit seinem Forschungsprojekt "Trommelpower" will Andreas Wölfl vom Großen Museum für Musiktheorie in München den Zusammenhalt der Klassen in den schulischen Einrichtungen verbessern. Er will den Kinder auch vor allem eines geben:

"Es gibt immer Kinder und junge Menschen, die rastlos sind oder ein Aggressionsproblem haben. Unterstützt werden diese bisher noch nicht veröffentlichten Forschungsergebnisse durch eine Untersuchung des Musikerziehers Hans Günther Bastian von der Universtität Frankfurt am Main. Auf der Basis einer Sechsjahresstudie an der Grundschule Berlin hatte Bastian gezeigt, dass eine Schule mit erhöhtem Musikerziehung, mehr Aufmerksamkeit und Zusammenhalt besser ist als eine Schule mit wenig Musikerziehung.

Prof. Eckart Altenmüller von der Musikhochschule Hannover erläutert, warum das Zusammensein so große Wirkung auf die Interaktion des Menschen hat: "Musik ist Teil unserer Evolutionsausrüstung, sie ist ein starker Ansporn, Gruppierungen zu bilden und Menschen in Berührung zu bringen. Einerseits ist sie ein wichtiger Bestandteil unserer Evolution. "Wir haben daraus unsere eigene musikalische Entwicklung gemacht", erläutert Altenmüller.

"Später, vor etwa hunderttausend Jahren, nutzten die Menschen diese raffinierte Art von Musiktheater, um sie in den Dienste des Zusammenhalts der Gruppe zu stellen. Auch wenn sie sich nicht in der Lage sahen. "In der individuellen Therapie kann das Musikmachen zur Genesung beizutragen. Bei der Erfahrung, dass Kinder miteinander umgehen und richtig verstehen können, probieren sie sich immer mehr aus.

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